Vatikan – Petersdom
Teilen
Der Vatikan besitzt mit dem Petersdom eines der bedeutendsten Gotteshäuser der Welt und ein Meisterwerk europäischer Baukunst. Die Basilica di San Pietro ist das weithin sichtbare Zentrum der Vatikanstadt und eines der wichtigsten Heiligtümer der katholischen Kirche. Der Überlieferung zufolge wurde der Apostel Petrus nach seinem Martyrium in Rom an dieser Stelle bestattet. Bereits im 4. Jahrhundert ließ Kaiser Konstantin über dem vermuteten Grab eine große Basilika errichten. Mehr als tausend Jahre später war der alte Bau so baufällig geworden, dass Papst Julius II. 1506 den Grundstein für einen vollständigen Neubau legte.

Die imposante Außenansicht des Petersdoms beeindruckt mit monumentaler Fassade, mächtigen Säulen und großer Eleganz.
An dem gewaltigen Projekt wirkten einige der bedeutendsten Künstler und Architekten ihrer Zeit mit. Donato Bramante entwickelte erste Pläne, später übernahmen unter anderem Raffael, Antonio da Sangallo der Jüngere und Michelangelo die Bauleitung. Carlo Maderno vollendete schließlich das Langhaus und gestaltete die monumentale Fassade. 1626, genau 1.300 Jahre nach der Weihe der konstantinischen Basilika, wurde der neue Petersdom von Papst Urban VIII. geweiht.

Im Inneren beeindrucken prachtvolle Wände und reich verzierte Decken mit Marmor, Mosaiken und kunstvollen Details.
Schon die Dimensionen des Bauwerks sind außergewöhnlich. Die Basilika ist rund 218 Meter lang und umfasst eine Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern. In ihrem Inneren finden Zehntausende Menschen Platz. Monumentale Pfeiler, kostbarer Marmor, prachtvolle Altäre, Mosaiken und Skulpturen schaffen einen Kirchenraum, dessen Größe sich erst beim Rundgang vollständig erschließt.
Michelangelo, Bernini und große Kunst
Zu den berühmtesten Kunstwerken gehört Michelangelos „Pietà“. Der Künstler schuf die Marmorskulptur um 1498/99 noch als junger Mann. Maria hält darin den vom Kreuz genommenen Christus auf ihrem Schoß. Die außergewöhnlich fein gearbeitete Gruppe zählt heute zu den bekanntesten Werken der Renaissance und befindet sich in einer Seitenkapelle nahe dem Eingang.
Im Zentrum des Petersdoms erhebt sich über dem Papstaltar Berninis monumentaler Bronzebaldachin. Das fast 30 Meter hohe Werk mit seinen gedrehten Säulen entstand im 17. Jahrhundert und markiert den Bereich über dem Petrusgrab. Direkt darunter liegt die Confessio mit dem Zugang zur Grabstätte des Apostels. Der Papstaltar besitzt damit eine besondere symbolische Bedeutung für die gesamte Basilika.
Bernini prägte auch den hinteren Bereich des Mittelschiffs. Dort befindet sich die monumentale „Cathedra Petri“, ein eindrucksvolles barockes Gesamtkunstwerk. Die bronzene Throninszenierung wird von Figuren der Kirchenlehrer getragen und von einem leuchtenden Alabasterfenster mit der Darstellung des Heiligen Geistes überstrahlt.
Gräber der Päpste und Zentrum des Glaubens
Unterhalb des Kirchenraums liegen die Vatikanischen Grotten. Hier befinden sich zahlreiche Papstgräber sowie Überreste der früheren konstantinischen Basilika. Noch tiefer erstreckt sich die antike Nekropole, in deren Bereich das Grab des Apostels Petrus verehrt wird.
Der Petersdom ist jedoch weit mehr als ein kunsthistorisches Monument. Bis heute bildet er die Kulisse für bedeutende Gottesdienste und Feierlichkeiten der katholischen Kirche. Pilger aus aller Welt kommen hierher, während Kunst- und Architekturfreunde die Werke großer Meister bewundern.
Gerade diese Verbindung aus Glauben, Geschichte und außergewöhnlicher Kunst macht den Petersdom einzigartig. Seit Jahrhunderten ist er das weithin sichtbare Herz des Vatikans und einer der eindrucksvollsten Sakralbauten der Welt.
Südtiroler Weinstrasse
Eppan · Terlan · Kaltern · Tramin· Südtirols Süden · Bozen























