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Valeggio und Borghetto

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Valeggio und Borghetto

Nicht nur für Urlauber, die im Süden des Sees verweilen, sei ein Ausflug nach Valeggio Sul Minco und seinem nahegelegen beschaulichen Dörfchen Borghetto empfohlen.

Valeggio liegt etwa 13 Kilometer von Peschiera del Garda entfernt. Die Fahrt dorthin erfolgt über die SR249. Wer gerne einen Fahrradausflug unternehmen will, findet einen wunderschönen Radweg bis ans Ziel. Die Tour geht am Mincio entlang. Valeggio besticht durch ein gemütliches Zentrum mit weitläufigem Fußgängerbereich. Hier gibt es nette kleine Bars und Cafés mit lauschigen Sitzecken. Neben dem obligatorischen Espresso werden kulinarische Spezialitäten serviert. Der Legende nach wurden hier im Mittelalter die mit Kürbisbrei gefüllten Tortellini di Valeggio erfunden. In Valeggio heißen sie „Knoten der Liebe“, nodo d´amore. Sie werden in so gut wie jedem Restaurant angeboten.

Borghetto

Ein besonderer Stadtteil ist Borghetto, der durch die imposanten Ruinen einer großen Skaligerfestung dominiert wird. Das ehemalige Festungsdorf liegt inmitten zahlreicher Wasserdurchlässe und der berühmten Brücke Ponte Visconteo. Die Brücke ist ein Überbleibsel des gewaltigen Staudamms, mit dem der Visconti-Herrscher Giangaleazzo 1393 den Mincio staute. Er wollte damit den See Lago Superiore, der sich vor und um Mantua befindet, trocken legen. Aus bis heute ungeklärten Gründen wurde das Vorhaben nicht vollendet. Dafür kam der Staudamm später zu Ehren. Er zwang die Venezianer, ihre Kriegsflotte zur Fuß über
den Berg zum Gardasee zu schleppen.

Borghetto das Mühlendorf

Borghetto mit seinen engen Gassen erweckt noch immer den Eindruck eines unverbauten historischen Dorfes. Borghetto ist auch ein Mühlendorf. Früher ernährten die Wassermühlen die Einwohner der Stadt, heute sind sie Touristenattraktionen. Einige sind sogar noch im Betrieb, andere wurden zu gemütlichen Ferienhäusern umgebaut. Im Dorf befinden sich zudem viele altertümliche Handwerksläden. Es gibt winzige Gassen und kleine Restaurants auf winzigen Halbinseln im Fluss. Man fühlt sich hier in die Zeit des Mittelalters zurückversetzt – Romantik pur.

Tortellini-Fest

Auf der Visconti-Brücke findet das berühmte Tortellini-Fest statt, das Festa del Nodo d´amore. Auf der Brücke werden zwei 600 Meter lange Tische aufgestellt, an denen zirka 4.000 Gäste Platz nehmen. Das Festessen findet seit 1993 an jedem dritten Dienstag im Juni statt.
Nach einem Aperitif und Antipasti kommt der eigentliche Höhepunkt des Festes auf den Tisch: handgefüllte Tortellini. In den Tagen vor dem Fest produzieren 100 freiwillige Köche und Köchinnen gut 600.000 dieser so genannten „Liebesknoten“. Dafür werden 500 Kilogramm Grana-Padano-Käse, 10.000 Eier und acht Doppelzentner Mehl verarbeitet. Am Festtag sorgen 300 Kellner, dass die Köstlichkeit auch zu den Gästen kommt. Jeder darf essen, soviel er will. Man sollte sich jedoch, im eigenen Interesse, zurückhalten. Denn die Tortellini sind nur der erste Gang. Als Hauptspeise locken lokale Spezialitäten wie Flussforelle oder Schweinelendchen mit Beilagen. Und dann gibt es natürlich noch die Nachspeise. Das Fest erfreut sich sehr großer Nachfrage, eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung möglich. Die Kosten liegen bei ca. 70 Euro pro Person.

Parco Sigurtà Giardini

Ebenfalls sehenswert: der Parco Sigurtà Giardini. Der Park zählt zu den schönsten Gärten und Landschaftsparks Italiens. Er ist lediglich 350 Meter, also etwa 5 Minuten, vom Stadtkern Valeggio entfernt. Auf einer Fläche von über 600.000 qm erwartet die Besucher eine einmalige Parklandschaft. In der Mitte des Parks thront eine Skaligerburg über allem. Ein Wegenetz von sieben Kilometern Länge durchzieht den Garten. Über das Jahr hindurch verwandeln Tulpen, Iris, Seerosen, Rosen und Astern den Park in ein buntes Blütenmeer. Außerdem gibt es Themengärten mit Buchsbaum und Heilkräutern, ein Labyrinth aus Eiben sowie einen Bauernhof mit Streicheltieren für Kinder.

Valeggio und Borghetto

Der Parco Sigurtà Giardini zählt zu den schönsten Gärten und Landschaftsparks Italiens. Er ist lediglich 350 m vom Zentrum Valeggios entfernt.

Anfang der 1940er-Jahre erwarb der Pharmaindustrielle Giuseppe Carlo Sigurtà das am Nordrand von Valeggio gelegene Areal, das damals sehr trocken und unfruchtbar war. Laut der Gründungssage erwarb Sigurtà beim Kauf der Ländereien auch das Recht, das Land 100 Jahre lang mit dem Wasser des Mincio zu bewässern. So gelang es dem Dottore in vierzigjähriger Arbeit, das hügelige Terrain in eine wunderschöne Abfolge fruchtbarer mediterraner Landschaften mit prächtiger Wald- und Wiesenflora und kleinen Teichen zu verwandeln. Besonders malerisch ist der Blick auf die nahe Skaligerburg.
Man kann den Park auf verschiedene Weise erkunden. Am besten geht es zu Fuß. Lagepläne mit eingezeichneten Routen sind am Eingang erhältlich. Eine Tour dauert etwa 50 Minuten. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann den Park auch per Fahrrad, Golfmobil, Shuttlebus oder mit der Bimmelbahn erleben. Dauer mit der Bahn: 30 Minuten. Auf ausgewiesenen Plätzen darf man sogar picknicken.

 

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