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Kampanien Reise

Die Tempel von Paestum

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Die Tempel Paestums Beitragsbild

Weit über die Grenzen Italiens hinaus kennt man die antiken Tempel von Paestum, ein wahrer Besuchermagnet. Bei einem Rundgang um die Tempel kann man die Wohnflächen erkennen. Kunstvolle Mosaike zieren noch immer die Böden einiger Häuser und die griechischen Mauern.

Die Tempel von Paestum – Ruinen voller Geschichte

Der älteste Tempel der Hera, die so genannte Basilika wurde um 560 v.Chr. begonnen. Er gehört zur ersten Generation der großen griechischen Steintempel und ist der einzige, der so gut erhalten ist. Wie für alte Holzarchitekturen üblich, ist der Innenraum durch eine Reihe von Mittelsäulen geteilt. Der Grundriss ist noch nicht kanonisch und es gibt auch keine Giebel. Lange Zeit war unklar, wofür das Gebäude diente, weshalb man es „die Basilika“ nannte.

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Der Tempel der Hera, die so genannte Basilika, ist der am besten erhaltene Tempel von Paestum.

Der Tempel der Athene (oder „der Cerere“) liegt am höchsten Punkt der Stadt, nördlich der öffentlichen Plätze gelegen. Hier dominiert der Tempel der Göttin des Handwerks und Kriegerin Athene das Gebiet. Dieser ist der einzige, dessen Göttlichkeit wir mit Sicherheit kennen.  Bereits die ersten Siedler bauten hier ein kleines Gebäude für die Göttin (sog. “Oikos”). Um 500 v. Chr. wurde ein monumentaler Tempel gebaut, der bis zum Dachstuhl erhalten geblieben ist.

Der Tempel Neptuns, ist der größte und besterhaltene Tempel in Paestum. Ob er tatsächlich Neptun gewidmet war, ist fraglich. Im 18. Jahrhundert nahm man an, dass der größte Tempel der Stadt der von Poseidon, also Neptun, sein müsste. Er war ja der Gott, welcher der griechischen Stadt ihren Namen gegeben hatte. Der Tempel könnte aber auch der Hauptgottheit der Stadt, Hera, gewidmet sein. Erbaut in der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr., stellt er die klassische Deklination der griechischen Tempelarchitektur dar.

Die Tempel von Paestum wurden in der Spätantike und im frühen Mittelalter von griechischen und römischen in christliche Kultstätten umgewandelt. Als die Bevölkerung im Mittelalter das Gelände verließ und sich in die Berge des Landesinneren zurückzog, wurden auch die Tempel verlassen. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts kommt es zu einer “Wiederentdeckung” der Gebäude dank der Werke von Künstlern und Reisenden. Dekadente und gleichzeitig beeindruckende Bilder der Tempel wurden verbreitet, auch Goethe beschrieb im März 1787 in seiner „Reise nach Italien“ die wunderbaren Bauten. Die Faszination dieser geschichtsträchtigen Orte hält bis heute an und lockt immer mehr Touristen in diesen geschichtsträchtigen Teil Kampaniens.

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