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Eisacktal Klausen Reise Südtirol

Urlaub in Klausen

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Klausen im Eisacktal | Südtirol

Urlaub in Klausen bedeutet für die Besucher, dass sie jede Menge von den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des südlichen Eisacktals sehen werden.

 

Loretoschatz im Stadtmuseum Klausen

Seit dem Jahre 1992 wird der berühmte Loretoschatz im Stadtmuseum von Klausen aufbewahrt und bildet zweifellos den bedeutendsten Teil des Museums. Seinen Namen verdankt die Sammlung dem Umstand, dass sie ursprünglich in der Loretokapelle aufbewahrt wurde. Die Stiftung dieser einzigartigen Sammlung von Kunstwerken (um 1700) geht auf die spanische Königin Maria Anna zurück.

Der reiche Schatz an kirchlichen Paramenten, religiösen Gegenständen, Bildern und weiteren Prunkstücken, von denen der Feldaltar König Karls II. eine besondere Erwähnung verdient, stammt größtenteils aus Werkstätten spanischer und italienischer Künstler und Kunsthandwerker des 16. und 17. Jahrhunderts.

1986 wird in der Nacht vom 26. zum 27. Mai ein großer Teil des Loretoschatzes in einem Aufsehen erregenden Einbruch entwendet. Der dreiste Diebstahl wird als „Raub des Jahrhunderts in Südtirol“ bezeichnet; die Spuren der Auftraggeber führen in das internationale Drogenmilieu. Bereits nach einem Jahr gelingt es den Sicherheitskräften im Rahmen einer Routinekontrolle bei Verona vier der gestohlenen Gemälde sicherzustellen. Die weiteren Nachforschungen führen schließlich 1989 in die Schweiz, wo der größte Teil der Beute gesichert werden kann. Im Oktober 1990 kehrt dieser Teil des Loretoschatzes nach Klausen zurück und wird dort im restrukturierten und 1992 neu eröffneten Stadtmuseum in einem eigenen Sonderbereich ausgestellt. 1998 gelingt es den Carabinierieinheiten (ROS di Padova und Carabinieri Nucleo Tutela del Patrimonio Artistico), im Rahmen einer Antidrogenrazzia bei Mestre das chinesische Porzellan aus dem Loretoschatz zu sichern. Nur eine Tasse war durch Beschädigung mittlerweile verloren gegangen.

Urlaub in Klausen – Gassltörggelen

Wenn der Herbst beginnt, dann wird auch im südlichen Eisacktal die 5. Jahreszeit eingeläutet – die Törggelesaison. Es gibt mehrere Thesen über den Ursprung des Törggelens. Zum einen könnte der Brauch aus dem Weineinkauf entstanden sein, als Weinhändler und Gastronomen aus den nördlichen Landesteilen und dem südlichen deutschen Raum in die Südtiroler Weinanbaugebiete gekommen sind, um den neuen Wein zu verkosten. Eine weitere These besagt, dass dieser Brauch aus dem Tauschhandel zwischen den Weinbauern in der Talsohle und den Viehbauern die in den höheren Lagen angesiedelt waren, entstand.

Gab es den neuen Wein, so wurden die Viehbauern informiert, es wurde geschlachtet und der Wein wurde in Begleitung einer deftigen Mahlzeit verkostet. Auf jeden Fall ist man sich einig, dass der Brauch im Eisacktal entstanden ist, wohl auch weil in den Randgebieten des Weinanbaues der Wein des Vorjahres nicht bis zur Entstehung des neuen Weines ausreichte und somit die Freude über den neuen Wein besonders groß war. Das Wort „törggelen“, und auch darüber ist man sich einig, leitet sich von der Weinpresse, der „Torggl“ ab – also nicht, wie so manch einer vermuten möchte vom Torkeln, dem eher wackligen Zustand in dem schon der eine oder andere Gast die Törggelestube verlassen hat.

Pfanne mit frisch gerösteten Maronen. mit einem Glas Vernatsch zum Törggelen in Südtirol serviert

Als Torggl wurde die Südtiroler Weinpresse, die früher bis zu stolzen 15 Metern maß, bezeichnet. Das Wort Torggl wiederum stammt vom lateinischen „torquere“, das soviel bedeutet wie winden, pressen, drehen. Gemeint ist damit das Pressen der Maische nach der Weintraubenernte. Nach der Weinlese zog man also von Torggl zu Torggl, um den jungen Wein zu verkosten und kritisch zu vergleichen. Und was gibt es besseres als diese Saison mit

einem Fest zu beginnen. An mehreren Tagen im Herbst widmet sich das Künstlerstädtchen Klausen voll und ganz dem Brauchtum des „Törggelen“ und verwandelt sich sozusagen in eine Törggelestube unter freiem Himmel.

Durch die Gassen der Stadt ziehen sich gastronomische Stände, die verschiedene Südtiroler Spezialitäten anbieten: Knödel, Schlutzkrapfen, Hauswurst und Surfleisch mit Kraut, Krapfen, Strauben und gebratene Kastanien. Ein reiches Angebot an Eisacktaler Weißweinen rundet das kulinarische Festival ab. Umrahmt wird das Ganze mit einem bunten  Unterhaltungsprogramm und viel volkstümlicher Musik. Eröffnet wird das Gassltörggelen mit dem traditionellen Festumzug durch die engen Gassen von Klausen; die Krönung der Törggelekönigin ist das abschließende Highlight der herbstlichen Veranstaltung.

Castel Trostburg bei Waidbruck (ca. 6 km südlich von Klausen) beherbergt heute das Südtiroler Burgenmuseum.

Castel Trostburg bei Waidbruck (ca. 6 km südlich von Klausen) beherbergt heute das Südtiroler Burgenmuseum.

Bauernmarkt

Auf dem kleinen, aber feinen Bauernmarkt in Klausen gibt es frische, saisonale Lebensmittel und typische Südtiroler Produkte. Hier können Genießer und Liebhaber hiesiger Spezialitäten direkt vom Bauer erwerben. Im Angebot gibt es Gemüse, Obst, Käse, Sirup und Marmeladen, Essig und Schnäpse, Speck und Wurstwaren, Getreide und Brot sowie Bauernkrapfen und andere Süßspeisen. Termin: Jeden Donnerstag, von Mai bis Oktober, jeweils von 8:00 bis 12:30 Uhr am Tinneplatz

Fotos: © TV Klausen, ROTWILD, Helmut Rier

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Cover: Titel - Lust auf Italien 3/2022

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