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Reise Venedig Venetien

Burano

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Burano Beitragsbild

Nach einer rund 40 Minuten Fahrt mit dem Vaporetto von Venedig aus heißt es dann endlich: Bunt, bunter – Burano! Wer bei Betreten der Insel nicht gleich fröhlich wird – mit dem stimmt was nicht! Die bunten Häuserfassaden sind absolut sehenswert und es gibt zwei Versionen, weshalb sie alle in verschiedenen Farben gestrichen sind: Die Fischer konnten so bei starkem Nebel ihr Eigenheim finden – oder nach zu starkem Alkoholgenuss. Vielleicht ist es eine Mischung aus beidem.

Burano – bunte Häuser überall

Auf eines der außergewöhnlichsten Häuser stößt man, wenn man die Via Baldassare Galuppi entlang geht und in die Via al Gottolo abbiegt. Hier steht das allerallerbunteste Haus der Insel. Sein Besitzer war ein echter Buranello, leider ist Guiseppe Toselli, von allen Insulanern „Bepi Sua“ genannt, vor ein paar Jahren verstorben. Sein Erbe an die Menschheit ist sein Haus, das durch geometische Formen aller Art und bunte Farben ein Meisterwerk abstrakter Kunst ist.

Wie Venedig auch ist Burano in Sestieri gegliedert, diese entsprechen den fünf Inseln, aus denen Burano (venetisch: Buran) ursprünglich bestand. Während die Männer naturgemäß in früheren Tagen vom Fischfang lebten, verdienten die Frauen vom 16. bis zum 18. Jh ihr Einkommen mit Spitzenstickerei. Die Spitzenschule „Scuola die Merletti“ an der Piazza Galuppi belebte dieses Handwerk wieder. Die Nadelspitzen-Technik „Reticella“ wurden zu hohen Preisen exportiert und brachten Burano eine wirtschaftliche Blütezeit. Doch auch hier ersetzte die Maschine den Menschen und ab dem 18. Jahrhundert konnte die Reticella, preiswerter als von Menschenhand hergestellt, angeboten werden.

Burano Fließtext01

Spitzenstickerei mit der Nadelspitzen-Technik „Reticella”.

In den zahlreichen Souvenirshops sind zwar Spitzendeckchen und ähnliches zu finden, allerdings wird sich kaum ein mit echter Reticella-Technik gefertigtes Stück befinden. Also: lieber sich an den bunten Häusern erfreuen, als überteuerte Mitbringsel shoppen.

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