Belluneser Dolomiten
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Die Belluneser Dolomiten erstrecken sich als spektakulärer Teil der Dolomiten zwischen Veneto und dem weiten Alpenraum. Die Belluneser Dolomiten bilden jenen Teil der Dolomiten, der sich in der Provinz Belluno entfaltet und zugleich an die historischen Täler Venetos grenzt. In dieser Landschaft treffen steile Felswände, Grate und Cime auf bewaldete Hänge und tiefe Schluchten.
Die Region ist dünn besiedelt, doch in ihren Tälern finden sich alte Dörfer, verstreute Höfe und Zeugen vergangener Zeiten. Touristen und Naturfreundinnen erleben hier eine beeindruckende Vielfalt: von Bergsteigen bis zu gemütlichen Höhenwegen, von klaren Felsketten bis zu lichten Almflächen. Die Belluneser Dolomiten wirken wie ein steinernes Herz, das die Schönheit und Erhabenheit dieser Bergwelt in sich trägt.

Von den Tre Cime di Lavaredo eröffnet sich ein fantastischer Blick auf das Bergtal in den Dolomiten von Belluno.
Landschaft und Geologie
Die Felsen der Belluneser Dolomiten bestehen vor allem aus Dolomitgestein, das im Licht zu leuchten scheint. Schichten und Klüfte erzählen von Hebung, Erosion und Jahrmillionen geologischer Prozesse. Gipfel wie der Antelao oder die Civetta ragen majestätisch in den Himmel, meist über 3.000 Meter. Zwischen diesen Höhen finden sich Täler mit Flussläufen, Moränen und Vegetationszonen, die von Lärchenwäldern bis zu Almwiesen reichen. Der Wechsel von Schatten und Licht, von Fels und Grün schafft eine dramatische Bildsprache.
Höhepunkte und Wege
Wer diese Dolomiten durchwandert, passiert Klettersteige, Hochwege und Passstrecken, die spektakuläre Ausblicke gewähren. Die sogenannte Dolomitenstraße führt über Pässe und Schluchten, verbindet Täler und eröffnet Zugang zu entlegenen Gipfeln. Hütten, Rifugi, dienen als Ruhepunkte; manche liegen in eindrucksvoller Abgeschiedenheit und sind nur zu Fuß erreichbar. In der Nähe alter Kriegspfade finden sich Reste von Stellungen und Stollen, die an die Frontzeiten erinnern und die Geschichte der Region lebendig halten.

Grüne Wiesen, Wälder und Felsspitzen prägen die Dolomiten bei Gosaldo in Belluno.
Kultur und Siedlung
Trotz der rauen Natur sind die Täler bewohnt. In Dörfern wie Agordo, Auronzo und Longarone leben Menschen, die mit der Bergwelt verbunden sind. Traditionen wie das Almauftrieb, Holzarbeiten, die Herstellung von Käse und lokale Feste prägen das Alltagsleben. Die ladinische Kultur ist mancherorts spürbar, insbesondere in Übergangsbereichen. Kirchen, Kapellen und alte Wege verknüpfen das religiöse Leben mit der natürlichen Umgebung und machen jede Begegnung intensiver.
Tourismus und Schutz
Im Bewusstsein der Empfindlichkeit dieser Landschaft entstanden Schutzgebiete und Parks, die naturnahe Nutzung fördern. Nachhaltiger Tourismus wird angestrebt, mit klaren Regeln für Wege, Hütten und Besucherzahlen. Wanderinfrastruktur und Informationssysteme helfen, die Natur zu erschließen, ohne sie zu überlasten. Zugleich sind manche Höhenlagen nur erfahrenen Berggehern zugänglich. Die Balance zwischen Zugang und Erhalt ist ein dauerhaftes Thema in dieser Region.






















