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Rom – Monumento a Vittorio Emanuele II

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Rom und das Monumento a Vittorio Emanuele II erinnern monumental an Italiens Einigung und den ersten König des geeinten Landes. An der Piazza Venezia erhebt sich der gewaltige Bau aus hellem Marmor und prägt mit seinen Säulen, Freitreppen und Skulpturen das Stadtbild. Wegen seiner strahlend weißen Erscheinung wird das Monument von den Römern auch scherzhaft „Schreibmaschine“ oder „Hochzeitstorte“ genannt. Offiziell trägt es den Namen Vittoriano und gehört heute zu den bekanntesten Wahrzeichen der italienischen Hauptstadt.

Ein Denkmal für die Einheit Italiens

Errichtet wurde das Monument zu Ehren von Viktor Emanuel II., der 1861 zum ersten König des vereinigten Italien wurde. Nach seinem Tod im Jahr 1878 entstand die Idee eines großen Nationaldenkmals. Der Architekt Giuseppe Sacconi gewann den ausgeschriebenen Wettbewerb und entwarf eine monumentale Anlage, deren Bau 1885 begann. 1911 wurde das Vittoriano anlässlich des 50. Jahrestages der italienischen Einigung feierlich eingeweiht, obwohl die Arbeiten noch weitere Jahre andauerten.

Aus der Luft beeindruckt das Monumento a Vittorio Emanuele II mit seiner monumentalen Architektur im Herzen von Rom.

Aus der Luft beeindruckt das Monumento a Vittorio Emanuele II mit seiner monumentalen Architektur im Herzen von Rom.

Die Dimensionen des Bauwerks sind beeindruckend. Breite Treppen führen über mehrere Ebenen hinauf zu einer langen Säulenhalle, die von zwei mächtigen Quadrigen gekrönt wird. Im Zentrum steht das große Reiterstandbild Viktor Emanuels II. Der König blickt von seinem bronzenen Pferd über die Piazza Venezia, während zahlreiche Skulpturen und Reliefs auf die Geschichte und Ideale des geeinten Italien verweisen.

Bei Nacht erstrahlt das Monumento a Vittorio Emanuele II in hellem Licht und entfaltet im Zentrum Roms besondere Pracht.

Bei Nacht erstrahlt das Monumento a Vittorio Emanuele II in hellem Licht und entfaltet im Zentrum Roms besondere Pracht.

Der helle Botticino-Marmor aus der Lombardei hebt das Monument deutlich von den warmen Ocker- und Brauntönen vieler historischer Gebäude Roms ab. Genau dieser Kontrast sorgte seit seiner Entstehung immer wieder für Diskussionen. Heute ist das Vittoriano jedoch längst zu einem festen Bestandteil der Silhouette Roms geworden.

Das Monumento a Vittorio Emanuele II erinnert mit mächtigen Säulen und Freitreppen an die Einigung Italiens und seinen ersten König.

Das Monumento a Vittorio Emanuele II erinnert mit mächtigen Säulen und Freitreppen an die Einigung Italiens und seinen ersten König.

Symbol des italienischen Staates

Eine besondere Bedeutung erhielt das Monument nach dem Ersten Weltkrieg. Seit 1921 befindet sich hier das Grabmal des unbekannten Soldaten, der Milite Ignoto. Es erinnert an die gefallenen und vermissten italienischen Soldaten. Eine ewige Flamme brennt vor dem Grab, das von einer Ehrenwache bewacht wird. Dadurch entwickelte sich das Vittoriano zu einem zentralen Ort des nationalen Gedenkens.

Im Inneren befinden sich Ausstellungsräume und das Museo Centrale del Risorgimento, das sich mit der italienischen Einigungsbewegung und der Entstehung des modernen italienischen Staates beschäftigt. Historische Dokumente, Gemälde und Erinnerungsstücke erzählen von den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts.

 

Rom von oben erleben

Wegen seiner historischen Bedeutung bietet das Monument einen der eindrucksvollsten Aussichtspunkte im Zentrum Roms. Bereits von den großen Terrassen öffnen sich weite Blicke auf die Piazza Venezia, das Kapitol und die Dächer der Altstadt. Noch höher führt ein gläserner Aufzug zur Panoramaterrasse bei den Quadrigen.

Von dort reicht der Blick über das Forum Romanum bis zum Kolosseum, über die Kuppeln und Dächer der Stadt und bei klarer Sicht weit über das Zentrum hinaus. Besonders deutlich wird aus dieser Perspektive, wie eng die verschiedenen Epochen Roms nebeneinanderliegen.

Das Monumento a Vittorio Emanuele II verbindet damit nationale Geschichte, monumentale Architektur und ein außergewöhnliches Panorama. Ob man seine mächtige Erscheinung bewundert oder kritisch betrachtet – übersehen lässt sich das Vittoriano nicht. Es gehört untrennbar zum heutigen Rom und zur Geschichte des modernen Italien.

 

Titel: Lust auf Italien - Südtiroler Weinstrasse - Natur - Kultur - Wein
Lust auf Italien:
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