Rom – Forum Romanum
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Rom und das Forum Romanum führen zu Tempeln, Triumphbögen und den politischen Schauplätzen im Herzen der mächtigen antiken Stadt. Zwischen Kapitol und Palatin erstreckt sich heute eine weitläufige Ruinenlandschaft, die einst das politische, religiöse und gesellschaftliche Zentrum Roms bildete.
Senatoren debattierten hier über die Geschicke des Reiches, Händler boten ihre Waren an und Triumphzüge führten über die Via Sacra. Wer heute zwischen Säulen und Tempelresten spaziert, bewegt sich durch mehr als tausend Jahre römischer Geschichte.
Das Zentrum des antiken Rom
Ursprünglich war das Tal zwischen den Hügeln sumpfig und teilweise regelmäßig überschwemmt. Erst durch Entwässerungsmaßnahmen konnte das Gelände dauerhaft genutzt werden. Mit der Entwicklung Roms gewann der Platz immer größere Bedeutung und wurde zum Mittelpunkt des öffentlichen Lebens.

Das Forum Romanum war Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens.
Zu den wichtigsten Gebäuden gehörte die Curia, in der der römische Senat tagte. Auf der Rostra, der großen Rednertribüne, sprachen Politiker und Feldherren zur Bevölkerung. Tempel waren verschiedenen Gottheiten gewidmet, während Basiliken als Orte für Handel, Gerichtsverfahren und öffentliche Geschäfte dienten.
Über die Via Sacra, die Heilige Straße, bewegten sich feierliche Prozessionen und Triumphzüge. Erfolgreiche Feldherren zogen nach ihren Siegen durch das Forum hinauf zum Kapitol. Damit war der Platz zugleich Bühne für die öffentliche Inszenierung römischer Macht.

Von oben zeigt sich das Forum Romanum als eindrucksvolle Ruinenlandschaft mit Tempeln, Säulen und Triumphbögen.
Tempel und Triumphbögen
Noch heute lassen zahlreiche Bauwerke die einstige Pracht erahnen. Besonders markant sind die drei erhaltenen Säulen des Tempels der Dioskuren Castor und Pollux. Der Tempel des Saturn mit seinen mächtigen Säulen gehörte zu den ältesten Heiligtümern des Forums und war eng mit dem römischen Staatsschatz verbunden.
Am östlichen Ende steht der Titusbogen, der an den Sieg Kaiser Titus’ im Jüdischen Krieg erinnert. Seine Reliefs zeigen unter anderem die Beute aus dem Tempel von Jerusalem. Der wesentlich größere Septimius-Severus-Bogen am anderen Ende des Forums entstand zu Beginn des 3. Jahrhunderts.

Tempel, Basiliken und Triumphbögen erinnern im Forum Romanum bis heute an Macht, Politik und Alltag im antiken Rom.
Von besonderer Bedeutung ist auch der Tempel des vergöttlichten Julius Caesar. Er wurde an jener Stelle errichtet, an der Caesars Leichnam nach seiner Ermordung im Jahr 44 vor Christus öffentlich verbrannt worden sein soll.

Auf dem Forum Romanum begegnen Besucher den eindrucksvollen Spuren jener Zeit, als Rom das Zentrum einer Weltmacht war.
Vom Machtzentrum zur Ruinenlandschaft
Mit dem Niedergang des Römischen Reiches verlor das Forum zunehmend seine Bedeutung. Gebäude verfielen, wertvolle Materialien wurden abgetragen und Teile des Geländes verschwanden unter Erde und Schutt. Im Mittelalter wurde das ehemalige Zentrum der Weltmacht zeitweise sogar als Weidefläche genutzt.
Erst ab dem 18. und besonders im 19. Jahrhundert begannen systematische Ausgrabungen. Nach und nach kamen Tempel, Straßen und öffentliche Gebäude wieder zum Vorschein.

Bei Nacht entfaltet das beleuchtete Forum Romanum zwischen Tempeln, Säulen und Triumphbögen eine besonders magische Atmosphäre.
Heute gehört das Forum Romanum zu den eindrucksvollsten archäologischen Stätten Roms. Besonders vom Kapitol und vom Palatin lässt sich die Größe des antiken Zentrums überblicken. Zwischen zerbrochenen Säulen, Triumphbögen und jahrtausendealten Pflastersteinen wird sichtbar, wie eng Politik, Religion und Alltag hier miteinander verbunden waren. Das Forum Romanum ist damit nicht einfach eine Ansammlung antiker Ruinen, sondern der Ort, an dem sich über Jahrhunderte das öffentliche Leben einer Weltmacht abspielte.
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