Peio
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Peio liegt eingebettet im oberen Val di Sole und verbindet alpines Flair und eindrucksvolle Natur auf harmonische Weise.Das Dorf und seine umliegenden Fraktionen bestechen durch traditionelle Gebäude, gepflegte Wege und den Ausblick auf mächtige Gipfel der Ortler‑Cevedale‑Gruppe, die das Tal umrahmen.
Bekannt ist Peio vor allem für seine Thermalquellen, deren heilendes Wasser seit Jahrhunderten Gäste aus nah und fern anzieht und das Dorf zu einem Zentrum des Gesundheitstourismus gemacht hat. Zugleich ist es ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Skitouren und Mountainbike‑Ausflüge in den Parco Nazionale dello Stelvio, der die Region mit dichten Wäldern, Hochgebirgslandschaften und klaren Bergseen prägt. Wer Peio besucht, erlebt ein Stück authentisches Trentino, in dem Natur, Erholung und Tradition harmonisch zusammenkommen.

Val di Peio in Trentino: alpine Ruhe, klare Quellen, weite Täler und Bergblicke im Nationalpark Stilfserjoch.
Geschichte und Entwicklung
Peio wurde zunächst als Berggemeinde mit Landwirtschaft und Viehzucht besiedelt und liegt in der geschützten Val di Peio, einem Seitental des Val di Sole. Die Thermalquellen der „Terme di Pejo“ sind seit dem 16. Jahrhundert bekannt und bildeten den Grundstein für den allmählichen Aufstieg des Ortes zu einem Kurziel: Wissenschaftler und Ärzte untersuchten die mineralhaltigen Quellen, und im 19. Jahrhundert gewann der Ort mit seiner Lage im Nationalpark an Bedeutung als Sommer‑ und Winterdestination. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in der Zeit der Habsburger Herrschaft vor dem Ersten Weltkrieg, war die Region Teil der österreich‑ungarischen Monarchie und Schauplatz harter Gebirgskämpfe, deren Spuren heute in örtlichen Sammlungen dokumentiert werden.
Architektur und Sehenswürdigkeiten
Das Ortsbild von Peio zeigt gepflegte traditionelle Gebäude aus Holz und Stein mit charakteristischen Balkonen und engen Gassen, die dem historischen Bergdorf seinen alpinen Charme verleihen. Während des Spaziergangs durch Peio Paese lohnt sich ein Blick auf kleine Kirchen, lokale Museen und das Museo della Guerra Bianca 1914–1918, das Fundstücke, Waffen und Fotografien von den Frontläufen des Ersten Weltkriegs in den Alpen zeigt. In der Umgebung erzählen alte Bauernhäuser und das Ecomuseo della Val di Peio von der ethnografischen Geschichte der Menschen in dieser Hochgebirgsregion und bieten Einblicke in traditionelle Lebens‑ und Arbeitsweisen.
Naturerlebnis und Freizeitmöglichkeiten
Peio ist ein idealer Ausgangspunkt für Aktivitäten im Parco Nazionale dello Stelvio, einem der ältesten und größten Nationalparks Italiens, dessen Landschaft von Gletschern, alpinen Wäldern und schroffen Gipfeln geprägt ist. Wanderwege führen über sonnige Hänge, durch dichte Lärchenwälder und zu Aussichtspunkten mit Blick auf die umliegenden Täler und Gipfel. Im Winter lädt das nahe Skigebiet Pejo3000 mit abwechslungsreichen Pisten und modernen Liftanlagen zum Ski‑ und Snowboardfahren ein, während Langlaufloipen und Winterwanderwege die verschneite Landschaft erschließen. Auch kulinarisch spiegelt sich die alpine Identität wider: Regionale Spezialitäten wie Bergkäse, Polenta, Wildgerichte und traditionelle Süßspeisen zeigen die enge Verbindung von Landwirtschaft, Natur und Kultur der Region.






















