Laghi di Colbricon
Teilen
Die Seen von Colbricon liegen eingebettet in eine stille Hochgebirgslandschaft und zählen zu den eindrucksvollsten Naturorten. Die Seen befinden sich auf rund 1.900 Metern Höhe im östlichen Trentino, unweit des Rollepasses, innerhalb des Parco Naturale Paneveggio – Pale di San Martino.
Sie liegen in einer weiten, sanft modellierten Hochfläche, die von Lärchenwäldern, alpinen Wiesen und markanten Gipfeln umgeben ist. Anders als viele schroff eingebettete Bergseen wirken die Colbricon-Seen offen und harmonisch in die Landschaft eingebunden. Der Blick schweift über Wasserflächen, Almen und Bergketten, wodurch ein Gefühl von Weite und Ruhe entsteht.
Herrlicher Blick auf die beiden Colbricon-Seen, eingebettet in eine weite Hochalmlandschaft mit stiller alpiner Atmosphäre.
Die beiden Seen
Die Region umfasst zwei Seen, den Lago di Colbricon Grande und den etwas höher gelegenen Lago di Colbricon Piccolo. Beide liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und unterscheiden sich dennoch in Charakter und Stimmung. Der größere See öffnet sich weit in die Landschaft und spiegelt Himmel und umliegende Berge, während der kleinere See geschützter wirkt und von dichterer Vegetation eingerahmt ist. Gemeinsam bilden sie ein stimmiges Ensemble, das durch seine Natürlichkeit und Ausgewogenheit besticht.
Naturraum und ökologische Bedeutung
Die Seen von Colbricon liegen in einem sensiblen alpinen Ökosystem. Umgeben von Feuchtwiesen, Moorflächen und lichten Lärchenbeständen bieten sie Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Die Uferzonen sind besonders artenreich und verändern sich im Jahresverlauf sichtbar. Im Sommer prägen alpine Blumen und Gräser das Bild, während im Herbst die Lärchen die Landschaft in warme Goldtöne tauchen. Die klare Wasserqualität und die ruhige Lage machen die Seen zu wichtigen Rückzugsorten für Amphibien, Insekten und Vogelarten.
Laghi di Colbricon sind ein herrliches Ausflugsziel mit stillen Seen, weiten Almen und beeindruckender Bergkulisse.
Geologie und Landschaftsform
Geologisch gehören die Colbricon-Seen zu einer Übergangszone zwischen Dolomitengestein und vulkanisch geprägten Bereichen. Diese Mischung erklärt die sanfteren Geländeformen im Vergleich zu den schroffen Dolomitenwänden der Pale di San Martino, die dennoch als imposante Kulisse präsent sind. Die Landschaft wirkt weniger dramatisch, dafür ausgewogen und weitläufig, was den Seen ihren besonderen Reiz verleiht. Sie sind Teil einer Hochfläche, die während der letzten Eiszeiten geformt wurde und bis heute ihre klare Struktur bewahrt hat.
Erleben und Wahrnehmung
Die Seen von Colbricon sind leicht erreichbar und dennoch frei von urbaner Hektik. Spaziergänge und einfache Wanderungen führen durch eine Landschaft, die zum Verweilen einlädt. Die Nähe zum Rollepass macht den Ort zugänglich, ohne ihm seine Ruhe zu nehmen. Besonders in den frühen Morgenstunden oder am Abend entfalten die Seen ihre ganze Wirkung, wenn sich Licht, Wasser und Berge zu einer stillen Szenerie verbinden. Hier steht nicht das spektakuläre Erlebnis im Vordergrund, sondern das bewusste Wahrnehmen von Natur.
Bedeutung innerhalb des Naturparks
Innerhalb des Parco Naturale Paneveggio – Pale di San Martino nehmen die Laghi di Colbricon eine besondere Stellung ein. Sie repräsentieren jene sanfte Seite des Hochgebirges, in der Wasser, Wiesen und Wälder eine Einheit bilden. Als Naturraum, Erholungsgebiet und landschaftliches Symbol stehen die Seen für den behutsamen Umgang mit alpiner Umwelt. Sie zeigen, dass alpine Schönheit nicht nur in schroffen Gipfeln liegt, sondern ebenso in stillen, ausgewogenen Landschaften, die ihre Wirkung aus Ruhe und Klarheit schöpfen.






















