Foggia – Provinzhauptstadt
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Foggia, die lebendige Provinzhauptstadt im Norden Apuliens, überrascht mit Kultur, Geschichte und süditalienischem Flair. Die Stadt liegt im Zentrum der weiten Tavoliere delle Puglie, einer der größten Ebenen Italiens, und bildet seit Jahrhunderten einen wichtigen Mittelpunkt für Handel und Landwirtschaft. Wer Foggia besucht, entdeckt ein anderes Apulien als an den bekannten Küstenorten: urban, ursprünglich und geprägt vom Alltag seiner Bewohner.
Zwischen Geschichte und modernem Stadtleben
Die Ursprünge Foggias reichen bis ins Mittelalter zurück. Einen besonderen Aufschwung erlebte die Stadt unter Kaiser Friedrich II., der im 13. Jahrhundert hier eine prächtige Residenz errichten ließ. Von dem einst bedeutenden Palast sind heute nur noch wenige Spuren erhalten, doch die Erinnerung an den Stauferkaiser ist in Foggia bis heute lebendig. Er schätzte die Landschaft Nordapuliens und machte die Stadt zu einem wichtigen Zentrum seiner Herrschaft.
Das historische Herz Foggias lässt sich am besten bei einem Spaziergang erkunden. Zu den bedeutendsten Bauwerken gehört die Kathedrale Santa Maria Vergine Assunta in Cielo (auch Icona Vetere), deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Mehrfach durch Erdbeben beschädigt und anschließend wiederaufgebaut, vereint sie heute verschiedene architektonische Epochen. Rund um die Altstadt öffnen sich Plätze, kleine Straßen und belebte Einkaufsviertel, in denen sich das alltägliche Leben der Provinzhauptstadt beobachten lässt.

Die Cattedrale di Santa Maria Assunta in Cielo beeindruckt mit ihrer markanten Fassade im historischen Herzen von Foggia.
Ein beliebter Treffpunkt ist die Piazza Umberto Giordano, die dem in Foggia geborenen Komponisten gewidmet ist. Skulpturen erinnern hier an den berühmten Sohn der Stadt. Cafés, Geschäfte und Restaurants prägen das Zentrum und sorgen besonders am späten Nachmittag und Abend für eine lebendige Atmosphäre. Auch das Teatro Umberto Giordano gehört zu den kulturellen Wahrzeichen Foggias.
Hauptstadt einer fruchtbaren Landschaft
Foggia ist eng mit der Tavoliere verbunden. Die weite Ebene rund um die Stadt zählt zu den wichtigsten Agrargebieten Italiens. Getreidefelder, Olivenhaine, Weinberge und Gemüseanbau bestimmen das Landschaftsbild. Diese landwirtschaftliche Tradition spiegelt sich auch in der regionalen Küche wider. Typisch sind einfache, aromatische Gerichte mit Pasta, Gemüse, Hülsenfrüchten, Käse und hochwertigem Olivenöl.
Gleichzeitig ist Foggia ein idealer Ausgangspunkt, um den abwechslungsreichen Norden Apuliens kennenzulernen. Im Osten erhebt sich der Gargano mit seinen Wäldern, Steilküsten und langen Stränden, während im Westen die Monti Dauni eine überraschend grüne Hügellandschaft mit kleinen historischen Orten bieten. Auch bedeutende Ziele wie Lucera oder das für seine Wallfahrtsstätten bekannte San Giovanni Rotondo sind gut erreichbar.

Die Piazza Umberto Giordano erinnert mit eindrucksvollen Skulpturen an den berühmten Komponisten Foggias.
Auf der Piazza Umberto Giordano werden regelmäßig Musik-Festivals veranstaltet.Gerade diese Lage macht Foggia interessant: Die Stadt steht nicht nur für ihre eigene Geschichte, sondern bildet zugleich das Tor zu einer Region, in der sich Natur, Kultur und ursprüngliches süditalienisches Lebensgefühl auf besondere Weise miteinander verbinden.
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