Pordenone – Altstadt
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Die Altstadt von Pordenone begeistert mit Laubengängen und historischen Palazzi, die ein lebendiges Ambiente schaffen. Die Altstadt bildet das lebendige historische Herz der Stadt und erzählt auf engstem Raum von ihrer langen Entwicklung zwischen Mittelalter, venezianischer Herrschaft und modernem Stadtleben.
Wer den Corso Vittorio Emanuele II entlangschlendert, betritt eine der elegantesten und zugleich authentischsten Fußgängerzonen Friaul-Julisch Venetiens. Die Straße verläuft leicht gebogen durch das Zentrum und wird von Laubengängen, farbigen Fassaden und prächtigen Palazzi gesäumt, die über Jahrhunderte hinweg das städtische Leben prägten. Zahlreiche Gebäude zeigen noch immer die typischen Merkmale venezianischer Architektur – spitzbogige Fenster, dekorierte Balkone, Steinmasken und freskengeschmückte Wände.
Zwischen den Palazzi öffnen sich kleine Plätze, auf denen sich Cafés und Lokale angesiedelt haben. Besonders charakteristisch ist die Loggia des Rathauses, ein eindrucksvolles Relikt mittelalterlicher Stadtverwaltung, das den südlichen Abschluss des Corso markiert. Hier schlägt die astronomische Uhr im Turm und erinnert an die Zeit, als Pordenone unter dem Einfluss der Republik Venedig stand. Wenige Schritte weiter taucht der Blick auf den Dom San Marco mit seinem markanten Campanile, der über Jahrhunderte hinweg als städtebauliches Wahrzeichen diente.
Die Altstadt ist reich an stattlichen Bürgerhäusern, darunter der Palazzo Ricchieri mit seinen berühmten bemalten Holztafeln, der Palazzo Gregoris mit seinen steinernen Masken und die Casa dei Capitani mit ihrer aufwendig ornamentierten Fassade. Jedes dieser Gebäude zeigt ein anderes Stück städtischer Geschichte: vom mittelalterlichen Handel über die Blüte der Renaissance bis zu den Repräsentationsbedürfnissen der lokalen Patrizierfamilien.
Neben den historischen Bauten lebt die Altstadt auch durch ihre moderne Nutzung. Zahlreiche Geschäfte, Restaurants, kulturelle Einrichtungen und kleine Kunstgalerien verleihen ihr eine dynamische Atmosphäre. Auf den Plätzen finden regelmäßig Märkte, Festivals und Konzerte statt, die Einwohner wie Besucher anziehen. Die Stadt hat bewusst darauf geachtet, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig ein lebendiges Zentrum zu schaffen, das Tradition und Gegenwart miteinander verbindet.
Wer sich Zeit nimmt, entdeckt in den Seitenstraßen ruhige Innenhöfe, kleine sakrale Gebäude, kunstvolle Freskenfragmente und architektonische Details, die erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Die Altstadt von Pordenone ist kein musealer Ort, sondern ein gewachsenes, pulsierendes Quartier, das seine Geschichte respektiert und zugleich offen für Neues bleibt – ein stimmungsvolles Zusammenspiel aus Kultur, Architektur und urbanem Alltag.






















