Dorf Tirol – Muthöfe
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Hoch über Dorf Tirol liegen die Muthöfe wie Adlerhorste am steilen Berghang und erzählen von jahrhundertealter bäuerlicher Kultur. Unterhalb der Mutspitze klammern sich die historischen Höfe an einen Hang, der zu den eindrucksvollsten Kulturlandschaften des Meraner Landes gehört. Hochmuth, Mittermuth, Talbauer und Untermuth stehen dabei für eine Form der Berglandwirtschaft, die über Generationen von harter Arbeit und einem Leben im Einklang mit der Natur geprägt wurde.

Von den Muthöfen öffnet sich ein traumhafter Ausblick über Dorf Tirol, Meran und weit hinein ins Etschtal.
Dorf Tirol und die Muthöfe – Leben am steilen Berg
Die Geschichte der Muthöfe reicht weit zurück. Über Jahrhunderte bewirtschafteten Bergbauern die steilen Wiesen oberhalb von Dorf Tirol unter Bedingungen, die heute kaum noch vorstellbar sind. Viele Arbeiten mussten von Hand erledigt werden, Maschinen konnten auf den abschüssigen Flächen kaum eingesetzt werden. Viehzucht, Milchwirtschaft und die Nutzung der Bergwiesen sicherten den Familien ihre Lebensgrundlage.
Wie mühsam die Bewirtschaftung war, veranschaulicht heute eine besondere Aussichtsplattform. Ihre Form erinnert an einen traditionellen Tragekorb und damit an jene Zeit, als Erde und Mist mit großem Kraftaufwand auf die steilen Flächen gebracht werden mussten. Fernrohre richten den Blick auf die umliegende Bergwelt und vermitteln zugleich Wissenswertes über Landschaft und bäuerliches Leben.
Einige der historischen Muthöfe sind heute beliebte Berggasthäuser. Dennoch ist die Landwirtschaft nicht verschwunden. Regionale Produkte wie Speck, Käse, Milch, Eier, Fleisch und Gemüse stammen teilweise noch aus eigener Erzeugung und finden sich in den traditionellen Gerichten wieder. So lässt sich die Geschichte der Höfe auch kulinarisch erleben.

Die Aussichtsplattform bei den Muthöfen eröffnet einen weiten Panoramablick über Meran
Dorf Tirol und die Muthöfe – in fünf Minuten auf 1.400 Meter
Besonders bequem erreicht man die Muthöfe mit der Seilbahn Hochmuth. Sie überwindet in nur etwa fünf Minuten den Höhenunterschied von der Talstation auf rund 650 Metern bis zur Bergstation auf 1.400 Metern. Oben öffnet sich ein großartiges Panorama über Dorf Tirol, Meran und das Etschtal. Direkt an der Bergstation liegt der Berggasthof Hochmuth, dessen Bauernhof bereits seit dem 14. Jahrhundert besteht.
Die Hochmuth ist zugleich eines der wichtigsten Tore zur Bergwelt des Naturparks Texelgruppe. Hier beginnt beziehungsweise verläuft der bekannte Meraner Höhenweg, und zahlreiche weitere Wanderungen führen von der Bergstation in unterschiedliche Höhenlagen.

Eine Wanderung zu den Muthöfen verbindet alpine Landschaft, bäuerliche Tradition und herrliche Ausblicke.
Dorf Tirol und die Muthöfe – Tor zur Texelgruppe
Wer es gemütlicher mag, wandert von den Muthöfen talwärts oder verbindet die Hochmuth mit der Leiteralm und Vellau. Anspruchsvollere Bergwanderer zieht es dagegen hinauf zur Mutspitze oder zu den Spronser Seen, die inmitten der Texelgruppe eine der eindrucksvollsten hochalpinen Seenlandschaften Südtirols bilden. Für solche Touren sind Trittsicherheit, Kondition und eine entsprechende Bergausrüstung erforderlich.
Auch Paragleiter nutzen die Höhenlage oberhalb von Dorf Tirol als Ausgangspunkt. Doch selbst ohne sportliche Ambitionen lohnt die Fahrt auf die Hochmuth. Der Blick über den Meraner Talkessel, die historischen Bauernhöfe und die steilen Bergwiesen vermittelt ein eindrucksvolles Bild davon, wie eng Natur und bäuerliche Kultur hier seit Jahrhunderten miteinander verbunden sind. Die Muthöfe sind damit nicht nur ein beliebtes Wanderziel, sondern ein lebendiges Stück Südtiroler Berggeschichte.
Informationen zu Öffnungszeiten sowie Preise der Seilbahn Hochmut gibt es hier.
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