Passo Rolle
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Der Passo Rolle verbindet das Valle di Primiero mit dem Val du Fiemme und öffnet eine eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft. Der Passo Rolle liegt auf rund 1.984 Metern Höhe zwischen dem Valle di Primiero und dem Val di Fiemme und bildet einen markanten Übergang zwischen zwei sehr unterschiedlichen Talräumen.
Die Straße erreicht hier eine offene Hochfläche, die von mächtigen Gipfeln eingerahmt wird. Besonders prägend ist der unmittelbare Blick auf die Pale di San Martino, deren Felswände und Türme dem Pass eine fast monumentale Kulisse verleihen. Gleichzeitig öffnet sich nach Norden der Blick zum Lagorai-Gebirge, was den Rollepass zu einem landschaftlichen Schnittpunkt zweier alpiner Welten macht.

Der Passo Rolle liegt hoch zwischen Dolomiten und Lagorai und beeindruckt mit Weite, Licht und alpiner Ruhe.
Historische Bedeutung des Übergangs
Schon früh diente der Passo Rolle als Verbindung zwischen den Tälern. Zwar spielte er nie die Rolle eines großen Handelsübergangs wie andere Alpenpässe, doch war er stets wichtig für den regionalen Austausch von Menschen, Vieh und Waren. Hirten, Händler und Reisende nutzten den Pass, um zwischen dem Primiero und dem Fleimstal zu wechseln. Diese Funktion als Übergang prägt den Ort bis heute und verleiht ihm eine besondere Offenheit und Weite.
Landschaft und Naturraum
Die Landschaft rund um den Passo Rolle ist von Hochalmen, weiten Wiesen und felsigen Erhebungen geprägt. Anders als in engen Passlagen öffnet sich hier ein großzügiger Raum, der Ruhe und Übersicht vermittelt. Die Nähe zum Parco Naturale Paneveggio – Pale di San Martino macht den Rollepass zu einem sensiblen Naturraum, in dem alpine Flora und Fauna besondere Bedingungen finden. Lärchen, alpine Gräser und Blumen prägen das Bild im Sommer, während im Winter Schnee und Wind die Landschaft formen.

Die Chiesetta di Passo Rolle steht still auf der Hochfläche und verbindet alpine Landschaft mit schlichter spiritueller Präsenz.
Rollepass und Bergsport
Der Passo Rolle ist eng mit dem Bergsport verbunden. Im Sommer ist er Ausgangspunkt für Wanderungen, Klettertouren und Hochtouren in den Pale di San Martino sowie in den angrenzenden Lagorai-Bergen. Die Wege führen durch unterschiedliche Höhenstufen und bieten eindrucksvolle Einblicke in die alpine Landschaft. Im Winter verwandelt sich der Rollepass in ein Skigebiet mit überschaubarer Struktur, das vor allem für seine landschaftliche Lage geschätzt wird. Langlauf, Skitouren und Schneeschuhwanderungen ergänzen das Angebot.
Atmosphäre und Wahrnehmung
Trotz seiner Erreichbarkeit bewahrt der Passo Rolle eine besondere Ruhe. Abseits der Hauptverkehrszeiten wirkt der Pass weit und still, fast entrückt vom Alltag der Täler. Das Licht verändert sich hier schnell, Wolken ziehen tief über die Hochfläche, und die Berge scheinen zum Greifen nah. Diese Atmosphäre macht den Rollepass nicht nur zu einem Durchgangsort, sondern zu einem Ort des Verweilens und Wahrnehmens.






















