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Perugia Reise Umbrien

Deruta

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Deruta Beitragsbild

Der Name des südöstlich von Perugia gelegenen, von Olivenhainen umgebenen Ortes Deruta kommt von „Diruta“, was so viel heißt wie „ruiniert“. Er bezieht sich auf das Jahr 40 v.Chr., als Kaiser Ottaviano Perugia niederbrennen ließ und die vom Feuer flüchtenden Einwohner Perugias sich auf diesem Hügel niederließen. Deruta gehört ebenfalls zu den schönsten Dörfern in Italien (I Borghi più belli d’Italia).

Deruta – die Keramikstadt

Seitdem ist viel geschehen im Ort. Das Vorhandensein von Tonerde in der Umgebung war der Grundstein des kommerziellen und handwerklichen Lebens des Ortes. Jahrhundertelang haben die begabten Vasai, so nennt man die Handwerker, die mit Keramik arbeiten, ihre Familien mit ihren Werken ernähren können. Was einstmals mit Gebrauchsgegenständen und Amphoren begann, entwickelte sich bald weiter. Auch heute noch findet man viele Familien, in denen vom Großvater bis zur jetzigen Generation alle im Familienbetrieb arbeiten. Inzwischen hat sich die Produktion von bemalten Keramiktellern und Vasen eher auf emailierte Vulkangesteintische für den Außenbereich, wunderschöne Waschbecken und ähnliches verlagert. Diese Kunstwerke sehen Sie, wenn sie durch den neuen Stadtteil, entlang der Superstrada E45 fahren.

Deruta Fliestext 01

Deruta liegt in der geografischen Mitte Umbriens uns ist bekannt als Zentrum der Keramikmalerei.

Durch das antike Tor Porta di San Michele kommen sie, oben am Hügel, ins historische Zentrum. Allerdings zu Fuß, das Auto bleibt am Parkplatz. Kunstvoll dekorierte Keramikteller zieren die Vitrinen der kleinen, heimeligen Geschäfte. Der vieleckige Brunnen aus dem Jahr 1848 auf der Piazza dei Consoli gibt dem Platz ein gewisses Flair. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Der sich hier befindliche Palazzo Municipale ist heute Rathaus und Sitz der Pinacoteca, des Gemeindemusems.

Interessant ist auch das sehr gut bestückte Keramikmuseum, das sich gleich um die Ecke, im ehemaligen Kloster, dem Convento di San Francesco befindet. Unter den hier zu sehenden Werken finden sich neben den klassischen Blumen-, Blätter- und Obstmotiven auch zahlreiche kunsthistorisch kostbare Ausstellungsstücke. So begeistern mich immer wieder die Portraits und Szenen aus dem religiösen und weltlichen Leben, die im 15. Jahrhundert gekonnt dargestellt wurden.

     

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