Meran – Schloss Trauttmansdorff
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Meran und Schloss Trauttmansdorff bilden gemeinsam eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten Südtirols mit weltberühmten Gärten. Hoch über den Dächern der Kurstadt erhebt sich Schloss Trauttmansdorff – ein Ort, an dem Geschichte, Botanik und Landschaft auf einzigartige Weise miteinander verschmelzen.
Bekannt wurde das Schloss weit über die Grenzen Südtirols hinaus durch Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sissi. Während ihrer Aufenthalte in den Jahren 1870 und 1889 wählte sie das Schloss als Residenz und trug maßgeblich dazu bei, Meran als mondänen Kurort des europäischen Adels bekannt zu machen. Heute beherbergt das historische Gebäude das Touriseum, Südtirols Landesmuseum für Tourismus, während sich rund um das Schloss eine der spektakulärsten Gartenanlagen Europas erstreckt.

Die prachtvolle Gartenanlage vereint Pflanzen aus aller Welt und begeistert mit Farben, Düften und traumhaften Ausblicken.
Die mehrfach ausgezeichneten Gärten von Schloss Trauttmansdorff zählen zu den schönsten botanischen Anlagen der Welt. Auf einer Fläche von rund zwölf Hektar und einem Höhenunterschied von mehr als 100 Metern wachsen über 80 verschiedene Gartenlandschaften mit Pflanzen aus allen Klimazonen der Erde. Das außergewöhnlich milde Klima Merans ermöglicht es, mediterrane Vegetation ebenso zu kultivieren wie alpine oder exotische Gewächse. Dadurch gleicht jeder Spaziergang einer botanischen Weltreise, bei der sich ständig neue Perspektiven und überraschende Eindrücke eröffnen.
Schloss Trauttmansdorff: Eine Reise durch die Pflanzenwelt der Erde
Besonders eindrucksvoll präsentieren sich die sonnigen Gartenbereiche am Südhang. Zwischen Olivenbäumen, Zypressen, Palmen und duftenden Kräutern entsteht fast mediterranes Urlaubsgefühl. Granatapfel-, Feigen- und Maulbeerbäume erinnern an die Landschaften Südeuropas, während Kakteen, Agaven, Aloen und andere Sukkulenten den Charakter einer Halbwüste vermitteln. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehört der nördlichste Olivenhain Italiens mit einem beeindruckenden, mehrere Jahrhunderte alten Olivenbaum. Je nach Jahreszeit verwandeln blühende Sonnenblumen, Lavendel oder Rosen die Gärten in ein farbenprächtiges Blütenmeer.
Auf der schattigen Nordseite erwartet Besucher eine völlig andere Welt. Die Waldgärten bieten an heißen Sommertagen angenehme Kühle und führen durch dichte Baumlandschaften mit Gehölzen aus Nordamerika, Südamerika und Ostasien. Bachläufe, Wasserfälle und das romantische Farntal schaffen eine fast märchenhafte Atmosphäre. Hinzu kommen originale Kulturlandschaften wie ein asiatisches Reisfeld, eine Teeplantage oder Pflanzungen amerikanischer Nutzpflanzen, die zeigen, wie eng Natur und Kultur miteinander verbunden sind. Im Frühjahr sorgen hunderte Rhododendren, Azaleen und blühende Zierkirschen für ein spektakuläres Farbenspiel.
Wasser, Gärten und außergewöhnliche Ausblicke
Ebenso reizvoll sind die Wasser- und Terrassengärten, die unterschiedliche europäische Gartenstile miteinander verbinden. Geometrisch angelegte Beete, kunstvoll geschnittener Buchsbaum und ein kleiner Irrgarten erinnern an die Eleganz italienischer Renaissancegärten. Dazwischen laden Duftgärten mit Kräutern, Rosen und Lilien dazu ein, Pflanzen mit allen Sinnen zu erleben. Romantische Seerosenteiche, Lotosblumen und von Palmen gesäumte Wasserflächen verleihen diesem Gartenbereich eine beinahe exotische Atmosphäre. Im Sommer verwandeln mehr als 80 Rosensorten die Anlage in ein wahres Paradies für Blumenliebhaber.
Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich den Landschaften Südtirols. Entlang eines künstlich angelegten Wasserlaufs erleben Besucher typische Lebensräume der Region – von Gebirgsbächen über Auwälder bis hin zu traditionellen Streuobstwiesen und historischen Weinbergen. Alte Apfel- und Birnensorten, heimische Reben sowie liebevoll gestaltete Bauerngärten machen deutlich, wie eng Natur, Landwirtschaft und Kultur in Südtirol miteinander verwoben sind.

Mediterrane Pflanzen, Wasserläufe und kunstvolle Gartenarchitektur schaffen eine einzigartige Atmosphäre.
Schloss Trauttmansdorff: Natur, Kunst und Geschichte
Schloss Trauttmansdorff versteht sich längst nicht nur als botanischer Garten. Zahlreiche Erlebnisstationen, Kunstinstallationen und interaktive Elemente machen den Besuch für Erwachsene ebenso spannend wie für Familien mit Kindern. Künstlerpavillons interpretieren botanische Themen auf moderne Weise und verbinden Architektur mit Naturerlebnis. Hinzu kommen spektakuläre Aussichtsplattformen, die hoch über den Gärten schweben und einen unvergleichlichen Panoramablick auf Meran, das Etschtal und die umliegenden Dreitausender eröffnen.
Wer das Schloss selbst betritt, entdeckt im Touriseum die spannende Geschichte des Tourismus in Südtirol – von den ersten Kurgästen bis zur heutigen Ferienregion. Damit verbindet Schloss Trauttmansdorff auf einzigartige Weise historische Architektur, außergewöhnliche Gartenkunst und faszinierende Landschaftserlebnisse. Ob zur Zeit der Frühlingsblüte, während der sommerlichen Farbenpracht oder im goldenen Herbst: Ein Besuch gehört zu den unvergesslichen Höhepunkten eines Aufenthalts in Meran und zählt zweifellos zu den schönsten Ausflugszielen Südtirols.
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