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Rom – Piazza della Minerva

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Rom und die Piazza della Minerva überraschen mit Berninis Elefanten, einem antiken Obelisken und jahrhundertealter Geschichte. Nur wenige Schritte vom Pantheon und der belebten Piazza della Rotonda entfernt liegt dieser vergleichsweise kleine Platz im historischen Zentrum. Seine besondere Atmosphäre entsteht durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Epochen: Antike Spuren treffen auf mittelalterliche und barocke Architektur, während im Zentrum eines der ungewöhnlichsten Denkmäler Roms alle Blicke auf sich zieht.

Nur wenige Schritte vom Pantheon entfernt verbindet die Piazza della Minerva antike Spuren mit barocker Kunst und Geschichte.

Nur wenige Schritte vom Pantheon entfernt verbindet die Piazza della Minerva antike Spuren mit barocker Kunst und Geschichte.

Ein Elefant trägt den Obelisken

Das Wahrzeichen der Piazza della Minerva ist der Elefant mit dem ägyptischen Obelisken. Das Monument entstand im 17. Jahrhundert nach einem Entwurf von Gian Lorenzo Bernini. Ausgeführt wurde die Elefantenfigur von seinem Schüler Ercole Ferrata und 1667 auf dem Platz aufgestellt.

Auf dem Rücken des marmornen Tieres erhebt sich ein kleiner antiker Obelisk aus rotem Granit. Er stammt ursprünglich aus Ägypten und wurde vermutlich im 1. Jahrhundert nach Christus nach Rom gebracht. Gefunden wurde er 1665 in der Nähe der Kirche Santa Maria sopra Minerva. Einst gehörte er zu einem Heiligtum der ägyptischen Göttin Isis, das sich in diesem Teil der antiken Stadt befand.

Die Kirche Santa Maria sopra Minerva prägt die Piazza und überrascht hinter schlichter Fassade mit prachtvollem Innenraum.

Die Kirche Santa Maria sopra Minerva prägt die Piazza und überrascht hinter schlichter Fassade mit prachtvollem Innenraum.

Berninis ungewöhnliche Kombination aus Elefant und Obelisk sollte Stärke und Weisheit symbolisieren. Der Elefant wirkt trotz seiner schweren Last beinahe verspielt. Die Römer gaben ihm den liebevollen Spitznamen „Pulcino della Minerva“, das Küken der Minerva.

Auf den Spuren der Antike

Auch der Name des Platzes verweist auf die Vergangenheit. Lange nahm man an, dass die benachbarte Kirche Santa Maria sopra Minerva über einem antiken Minervatempel errichtet worden sei. Tatsächlich befanden sich in diesem Gebiet mehrere Heiligtümer, darunter Anlagen zu Ehren der ägyptischen Gottheiten Isis und Serapis.

Die Kirche selbst bildet die prägende Kulisse der Piazza. Hinter ihrer eher schlichten Fassade verbirgt sich einer der bemerkenswertesten gotischen Kirchenräume Roms. Ihre Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück und ist eng mit dem Dominikanerorden verbunden.

Historische Fassaden und Berninis berühmter Elefant verleihen der Piazza della Minerva ihren ganz besonderen römischen Charme.

Historische Fassaden und Berninis berühmter Elefant verleihen der Piazza della Minerva ihren ganz besonderen römischen Charme.

Gegenüber steht der Palazzo della Minerva, dessen heutige Gestalt vor allem auf Veränderungen des 17. und 18. Jahrhunderts zurückgeht. Gemeinsam mit den umliegenden Fassaden rahmt er den kleinen Platz ein und unterstreicht dessen fast intime Wirkung.

Kleiner Platz mit großer Geschichte

Die Piazza della Minerva liegt an einem der meistbesuchten Bereiche der römischen Altstadt und wird dennoch häufig nur auf dem Weg zum Pantheon passiert. Dabei lohnt es sich, einen Moment vor Berninis Elefanten zu verweilen. Gerade aus der Nähe werden die liebevollen Details der Skulptur sichtbar.

Von hier sind es nur wenige Schritte zur Piazza della Rotonda, zum Pantheon und weiter zur Piazza Navona. Damit lässt sich die Piazza ideal in einen Spaziergang durch das historische Zentrum einbinden.

Ihre besondere Wirkung verdankt sie nicht monumentalen Dimensionen, sondern der ungewöhnlichen Mischung aus Kunst und Geschichte. Ein ägyptischer Obelisk, Berninis barocker Humor und die historischen Fassaden erzählen auf engstem Raum von den vielen kulturellen Schichten Roms – und machen die Piazza della Minerva zu einem kleinen, aber unverwechselbaren Platz der Ewigen Stadt.

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