Meran – Kurhaus
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Meran und das Kurhaus prägen bis heute das elegante Stadtbild und erzählen von der glanzvollen Kurtradition Südtirols. Mitten an der Passerpromenade erhebt sich das Kurhaus als eines der bekanntesten Bauwerke Merans und zählt zu den schönsten historischen Veranstaltungsgebäuden im gesamten Alpenraum. Seine eindrucksvolle Architektur verbindet zwei Epochen miteinander: den ursprünglichen Gebäudeteil aus dem Jahr 1874 und den großzügigen Erweiterungsbau, der zwischen 1912 und 1914 entstand. Gemeinsam bilden sie ein harmonisches Ensemble, das bis heute den mondänen Charakter der Kurstadt widerspiegelt.

Außenansicht des prachtvollen Kurhauses in Meran – Wahrzeichen der Kurstadt und Meisterwerk des Jugendstils.
Meran – Kurhaus: Geschichte und Entstehung
Als das erste Kurhaus im 19. Jahrhundert seine Türen öffnete, galt es als gesellschaftlicher Mittelpunkt Merans. Im Licht von zwölf Gaslaternen wurde der elegante Bau feierlich eingeweiht. Besonders der Pavillon des Fleurs blieb nahezu unverändert erhalten und vermittelt bis heute einen authentischen Eindruck jener Zeit, als europäische Adelige, Künstler und wohlhabende Kurgäste nach Meran reisten, um Erholung und gesellschaftliches Leben miteinander zu verbinden.
Das Kurhaus war weit mehr als ein repräsentatives Gebäude. Es diente als Treffpunkt für die internationale Gesellschaft und bot seinen Gästen zahlreiche Möglichkeiten, den Aufenthalt abwechslungsreich zu gestalten. Rauch- und Spielzimmer, Lese- und Konversationsräume mit Zeitungen aus vielen europäischen Ländern sowie ein eleganter Damensalon gehörten ebenso zur Ausstattung wie ein großer Ball- und Konzertsaal, der für Konzerte, Tanzveranstaltungen und Theateraufführungen genutzt wurde.
Hier traf man sich zum Austausch, knüpfte Kontakte und genoss das kulturelle Leben, das Meran weit über die Grenzen Südtirols hinaus bekannt machte.
Auch die Geschichte des Glücksspiels ist eng mit dem Kurhaus verbunden. Zunächst organisierten exklusive Herrenclubs private Spielrunden, später zog ein offizielles Spielcasino in das Gebäude ein und setzte diese Tradition fort. Ein weiterer Meilenstein folgte im Jahr 1898, als entlang der Promenade erstmals elektrisches Licht erstrahlte. Für Einwohner und Gäste war die neue Beleuchtung ein technisches Wunder und unterstrich den Ruf Merans als moderne und fortschrittliche Kurstadt.
Meran – Kurhaus: Kultur- und Veranstaltungszentrum
Sein heutiges Erscheinungsbild verdankt das Kurhaus vor allem dem Erweiterungsbau des Wiener Architekten Friedrich Ohmann, einem bedeutenden Vertreter der Wiener Secession. Mit der Wiedereröffnung Ende 1914 erhielt Meran ein architektonisches Meisterwerk des Jugendstils. Das großzügige Foyer, die prachtvolle Freitreppe und die umlaufende Galerie führen in den imposanten Kurhaussaal, dessen hervorragende Akustik bis heute internationale Orchester, Solisten und Ensembles begeistert.
Die markante Säulenfront mit den tanzenden Figuren verleiht dem Gebäude eine unverwechselbare Eleganz und macht das Kurhaus zu einem der schönsten Wahrzeichen Merans. Noch immer ist es ein lebendiger Ort für Konzerte, Kongresse, Bälle und kulturelle Veranstaltungen und verbindet auf eindrucksvolle Weise historische Atmosphäre mit modernem Veranstaltungsbetrieb.
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