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Reise Venetien Verona

San Pietro in Cariano

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San Pietro in Cariano Beitragsbild

Zwischen den sanften Hügeln der Valpolicella und der nahen Stadt Verona entfaltet San Pietro in Cariano seinen stillen, zeitlosen Charme.

Die Spuren menschlicher Besiedlung reichen hier bis in die Jungsteinzeit zurück. Archäologische Funde aus dem Gebiet von Archi di Castellrotto belegen frühe Siedlungen, die das fruchtbare Tal wegen seiner günstigen Lage und Wasserversorgung nutzten. Mit der Ankunft der Römer gewann der Ort an Bedeutung, da er an der Handelsstraße Via Claudia Augusta lag, die den Norden Italiens mit dem Alpenraum verband. Diese strategische Lage prägte die Entwicklung der Gemeinde nachhaltig und machte sie zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Valpolicella.

Vom römischen Erbe zum venezianischen Glanz

Über die Jahrhunderte wuchs San Pietro in Cariano zu einem lebendigen Zentrum der Landwirtschaft, des Weinbaus und später auch der Architektur. Besonders während der venezianischen Herrschaft entstanden zahlreiche prächtige Landvillen, die dem Ort sein heutiges elegantes Erscheinungsbild verleihen. Die berühmte Villa Santa Sofia in Pedemonte – ein Meisterwerk des Architekten Andrea Palladio – zählt zu den schönsten Renaissancebauten der Region. Ebenso beeindruckend ist die Villa Marchesi Fumanelli in San Floriano, die von gepflegten Weinbergen umgeben ist und bis heute für kulturelle Veranstaltungen und Weinverkostungen genutzt wird.

Kirchen und Kulturerbe

Im Ortsteil San Floriano steht eine der bedeutendsten romanischen Kirchen des Valpolicella. Bereits im Jahr 905 wurde sie in alten Dokumenten erwähnt. Die heutige Struktur stammt aus dem 12. Jahrhundert und bewahrt die schlichte, aber kraftvolle Architektur der Frühromanik. Ihr Innenraum ist reich an Fresken, und der aus Stein gehauene Glockenturm erhebt sich majestätisch über die Dächer des Dorfes. Besucher betreten die Kirche durch eine kleine Seitentür – ein Detail, das den intimen Charakter des Bauwerks unterstreicht.

Wein, Kultur und Handwerk

San Pietro in Cariano ist nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein Zentrum des Weingenusses. Seit Jahrhunderten reifen hier die klassischen Weine des Valpolicella, darunter der kraftvolle Amarone und der elegante Ripasso. In den historischen Tuffsteinkellern der Region – liebevoll restauriert und seit 1998 wieder in Betrieb – lagern diese Weine unter optimalen Bedingungen. Die alten römischen Mauern und Gewölbe erzählen von einer Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Führungen durch diese faszinierenden Keller sind unter der Woche nach Reservierung möglich.

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Gegenwart und Partnerstadt

Zur heutigen Gemeinde gehören die Ortsteile Pedemonte, San Floriano, Corrubbio, Castelrotto und Bure. Gemeinsam bilden sie eine harmonische Einheit aus Natur, Geschichte und Kultur. San Pietro in Cariano pflegt zudem eine lebendige Partnerschaft mit der deutschen Stadt Ingelheim, die den kulturellen Austausch und die europäische Verbundenheit stärkt.

Ein Ort zwischen Geschichte und Genuss

San Pietro in Cariano verkörpert die Seele der Valpolicella: eine Landschaft, in der Wein, Kunst und Geschichte ineinanderfließen. Wer hier verweilt, spürt die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur – ein Gleichgewicht, das diesem Ort seit Jahrtausenden seinen besonderen Stil verleiht.

     

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