Suche
LADE...

Tippen um zu suchen

Latium Reise Viterbo

Tarquinia

Teilen

Entdecken Sie Tarquinia in der Provinz Viterbo mit ihren etruskischen Gräbern, und mittelalterlichen Türmen. Die Stadt mit rund 15.000 Einwohnern liegt auf einem Hügel wenige Kilometer von der Küste des Tyrrhenischen Meeres entfernt und verbindet die Geschichte der Etrusker mit der Atmosphäre einer mittelalterlichen italienischen Kleinstadt. Tarquinia gehört zu den wichtigsten archäologischen Orten des Mittelmeerraums und erzählt von einer Zivilisation, die lange vor Rom eine eigene Kultur, Kunst und Lebensweise entwickelte.

Im Zentrum von Tarquinia prägen historische Fassaden, lebendige Plätze und ein malerischer Brunnen das charmante Stadtbild.

Im Zentrum von Tarquinia prägen historische Fassaden, lebendige Plätze und ein malerischer Brunnen das charmante Stadtbild.

Geschichte und Entwicklung

Die Ursprünge Tarquinias reichen mehr als 2.500 Jahre zurück und sind eng mit der etruskischen Kultur verbunden. Die antike Stadt Tarchuna gehörte zu den zwölf wichtigsten Städten des Etruskerbundes, einer politischen und religiösen Gemeinschaft, die weite Teile Mittelitaliens vor dem Aufstieg Roms prägte. Die Etrusker entwickelten eine hochstehende Gesellschaft mit bedeutenden Handelsbeziehungen, beeindruckender Handwerkskunst und einer eigenen künstlerischen Tradition.

Die Lage auf einem Hügel oberhalb der Küstenebene war strategisch ideal. Von hier aus kontrollierten die Etrusker wichtige Handelswege zwischen dem Landesinneren und dem Meer. Besonders der Hafen von Gravisca spielte eine zentrale Rolle für den Austausch mit Griechenland und anderen Kulturen des Mittelmeers. Keramik, Metalle und landwirtschaftliche Produkte wurden von hier aus gehandelt und machten Tarquinia zu einem wohlhabenden Zentrum.

Mit dem Aufstieg Roms begann der langsame Niedergang der etruskischen Macht. Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde Tarquinia von den Römern erobert und in deren Herrschaftssystem integriert. Dennoch blieb die kulturelle Bedeutung der Stadt erhalten. Die Erinnerung an die Etrusker prägt Tarquinia bis heute und macht den Ort zu einem der wichtigsten Fenster in eine vor-römische Epoche Italiens.

Die romanischen Kirche Santa Maria in Castello mit Blick auf die mittelalterliche Stadt und das Marta-Tal.

Die romanischen Kirche Santa Maria in Castello mit Blick auf die mittelalterliche Stadt und das Marta-Tal.

Im Mittelalter verlagerte sich das Zentrum der Besiedlung auf den heutigen Hügel. Eine neue Stadt entstand mit Mauern, Türmen und Kirchen, deren Struktur noch immer das historische Zentrum bestimmt. So vereint Tarquinia zwei große historische Ebenen: die Welt der Etrusker und die mittelalterliche Stadt der späteren Jahrhunderte.

Santa Maria in Castello in Tarquinia beeindruckt mit romanischer Architektur, stiller Würde und kunstvollen Steinmetzarbeiten.

Santa Maria in Castello in Tarquinia beeindruckt mit romanischer Architektur, stiller Würde und kunstvollen Steinmetzarbeiten.

Die etruskischen Nekropolen und das UNESCO-Welterbe

Die größte Bedeutung Tarquinias liegt in seinen außergewöhnlichen etruskischen Grabanlagen. Die Nekropole von Monterozzi gehört gemeinsam mit den etruskischen Stätten von Cerveteri zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Landschaften Italiens.

Die Gräber von Tarquinia sind einzigartig, weil viele von ihnen mit farbenprächtigen Fresken ausgestattet wurden. Diese Wandmalereien gehören zu den wichtigsten erhaltenen Zeugnissen der etruskischen Kunst und geben Einblicke in das Leben, die Vorstellungen und die Rituale dieser antiken Gesellschaft. Anders als viele andere Kulturen stellten die Etrusker nicht nur religiöse Szenen dar, sondern auch Feste, Tänze, Musik, Jagd und alltägliche Momente.

Die etruskische Nekropole von Tarquinia fasziniert mit kunstvoll bemalten Gräbern und einzigartigen Einblicken in die Antike.

Die etruskische Nekropole von Tarquinia fasziniert mit kunstvoll bemalten Gräbern und einzigartigen Einblicken in die Antike.

Besonders bekannt sind die Tomba dei Leopardi, die Tomba della Caccia e della Pesca und die Tomba dei Giocolieri. Ihre lebendigen Darstellungen zeigen eine Kultur, die das Leben und die Freude ebenso betonte wie die Verbindung zur Welt der Toten. Die Fresken vermitteln ein überraschend modernes Bild einer Gesellschaft, die Kunst als Ausdruck von Identität und Erinnerung verstand.

Das Archäologische Nationalmuseum von Tarquinia ergänzt diese Eindrücke mit einer der bedeutendsten Sammlungen etruskischer Kunst weltweit. Besonders berühmt sind die sogenannten geflügelten Pferde aus Terrakotta, die einst einen Tempel schmückten und zu den Meisterwerken der etruskischen Bildhauerkunst zählen.

Titel: Lust auf Italien - Südtiroler Weinstrasse - Natur - Kultur - Wein
Lust auf Italien:
Südtiroler Weinstrasse

Eppan · Terlan · Kaltern · Tramin· Südtirols Süden · Bozen

Leseprobe   im Shop kaufen

Stichwörter
Letzer Beitrag
Nächster Beitrag