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Reise Trentino Val di Sole

Parco Nazionale dello Stelvio

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Der Parco Nazionale dello Stelvio liegt im Hochgebirge zwischen Trentino, Südtirol und der Lombardei rund um den Ortler. Mit seinen tiefen Tälern, weiten Wäldern, alpinen Seen und mächtigen Gletschern zieht der Park Naturliebhaber, Wanderer und Bergsteiger gleichermaßen an. Seit seiner Gründung im Jahr 1935 schützt das Schutzgebiet Flora, Fauna und traditionelle Kulturlandschaften, die seit Jahrhunderten vom Menschen genutzt werden und heute im Einklang mit dem Naturraum bestehen. Besucher erleben hier nicht nur spektakuläre Bergwelten, sondern auch alpine Kultur und Tradition, die in den Dörfern rund um das Gebiet lebendig bleibt.

Geschichte und Schutzgebiet

Die Idee, das Gebiet als Nationalpark zu schützen, entstand im frühen 20. Jahrhundert, und 1935 wurde der Parco Nazionale dello Stelvio als eines der ersten Schutzgebiete Italiens etabliert. Ziel war es, die einzigartige alpine Natur zusammen mit den traditionellen Nutzungsformen zu bewahren, darunter jahrhundertealte Weideflächen und transhumante Hirtenpfade. Der Park wurde seither mehrfach erweitert und umfasst heute ein Gebiet von über 130 000 Hektar, das sich über die Regionen Trentino‑Südtirol, Lombardei und Südtirol erstreckt. Die vielfältigen Höhenlagen von etwa 650 m bis über 3 900 m schaffen dabei einen reichen Mosaik aus Ökosystemen, von tiefen Wäldern bis zu ewigen Gletschern.

Der Parco Nazionale dello Stelvio zählt zu den größten Schutzgebieten der Alpen und bewahrt hochalpine Natur und Artenvielfalt.

Der Parco Nazionale dello Stelvio zählt zu den größten Schutzgebieten der Alpen und bewahrt hochalpine Natur und Artenvielfalt.

Flora und Fauna

Im Park gedeiht eine außergewöhnliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Auf den unteren Hängen dominieren dichte Wälder aus Lärchen, Fichten und Zirben, während in höheren Lagen alpine Wiesen mit Edelweiß, Enzian und anderen Hochgebirgspflanzen blühen. Insgesamt wurden im Stelvio Nationalpark mehr als 1 800 Pflanzenarten registriert, die sich an die extremen Höhen und klimatischen Bedingungen angepasst haben.

Auch die Tierwelt ist beeindruckend: In den Wäldern und Wiesen leben Rothirsche, Rehe, Gämsen und Steinböcke, während Murmeltiere und kleinere Säugetiere wie Hermeline die alpinen Hänge bevölkern. Über allem kreisen majestätische Greifvögel wie der Steinadler, das Symbol des Parks, und seit einigen Jahren auch wieder der Gipeto (Bartgeier), der erfolgreich wiederangesiedelt wurde. Vogelbeobachter haben zudem Arten wie Birkhuhn und Schneehuhn im Blick, während Reptilien, Amphibien und Fischarten in Feuchtgebieten und Bächen vorkommen.

Berühmte Passstraßen wie das Stilfserjoch führen durch den Park und verbinden spektakuläre Hochalpenlandschaften.

Berühmte Passstraßen wie das Stilfserjoch führen durch den Park und verbinden spektakuläre Hochalpenlandschaften.

Aktivitäten und Naturerlebnis

Der Parco Nazionale dello Stelvio bietet ein breit gefächertes Angebot für Natur‑ und Sportbegeisterte. Ein weit verzweigtes Netz aus Wanderwegen führt zu Wasserfällen, Bergseen und spektakulären Aussichtspunkten, während anspruchsvolle Hochgebirgspfade wie der Ortler High Mountain Trail auch geübte Alpinisten herausfordern. Mountainbike‑Routen, Klettersteige und Themenpfade eröffnen weitere Perspektiven auf die alpine Landschaft. In den Wintermonaten verwandeln Loipen, Ski‑Routen und Schneeschuhtrails die Region in ein weißes Paradies, das ruhesuchende Wintersportler anspricht. Zahlreiche Berghütten und Schutzhütten entlang der Wege bieten authentische Einkehrmöglichkeiten, oft mit regionalen Spezialitäten aus Bergkäse, Wildgerichten oder traditionellen Süßspeisen.

Kultur und alpine Tradition

Rund um den Nationalpark finden sich Dörfer wie Peio, Rabbi, Malé und weitere Orte des Val di Sole, die seit Jahrhunderten vom alpinen Leben geprägt sind. Alte Bauernhäuser, Kapellen und Pfarrkirchen zeugen von der engen Verbindung zwischen Mensch und Natur. Traditionelles Handwerk, lokale Feste und kulinarische Spezialitäten spiegeln die jahrhundertealte Kultur der Region wider, deren Dienst am Bergland bis heute gepflegt wird.

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