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Friaul Julisch Venetien Reise Udine

Udine – das unbekannte Land

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Udine_Aufmacher

Udine dient den meisten Urlaubern auf den Weg nach Süden meist nur als Durchreiseland. Dabei hat die Region und vor allem die gleichnamige Hauptstadt vieles zu bieten.

Udine, die von der Fläche und Einwohnerzahl größte Provinz Friaul-Julisch Ventien, hat 137 Gemeinden und grenzt im Norden an Österreich, im Osten an Slowenien und „Görz“ und im Westen an die Provinzen „Pordenone“ und „Venetien“. Im Norden gibt es in den Karnischen und Julischen Alpen große Berge fürs Klettern, Wandern und Wintersport, im Süden mit der nach Westen verlängerten Grado-Lagune Meer, Sonne und Sand.

Hier sei der beeindruckende Strand von „Lignano Sabbiadoro“ erwähnt. Mit seinem goldenen, weichen Sand ist der Strand ein wahres Badeparadies. Aber neben Strand und Sand findet man einen wundervollen historischen Kern, der zum Bummeln, Einkaufen und Flanieren einlädt. Wer allerdings Ruhe sucht, ist in der Gegend des alten roten Leuchtturms im östlichen Teil des Ortes gut aufgehoben.

Im Norden bietet Udine mit den Gebieten „Forni di Sopra“, „Ravascletto-Sutrio“ und „Sella Nevea“ drei vorzügliche Skigebiete, die das Herz eines jeden Wintersportlers höher schlagen lassen. Aber auch außerhalb der Skisaison haben die Udiner Berge vieles zu aufzuweisen. Es gibt zahlreiche Schutzgebiete wie den Naturpark „Friauler Dolomiten“, mit Gipfeln und Tiefebenen, wo Hirsche, Gämsen und Steinböcke leben, und den „Wald von Tarvis“ im Herzen der Julischen Alpen: Es ist eins der größten Waldgebiete in Europa und Heimat unterschiedlicher Tierarten. Berühmt für seine Zauberlandschaft und beeindruckendes Farbenspiel ist das Gebiet rund um den „Laghi di Fusine Inferiore“ bei „Tarvis“.

Laghi di Fusine
Laghi di Fusine

Hervorragende Ausflugsziele in der Provinz Udine sind die Lagune von Marano Lagunare mit ihrem Tier- und Pflanzenreservat, das in jeder Jahreszeit von vielen Vogelarten besiedelt wird, und die Conca dei laghi di Fusine, die auf den imposanten Bergen um Tarvis gelegen und berühmt für die zauberhaften Landschaft und die schönen Farben ist. Dieses Gebiet wird vom Fluss Tagliamento charakterisiert, der ganz unterschiedliche eindrucksvolle Landschaften durchfließt.

Aber auch kulinarischen Bereich kann Udine überzeugen. Allen voran wäre San Daniele zu nennen, die Heimat des berühmten Schinkens. Die Weingüter der Friaulischen Osthänge produzieren einen köstlichen Wein und verleihen der hervorragenden Gastronomie mit ihren typischen Produkten das gewisse Extra – ein Zauber für Gaumen und Seele.

 

Udine, die Stadt

Udine, die Stadt, zwischen Adria und Alpen gelegen, ist eine sehr hübsche Stadt, ganz im venezianischen Stil. Die Italiener leben gerne hier und der ausländische Gast sollte sie, obwohl sie nicht sehr bekannt ist, bei einem Besuch der Region auf keinen Fall außer Acht lassen. Und nicht zu vergessen: Hier ist auch der älteste Fußballclub Italiens zu Hause – Udinese Calcio, der 1896 gegründet wurde.

Udine ist mit knapp 100.000 Einwohnern die größte Gemeinde der Provinz und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie wurde erstmals im Jahr 983 in einer Urkunde von Otto II. erwähnt. Ausgrabungen weisen aber daraufhin, dass die Stadt älter sein muss. Die Stadt war das frühere Zentrum der Region „Friaul“ und die fast 400 Jahre, während deren die Stadt unter venezianischer Herrschaft gestanden hat (von 1420 bis 1797), sind noch heute sichtbar und verleihen ihr einen besonderen Flair. Udine hat auch eine deutsche, wenngleich unrühmliche Vergangenheit. Sie stand im zweiten Weltkrieg zwischen 1943 und 1945 unter deutscher Verwaltung.

Piazza Liberta
Piazza Libertà

Für denjenigen, der über den Grenzübergang „Tarvisio“ nach Italien einreist, liegt Udine genau auf der Strecke in Richtung Süden, und sollte hier mindestens einen halben Tag Rast einlegen. Und wer an einem der beliebten Adriastränden zwischen Jesolo, Caorle und Grado seinen Urlaub verbringt, für den stellt Udine ein lohnendes Ausflugsziel dar. Udine ist nicht gerade eine Touristenhochburg, aber die hübsche Stadt hat dennoch einiges zu bieten.

Die “Piazza della Libertà”  ist ein architektonisches Kleinod, einer der schönsten Plätze Norditaliens und das Herz von Udine. Hier befinden sich die wichtigsten Baudenkmäler der Stadt Sehenswert ist das Rathaus „Loggia del Lionello“, das 1448 bis 1457 im Stil der venezianischen Gotik mit offener Loggia errichtet wurde. Die Freiheitsstatue ist ein Geschenk Kaiser Franz I. anlässlich des Friedensvertrags von Campoformido. Und die zwei Mohren aus dem Jahre 1850 schlagen die Stunden auf dem Uhrturm.

Von der Piazza Libertà, durch die mit Fresken bemalten Arkaden, steigt man auf einen Hügel. Von hier aus, so will es die Legende, blickte Attila auf das brennende Aquileia. Auf dem Hügel erhebt sich das Schloss von Udine, ein eleganter Palast aus der Renaissance. Es ist  zwischen 1517 und 1595 enstanden. Es liegt wunderbar eingebettet im Grün der Hecken und Kletterpflanzen.

Cathedrale di Santa Maria
Cathedrale di Santa Maria

Kunstliebhaber wandeln auf den Spuren des Malers Giambattista Tiepolo. Zunächst geht es zum Dom, ein imposantes Bauwerk dessen ältester Teil aus dem Jahre 1335 stammt und in dessem barocken Innenraum wertvolle Werke des Künstlers gezeigt werden. Anschließend führt der Weg in das nahegelegene Oratorio della Purità mit dem Freskenbild L´Assunta, eines der Meisterwerke des Malers. Weiter geht es dann zum Palazzo Arcivescovile, der von Tiepolo von 1726 bis 1728 meisterhaft mit Fresken ausgemalt wurde. Letztendlich beschließt man den Rundgang im Festsalon des Parlamento della Patria del Friuli.

Schloß von Udine
Schloß von Udine

Wichtig ist auch die Piazza Matteotti. Von der Via Mercatovecchio, mit seinen Geschäften und Cafes unter den charakteristischen Arkaden, kommt man auf die Piazza Matteotti – San Giacomo. Hier finden wichtige Veranstaltungen statt, wie der Antiquitätenmarkt an jedem ersten Sonntag des Monats. Im Oktober gibt es den Friuli Doc, ein internationales Fest mit typischen Produkten aus der Region.

 

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