Vatikan – Petersdom Kuppel
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Der Vatikan besitzt mit der Kuppel des Petersdom eines seiner großen Wahrzeichen, das weithin sichtbar über Rom emporragt. Die gewaltige Kuppel, von den Römern liebevoll „Cupolone“ genannt, prägt die Silhouette des Vatikans wie kein anderes Bauwerk. Ihr Entwurf ist vor allem mit Michelangelo Buonarroti verbunden, der 1546 die Leitung der Arbeiten am Petersdom übernahm. Er entwickelte die bereits vorhandenen Planungen weiter und schuf die Grundlage für jene monumentale Form, die bis heute das Stadtbild Roms bestimmt.
Als Michelangelo 1564 starb, war die Kuppel allerdings noch nicht vollendet. Die Arbeiten wurden später unter Papst Sixtus V. von Giacomo della Porta und Domenico Fontana fortgeführt. 1590 war das Kuppelgewölbe fertiggestellt, 1593 folgten die große vergoldete Bronzekugel und das Kreuz an der Spitze. Damit war eines der ambitioniertesten Architekturprojekte der Renaissance vollendet.
Die Dimensionen sind bis heute beeindruckend. Der innere Durchmesser beträgt rund 41,5 Meter, der äußere fast 59 Meter. Vom Straßenniveau bis zur Spitze des Kreuzes erreicht die Konstruktion eine Höhe von 133,30 Metern. Ihr Gesamtgewicht wird mit rund 14.000 Tonnen angegeben. Die Kuppel besitzt eine doppelte Schale: Die innere übernimmt eine tragende Funktion, während die mit Bleiplatten bedeckte äußere Schale zusätzlichen Schutz bietet.

Bei Nacht erstrahlt die beleuchtete Kuppel des Petersdoms weithin sichtbar über den Dächern Roms.
Aufstieg zwischen den beiden Kuppelschalen
Besonders eindrucksvoll lässt sich die Architektur beim Aufstieg erleben. Der Weg führt zwischen den beiden Kuppelschalen nach oben. Dabei wird unmittelbar sichtbar, welche gewaltigen Dimensionen sich hinter der eleganten äußeren Form verbergen. Insgesamt führen 537 Stufen bis hinauf zur Spitze der Kuppel.

Von innen beeindruckt die Kuppel des Petersdoms mit monumentalen Mosaiken und gewaltigen Dimensionen.
Ein wichtiger Zwischenstopp liegt im Bereich des Kuppelansatzes. Von hier eröffnet sich aus großer Höhe ein außergewöhnlicher Blick in das Innere. Die gewaltigen Mosaiken erscheinen aus der Nähe in ganz anderen Dimensionen als vom Boden aus. Der weitere Aufstieg wird zunehmend schmaler und steiler. Die Wände folgen der Rundung der Kuppel, sodass der Weg selbst zu einem besonderen Erlebnis wird.
Ganz oben angekommen, öffnet sich schließlich eines der schönsten Panoramen Roms. Direkt unterhalb liegen der Petersplatz und die Kolonnaden Berninis. Der Blick reicht über die Vatikanischen Gärten, die Dächer des historischen Zentrums und weit hinaus über die italienische Hauptstadt.

Prachtvolle Mosaiken und die enorme Höhe machen den Blick in die Kuppel zu einem besonderen Erlebnis.
Ein Wahrzeichen über Rom
Die Laterne bildet den architektonischen Abschluss der Kuppel. Über ihr befinden sich die große Bronzekugel und das 3,33 Meter hohe Kreuz. Allein die Kugel besitzt einen Durchmesser von 2,50 Metern und wiegt mehr als 1,8 Tonnen.
Aus der Ferne wirkt die Kuppel dennoch erstaunlich leicht und harmonisch. Je nach Standort taucht sie immer wieder zwischen Häuserzeilen und über den Dächern Roms auf. Besonders eindrucksvoll ist ihre Wirkung vom Petersplatz und von den erhöhten Aussichtspunkten der Stadt. Michelangelos Entwurf wurde damit nicht nur zu einer architektonischen Meisterleistung der Renaissance, sondern zu einem unverwechselbaren Symbol des Vatikans und Roms.
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