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Gardasee Oberitalienische Seen Reise

Rundreise um den Gardasee – Teil 1

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Groß, schön, abwechslungsreich – so präsentiert sich der wohl beliebteste See Italiens: der Gardasee. Bei den Römern hieß er noch „Lacus Benacus“ und wurde erst später zum heutigen „Lago di Garda“. Seine Lage macht in so populär, dennoch ist das Gebiet äußerst vielfältig, faszinierend und besitzt märchenhafte Landschaften und Städte. Kommen Sie mit bei unserer Rundreise um den Gardasee – Teil 1.

Der Gardasee, im Norden Italiens gelegen, fasziniert schon seit je her seine Besucher. Bereits Goethe schwärmte auf seiner „italienischen Reise“ in höchsten Tönen von dem See, als er am Ostufer entlang kam und Malcesine besuchte. Von der Schönheit und seiner Faszination hat der Lago di Garda bis heute nichts verloren. Egal zu welcher Reisezeit man den See besucht, es gibt immer etwas zu bestaunen. Besonders die vielfältigen Wasserschattierungen, die der See zu unterschiedlichen Zeiten zeigt. Einmal ist er tief blau, dann wieder türkis und auch grün ist keine Seltenheit.
Der heutige Namen des Sees kommt aus dem Germanischen. Namensgeber ist der gleichnamige Ort, der ursprünglich eine mittelalterliche Burg besaß, die auf einem Felsen stand. Da das germanische „Garda“ soviel wie „Warte“ oder „Beschützerin“ bedeutet, bekam der Ort unter der Burg seinen Namen und diente dann später als Namensgeber des ganzen Sees. Der Namen „Benacus“ ist aber nicht verschwunden, sondern findet sich rund um den See als Hotel-, Restaurantoder Straßenbezeichnung wieder.
Der Gardasee steht unter Verwaltung von drei Bezirken: Trentino, Lombardei (Brescia) und Venetien (Verona). Dabei dürfen das Trentino den Norden, die Provinz Brescia den Westen und Teile des Südens und schließlich die Provinz Verona den Osten und ebenfalls Teile des Südens die Geschicke der ihnen anvertrauten Regionen lenken.

 

Der Gardasee ist Italiens größter und beliebtester See, nicht nur bei den Einheimischen, sondern besonders auch bei den Münchnern, die gerade den Norden des Sees als zweite Heimat betrachten. Kein Wunder, sind es gerade mal 400 Kilometer von München bis zu den bekannten Orten Riva oder Torbole. Bei günstiger Verkehrslage bedeutet das in etwa vier Stunden Fahrzeit – da ist ein Wochenendausflug vorprogrammiert. Der nördliche Teil des Gardasees unterscheidet sich sehr vom südlichen. Der Norden des Sees ist zwischen steil aufragenden Berghängen eingekeilt und es weht ein konstanter Wind. Das östliche Seeufer wird vom 2.079 m hohen Bergrücken des Monte Baldo überragt. Der südliche Bereich des Gardasees besticht durch seine sanften Hügel mit Weinreben und Olivenhainen, sowie das breite Seeufer mit den leicht zugänglichen Badestränden. Hier gibt es herrschaftliche Villen, umgeben von Zypressen, Bougainvillea, Oleander und Palmen. Der Gardasee hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz und bietet für jeden Besucher interessante, spannende und erholsame Momente. Der Norden ist den Wassersportlern, Bergsteigern bzw. –wanderern und Mountainbikern gewidmet. Hier bekommt man alles was das Herz begehrt. Segler und Surfer haben den ganzen Tag Wind und können so optimal ihrem Hobby frönen. Für Bergfreunde gibt es im Hinterland unzählige Klettersteige und Wanderwege und die Radler unter den Besuchern können sich auf ein weit gefächertes Angebot a Fahrradrouten freuen. Das Klima ist dank der geschützten Lage submediterran. Die Sommer sind heiß und die Winter mild und niederschlagsarm.
Bei der Anreise in den Norden und Westen des Sees, nimmt man am besten die Autobahnausfahrt „Rovereto Süd“ und folgt der Beschilderung Richtung Nago, Torbole oder Riva. Landschaftlich sehr schön ist auch der Weg über Arco, einem alten Dorf mit antiker Burg. In diesem Fall geht es dann bereits bei Trento von der Autostrada. Wer allerdings direkt in den Osten bzw. Südosten will, sollte auf der Autobahn verweilen und bei Affi abfahren. Der Weg zum See führt dann nach Garda oder Torri del Benaco.
Wer gerne den kompletten See umrunden möchte, braucht Geduld. Die Küstenstraße ist rund 160 km lang und zuweilen verstopft. Aber dennoch sehenswert. Idealerweise beginnt die Rundreise oben im Norden bei Torbole führt über Malcesine, Bardolino und Garda dem Ostufer entlang in den Süden nach Peschiera, Sirmione und Desenzano, um dann über die Weststraße über Saló, Maderno und Limone und den unzähligen Tunneln wieder nach Norden in Riva anzukommen.

Riva & Torbole

Riva und Torbole sind mitunter die bekanntesten Orte des Gardasees und die ersten Stationen bei unserer Rundreise um den Gardasee. Hoch im Norden, wo die Berge noch steil sind und der See schmal ist, liegt der eine Ort im Nordwesten und der andere im Nordosten. Beide sind der erste Anlaufpunkt, wenn man sich dem See aus Deutschland nähert. Im Norden des Sees sind die Sportler sehr gut aufgehoben. Es gibt kaum eine Sportart, die hier nicht unterstützt wird. Allen voran, natürlich die verschiedenen Variationen des Wassersports, und hier ganz besonders Segeln und Surfen. Das ganze ist dem ständigen Wind am See geschuldet, der am Vormittag von Norden und am Nachmittag von Süden her weht. Kein Wunder, dass hier, besonders in Torbole, schon vor vielen Jahren die Surfer ihre Heimat gefunden haben. Es hat sich zu eines der besten Surfreviere in Europa entwickelt. Am Ortskern und entlang des Ufers locken viele Bars und Clubs nicht nur die Surfer an, die in Torbole klar in der Überzahl sind.
Dagegen ist für Segler, die das Flair eines Sporthafens lieben, der Porto San Nicolo die erste Adresse von Riva del Garda. Entlang des Hafens gibt es einen Kiesstrand, Rasenflächen und gemütliche Lokale. Riva ist ein idealer Ausgangspunkt für Segeltörns, Radtouren in die nahegelegenen Berge und für ausgiebige Wanderungen.

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Segeln wird am Gardasee groß geschrieben. Besonders der Norden, wie hier in Torbole.

Malcesine

Das Wahrzeichen Malcesines ist die Burg, die man schon von weiten wahrnimmt und die Goethe auf seiner „italienischen Reise“ fast zum Verhängnis wurde. Neben der Burg bietet der Ort liebliche kleine Gassen, einen schönen Hafen und die Auffahrt auf den Monte Baldo, der zum Skifahren und Wandern geradezu auffordert.
Malcesine erstreckt sich rund um eine antike Skaliger Burg und dem Palazzo die Capitani. Der romantische Ort besticht durch viele kleine Gassen, herrlichen Bogengänge und wunderschönen Plätzen und übt eine magische Faszination aus. In den Sommermonaten ist Hochsaison und der Ort von Touristen überfüllt, die sich durch die engen Wege und Straßen schieben. Die Suche nach einem Parkplatz wird dann zum Geduldsspiel.
Badegäste suchen am besten südlich der Burg den Weg von der Uferpromenade zur üppig bewachsenen Halbinsel Val di Sogno auf. Unterwegs dorthin kommt man an mehreren schönen Badestellen vorbei.
Malcesine hat sich perfekt auf die Bedürfnisse von Urlaubern eingestellt. Es ist nicht nur einer der traditionsreichsten Urlaubsorte am Gardasee, sondern die hoch über der Altstadt gelegene Burg gehört auch zu den beliebtesten Orten für Hochzeiten am See.

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Malcesine mit seiner Burg begeisterte schon Goethe auf seiner “italienischen Reise”.

Garda & Torri del Benaco

Der liebliche Ort Garda am Ostufer des Sees ist nicht nur Namensgeber des Sees, sondern liegt in einer wunderschönen grünen Bucht. Unweit davon: Torri del Benaco, das hübsche Hafenstädtchen mit der einzigen Autofähre zum Westufer.
Garda und Torri del Benaco, beide Orte sind mit dem See eng verbunden. Während der eine den ursprünglichen Namen des Sees „Benacus“ noch in seiner Bezeichnung trägt, ist der andere Namensgeber seit dem 12. Jahrhundert. Torri liegt am Ostufer an der Stelle, an der der See breit wird. Im hübschen Hafenstädtchen geht es eher beschaulich zu. Selbst im Hochsommer kann man hier noch abseits der großen Touristenströme durch die engen Altstadtgässchen oder entlang der Uferpromenade flanieren. Garda ist nur sieben Kilometer südlich entfernt. Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, sollte hier einen Spaziergang einplanen. Man ist zwar einige Zeit unterwegs, wird aber mit einer wunderschönen Uferpromenade und herrlicher Aussicht verwöhnt.
Im Ortsteil Pai, nördlich des Zentrums von Torri del Benaco, befindet sich ein außergewöhnliches Ausflugsziel – die Tropfsteinhöhle Grotta Tanella. Die Höhle kann man in geführten Touren besichtigen.

Torri del Benaco Burg_klein

Das Castello Scaligero ist das Wahrzeichen von Torri del Benaco am Ostufer der Gardasees.

 

Lust auf Italien: September/Oktober

Cover: Titel - Lust auf Italien 4/2022

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