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Latium Reise Rom

Rom – Porta Latina

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Porta Latina gehört zu den gut erhaltenen Toren der Aurelianischen Mauer und liegt an der antiken Verbindung Richtung Süden. Das Tor entstand im 3. Jahrhundert als Bestandteil der Aurelianischen Mauer und erhielt ihren Namen von der Via Latina, die durch das Tor aus Rom hinausführte.

Die Straße gehörte zu den wichtigen antiken Verkehrswegen und führte von Rom in Richtung Süden, unter anderem nach Capua. Das Tor war ursprünglich als einzelner Durchgang angelegt und wurde von zwei halbkreisförmigen Türmen aus Ziegelmauerwerk flankiert. Seine Konstruktion entsprach damit dem Typus eines militärisch gesicherten Zugangs zur Stadt. Im Inneren des Bogens ist noch heute die Führung für das Fallgitter zu erkennen, mit dem der Durchgang verschlossen werden konnte. Oberhalb des Tores befand sich ein Raum mit fünf Rundbogenfenstern, von dem aus die Mechanik des Gitters bedient und der Zugang überwacht werden konnte.

Historische Porta Latina, ein einzelbogiges Stadttor der antiken Aurelianischen Mauern.

Historische Porta Latina, ein einzelbogiges Stadttor der antiken Aurelianischen Mauern.

Architektur und Umgebung

Die Porta Latina hat ihr historisches Erscheinungsbild weitgehend bewahrt und vermittelt dadurch einen besonders anschaulichen Eindruck vom Aufbau der spätantiken Stadtbefestigung. Die beiden Türme aus Ziegelmauerwerk rahmen den Travertinbogen und stehen deutlich aus der Mauerflucht hervor. Die vergleichsweise schlichte Gestaltung unterscheidet sich von den später repräsentativ umgebauten Toren Roms.

Direkt vor beziehungsweise neben der Porta Latina befinden sich weitere bedeutende Zeugnisse der christlichen Geschichte der Stadt. Besonders eng verbunden ist das Tor mit der kleinen Kirche San Giovanni in Oleo. Der Name der Kirche bezieht sich auf die Überlieferung, nach der der Apostel Johannes in der Nähe des Tores in einen Kessel mit kochendem Öl gesetzt worden sein soll, ohne dabei zu sterben.

Antikes Stadttor Porta Latina als Teil der gut erhaltenen Aurelianischen Mauern.

Antikes Stadttor Porta Latina als Teil der gut erhaltenen Aurelianischen Mauern.

San Giovanni a Porta Latina

Unweit des Tores steht die Basilica di San Giovanni a Porta Latina, deren Ursprünge wahrscheinlich bis in das 5. Jahrhundert zurückreichen. Das Gotteshaus wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach restauriert und besitzt heute einen charakteristischen Vorhof mit Portikus sowie einen romanischen Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert. Zusammen mit der kleinen Kirche San Giovanni in Oleo und den Aurelianischen Mauern bildet die Porta Latina dadurch ein historisches Ensemble, das verschiedene Epochen Roms miteinander verbindet.

Die ruhige Umgebung unterscheidet sich deutlich von den stark frequentierten Bereichen des Zentrums. Gerade deshalb lässt sich hier die historische Landschaft rund um die südlichen Stadtmauern besonders gut nachvollziehen. Die Porta Latina gehört damit zu den Orten, an denen die antike Verkehrs- und Befestigungsgeschichte Roms unmittelbar mit der frühen christlichen Tradition der Stadt zusammentrifft.

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