Dorf Tirol – St. Peter
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Dorf Tirol besitzt mit St. Peter eine der geschichtsträchtigsten Kirchen des Meraner Landes, deren Ursprünge weit zurückreichen. Westlich von Schloss Tirol liegt die kleine Fraktion St. Peter, eingebettet zwischen Weinbergen, Obstgärten und Wald. Der früher auch als Kronsbichl bezeichnete Ortsteil war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Heute führt unter anderem der Kulturweg von Dorf Tirol hier vorbei und verbindet die Kirche mit Schloss Tirol und weiteren historischen Plätzen.

Eine Wanderung nach St. Peter bei Dorf Tirol verbindet herrliche Landschaft mit jahrhundertealter Geschichte.
Dorf Tirol und St. Peter – eine Kirche mit alten Wurzeln
Die Kirche St. Peter zählt zu den bedeutenden frühen Sakralbauten im Umfeld von Meran. Ihre Baugeschichte reicht bis in vorromanische Zeit zurück. Der heutige Bau entstand über mehrere Jahrhunderte hinweg und vereint entsprechend unterschiedliche Baustile. Teile der Anlage gehen auf einen älteren Kirchenbau zurück, der später erweitert und verändert wurde. Gerade dieses Nebeneinander verschiedener Epochen macht den besonderen Reiz der Kirche aus.
Mit St. Peter verbindet sich auch eine alte Legende. Dem Volksmund zufolge sollen Zwerge am Bau des Gotteshauses beteiligt gewesen sein. Solche Erzählungen gehören zum reichen Sagenschatz des Meraner Landes und verleihen dem stillen Platz unterhalb von Schloss Tirol bis heute eine besondere Atmosphäre.
Historisch bedeutend ist die Verbindung mit den Grafen von Tirol. Im Jahr 1287 übertrug Graf Meinhard II. das Patronatsrecht über St. Peter an das von ihm gegründete Zisterzienserstift Stams im Oberinntal. Diese jahrhundertealte Beziehung besteht bis in die Gegenwart fort: St. Peter bei Schloss Tirol gehört noch heute zu den Pfarren, die von den Zisterziensern des Stiftes Stams seelsorglich betreut werden.
Dorf Tirol und St. Peter – Fresken aus dem Mittelalter
Besonders sehenswert ist das Innere der Kirche. Hier haben sich wertvolle Wandmalereien aus verschiedenen Jahrhunderten erhalten. Romanische und gotische Fresken geben einen Eindruck davon, welche Bedeutung das Gotteshaus bereits im Mittelalter besaß. Zu den bemerkenswerten Darstellungen gehört ein Brustbild des heiligen Paulus im südlichen Seitenschiff, das zu den ältesten erhaltenen Malereien der Kirche zählt.
Auch architektonisch lohnt ein genauer Blick. Die verschiedenen Bauphasen lassen sich bis heute erkennen und erzählen von der langen Entwicklung des Gotteshauses. Romanische Elemente treffen auf spätere gotische Veränderungen. Dadurch wirkt St. Peter weniger wie ein Bauwerk aus einem einzigen Guss, sondern vielmehr wie ein steinernes Geschichtsbuch, in dem viele Generationen ihre Spuren hinterlassen haben.
Dorf Tirol und St. Peter – ein stiller Platz am Schloss
Der besondere Reiz von St. Peter liegt jedoch nicht allein in seiner kunsthistorischen Bedeutung. Rund um die Kirche zeigt sich das Meraner Land von einer besonders ruhigen Seite. Weinreben, Obstgärten und alte Höfe bestimmen die Landschaft, darüber erhebt sich Schloss Tirol als mächtiges Wahrzeichen.
Von Dorf Tirol lässt sich St. Peter deshalb hervorragend zu Fuß entdecken. Der Kulturweg führt vom Dorfzentrum über Schloss Thurnstein nach St. Peter und anschließend weiter zu Schloss Tirol. So verbindet eine Wanderung einige der bedeutendsten historischen Orte rund um Dorf Tirol. Wer die kleine Kirche betritt, begegnet dabei einem stillen Zeugnis jener frühen Epoche, in der sich die Kulturlandschaft rund um den heutigen Meraner Talkessel erst zu formen begann.
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