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Rom – Pantheon

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Rom und das Pantheon erzählen von fast zwei Jahrtausenden Baukunst, Glauben und Geschichte unter einer einzigartigen Kuppel. Kaum ein anderes Bauwerk der Antike hat die Jahrhunderte so eindrucksvoll überstanden. Im Herzen der Altstadt, an der Piazza della Rotonda, erhebt sich der mächtige Tempelbau mit seiner klassischen Säulenfront. Von außen wirkt das Pantheon beinahe streng, doch wer den Innenraum betritt, erlebt eine Architektur, die bis heute durch ihre Harmonie und ihre gewaltigen Dimensionen fasziniert.

Meisterwerk der römischen Antike

Die Ursprünge des Pantheons reichen bis in die Zeit des Kaisers Augustus zurück. Marcus Agrippa ließ hier um 27 vor Christus einen ersten Tempel errichten. Nach mehreren Bränden entstand unter Kaiser Hadrian im frühen 2. Jahrhundert nach Christus jener Bau, der im Wesentlichen bis heute erhalten ist. Die berühmte Inschrift auf der Vorderseite erinnert dennoch weiterhin an Agrippa.

Die monumentale Außenansicht des Pantheons beeindruckt mit mächtigen Säulen und einer fast 2000 Jahre alten Fassade.

Die monumentale Außenansicht des Pantheons beeindruckt mit mächtigen Säulen und einer fast 2000 Jahre alten Fassade.

Hinter der monumentalen Vorhalle mit ihren mächtigen Granitsäulen öffnet sich ein vollkommen anderer Raum. Die kreisrunde Rotunde wird von einer gewaltigen Kuppel überspannt, deren Innendurchmesser und Höhe jeweils rund 43 Meter betragen. Damit entsteht eine nahezu perfekte geometrische Form: Gedanklich ließe sich eine Kugel exakt in den Innenraum einfügen.

Pantheon Fliestext_01

Das Pantheon hat kein Fenster. Licht kommt einzig durch das „Oculus“, eine Öffnung ganz oben in der Kuppel.

Besonders beeindruckend ist der Oculus im Zentrum der Kuppel. Die rund neun Meter große Öffnung ist die einzige natürliche Lichtquelle im oberen Bereich und verbindet den Innenraum unmittelbar mit dem Himmel. Je nach Tageszeit wandert ein heller Lichtkegel über Wände, Nischen und Marmorboden. Auch Regen kann durch den Oculus ins Pantheon gelangen. Ein ausgeklügeltes Entwässerungssystem im Boden führt das Wasser wieder ab.

Aus der Luft zeigt sich das Pantheon mit seiner gewaltigen Kuppel, eingebettet in das dichte Häu-sermeer der Altstadt.

Aus der Luft zeigt sich das Pantheon mit seiner gewaltigen Kuppel, eingebettet in das dichte Häu-sermeer der Altstadt.

Vom antiken Tempel zur Kirche

Dass das Pantheon außergewöhnlich gut erhalten blieb, hängt wesentlich mit seiner späteren Nutzung zusammen. Im Jahr 609 wurde der antike Bau zur christlichen Kirche geweiht und trägt seither den Namen Santa Maria ad Martyres. Dadurch entging er weitgehend dem Schicksal vieler anderer römischer Monumente, die über Jahrhunderte als Steinbruch für neue Gebäude dienten.

Die Piazza della Rotonda mit ihrem Obelisken öffnet den Blick auf die mächtige Säulenfassade des Pantheons in Rom.

Die Piazza della Rotonda mit ihrem Obelisken öffnet den Blick auf die mächtige Säulenfassade des Pantheons in Rom.

Im Inneren treffen deshalb verschiedene Epochen aufeinander. Antike Architektur, christliche Altäre, Skulpturen und Grabmäler bilden ein ungewöhnliches Ensemble. Zu den berühmtesten Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte fanden, gehört der Renaissancekünstler Raffael. Auch die italienischen Könige Viktor Emanuel II. und Umberto I. sind im Pantheon bestattet.

Ein Raum, der seine Wirkung nicht verliert

Trotz seiner monumentalen Größe besitzt der Innenraum eine erstaunliche Ruhe. Die Kassettierung der Kuppel lässt die schwere Betonkonstruktion leichter erscheinen und verstärkt zugleich ihre räumliche Tiefe. Bis heute gilt sie als größte unbewehrte Betonkuppel der Welt und als technische Meisterleistung der Antike.

Vor dem Pantheon zeigt sich Rom von seiner lebhaften Seite. Cafés und Restaurants säumen die Piazza della Rotonda, in deren Mitte ein Brunnen mit ägyptischem Obelisken steht. Straßenmusiker, Besucher und Einheimische bestimmen das Bild. Besonders am Abend, wenn die Fassade beleuchtet wird und sich das Leben auf dem Platz fortsetzt, entfaltet der Ort eine besondere Atmosphäre. Das Pantheon ist damit weit mehr als ein außergewöhnlich gut erhaltenes Monument: Es verbindet das antike Rom auf eindrucksvolle Weise mit dem Leben der heutigen Stadt.

Titel: Lust auf Italien - Südtiroler Weinstrasse - Natur - Kultur - Wein
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