Das Valle di Primiero im östlichen Trentino verbindet alpine Landschaft, gewachsene Dörfer und die Nähe zu den Dolomiten. Eingebettet zwischen den Pale di San Martino und den sanfteren Formen der Lagorai-Kette erstreckt sich das Valle di Primiero als abgeschlossener, zugleich offener Talraum. Wälder, Wiesen und Gebirgsbäche prägen das Landschaftsbild und schaffen eine harmonische Verbindung zwischen Natur und Siedlungen. Anders als stark touristisch verdichtete Regionen bewahrte sich das Tal lange einen eigenständigen Rhythmus, der bis heute spürbar ist.
Historisch war das Valle di Primiero von Bergbau, Landwirtschaft und regionalem Handel geprägt. Orte wie Fiera di Primiero entwickelten sich früh zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zentren, während San Martino di Castrozza als alpiner Kur- und Bergsportort eine eigene Rolle einnahm. Diese Vielfalt prägt das Tal bis heute und verleiht ihm Struktur.
Natur spielt im Valle di Primiero eine zentrale Rolle. Große Teile des Tals liegen im oder am Rand des Parco Naturale Paneveggio – Pale di San Martino. Wandern, Bergsport und sanfter Tourismus ergänzen den Alltag, ohne ihn zu dominieren. So zeigt sich das Valle di Primiero als Region, die ihre Identität aus Landschaft, Geschichte und gelebter Gemeinschaft bezieht.