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Mausoleum Tonietti

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Mausoleum Tonietti_Beitragsbild

Mitten im Pinienwald bei der Ortschaft Cavo stößt man beim Wandern auf ein seltsam anmutendes turmartiges Gebäude, das Mausoleum Tonietti. Für einen Wachturm ist es viel zu aufwändig verziert, und der eigenwillige, etwas kitschige Stil schließt aus, dass es sich um ein mittelalterliches oder gar antikes Bauwerk handeln könnte.

Tatsächlich wurde das kuriose Monument um 1900 erbaut, und zwar als Mausoleum. Als solches sollte es die letzte Ruhestätte von Giuseppe Tonietti werden, Elbas wohl wichtigstem Großindustriellen.

Mausoleum Tonietti_Fliestext_300-440Tonietti erhielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Zuschlag für die Industrialisierung des elbanischen Bergbaus. Das änderte erstens grundlegend das Antlitz der Insel: Fabrikhallen, Schornsteine und Förderbänder prägten fortan das Bild. Zweitens machte es Tonietti zum Industriemagnat, der die geförderten Mineralien auf dem Weltmarkt handelte.

Als ein Mann von Reichtum und Ansehen ließ er sich bei Cavo ein Mausoleum errichten, das seines Standes würdig war: ein protziges Zeugnis unternehmerischen Selbstbewusstseins, das auf Elba seinesgleichen sucht. Dazu beauftragte der einen Star-Archtiekten seiner Zeit, Adolfo Coppedè. Die Krux an der Geschichte: Selbst ein so mächtiger Mann wie Tonietti scheiterte an den italienischen Behörden, die eine Nutzung als Grabstätte verweigerten, so dass sein Mausoleum nie als solches genutzt wurde.

Autor: Max Fleschhut

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