Rom – Piazza Barberini
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Im Herzen von Rom verbindet die Piazza Barberini barocke Kunst, große Geschichte und das lebendige Flair der italienischen Hauptstadt. Der traditionsreiche Platz liegt an einem wichtigen Knotenpunkt zwischen historischem Zentrum, Via Veneto und dem Viertel rund um den Quirinal. Anders als die weitläufigen, beinahe geschlossenen Plätze Roms wirkt die Piazza Barberini offen und bewegt. Straßen führen in verschiedene Richtungen, historische Fassaden treffen auf moderne Stadthäuser und mitten im geschäftigen Treiben erinnern bedeutende Kunstwerke an die große Epoche des römischen Barock.

Aus der Luft zeigt sich die Piazza Barberini als lebendiger Verkehrsknoten mit Berninis Brunnen im Zentrum.
Ihren Namen verdankt die Piazza der einflussreichen Familie Barberini, die im Rom des 17. Jahrhunderts eine herausragende Rolle spielte. Besonders Maffeo Barberini, der 1623 als Urban VIII. zum Papst gewählt wurde, machte seine Familie zu einer der mächtigsten Dynastien der Stadt. In unmittelbarer Nähe der Piazza entstand der monumentale Palazzo Barberini, an dessen Planung einige der bedeutendsten Architekten ihrer Zeit beteiligt waren.
Carlo Maderno begann den Bau, später wirkten Gian Lorenzo Bernini und Francesco Borromini an dem Palast mit. Heute beherbergt der Palazzo Barberini einen Teil der Gallerie Nazionali di Arte Antica. Schon das Gebäude selbst ist sehenswert: Seine repräsentative Architektur, die prachtvollen Innenräume und die berühmten Treppenanlagen erzählen von einer Zeit, in der Kunst und Architektur auch Ausdruck von Macht und gesellschaftlichem Einfluss waren.
Das Wappen der Barberini mit den drei Bienen begegnet Besuchern in Rom bis heute an zahlreichen Gebäuden, Brunnen und Kunstwerken. Auch rund um die Piazza ist die Geschichte der Familie deshalb allgegenwärtig.

Berninis Tritonenbrunnen bildet den Mittelpunkt der Piazza Barberini und beeindruckt mit seiner dynamischen barocken Gestaltung.
Berninis Kunst im Zentrum der Piazza
Den Mittelpunkt der Piazza Barberini bildet die Fontana del Tritone. Gian Lorenzo Bernini schuf den Tritonenbrunnen im 17. Jahrhundert im Auftrag von Papst Urban VIII. Die kraftvolle Figur des Triton erhebt sich über großen Delfinen und bläst Wasser aus einer Muschel empor. Der Brunnen gehört zu den bekanntesten Werken Berninis im öffentlichen Raum und verleiht dem verkehrsreichen Platz bis heute seine unverwechselbare Identität.
Nur wenige Schritte entfernt befindet sich mit der Fontana delle Api ein weiteres Werk Berninis. Der kleine Bienenbrunnen greift mit seinen Bienen erneut das Wappentier der Familie Barberini auf und erinnert an deren starken Einfluss auf die Gestaltung dieses Stadtviertels.

Die Piazza Barberini trägt den Namen der mächtigen Familie Barberini, die das barocke Rom entscheidend prägte.
Zwischen Via Veneto und historischem Zentrum
Die Piazza Barberini ist heute ein idealer Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch das Zentrum. Von hier beginnt die berühmte Via Veneto, die besonders in den 1950er- und 1960er-Jahren zum Symbol der römischen „Dolce Vita“ wurde. Auch die Piazza di Spagna und der Trevi-Brunnen liegen nur wenige Gehminuten entfernt.
Auf der Piazza selbst ist Rom ständig in Bewegung. Autos, Busse und Fußgänger bestimmen das Bild, während sich in den umliegenden Straßen Hotels, Restaurants, Geschäfte und Cafés befinden. Gerade dieser Kontrast macht ihren Reiz aus. Die Piazza Barberini ist kein stiller Museumsplatz, sondern ein lebendiger Teil der Stadt, in dem barocke Kunst ganz selbstverständlich zum römischen Alltag gehört. Zwischen Berninis Meisterwerken und dem Palazzo Barberini zeigt sich hier ein Stück Rom, das Geschichte und Gegenwart auf besonders unmittelbare Weise miteinander verbindet.
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