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Gardasee Reise

Entstehung – Gardasee

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Moraenenhuegel_Beitragsbild

Entstanden ist der Gardasee vor gut 1,5 Millionen Jahren durch den „Rhätischen Gletscher“ der vergangenen Eiszeit. Im Grunde waren es zwei Gletscher, ein kleiner und ein großer. Diese beiden Gletscher schoben sich in Richtung Süden. Der östliche der beiden formte das heutige Etschtal. Durch die Reibung und den Druck der gewaltigen Eismassen des zweiten, weitaus größeren Gletschers, wurde das Tal des heutigen Gardasees tief in das harte Gestein geschürft. Dabei wurden riesige Mengen an Gesteinsmaterial mittransportiert und an den Rändern des Gletschers abgelagert. Dadurch entstanden Moränen bzw Moränenhügel.
Nach dem Abschmelzen des Eises füllte sich die geschaffene Vertiefung mit dem Süßwasser der abtauenden Gletscher. Das Wasser wurde durch die abgelagerten Gesteinsmassen zurückgehalten und konnte somit nicht mehr abfließen. Spuren dieses Ereignisses kann man noch heute sehen, insbesondere durch die Endmoränen in der Nähe des Südufers, beispielsweise bei Lonato del Garda, Valeggio sul Minicio oder Custoza.

Entstehung – Gardasee – Die ersten Siedler

An den Ufern des fischreichen Sees errichteten Menschen bereits vor zirka 4.000 Jahren Pfahlbauten. Unter anderem fanden hier Ligurier, Etrusker und Gallier 2.000 v. Chr. eine neue Heimat. Noch heute sind aus dieser Bronzezeit Felszeichnungen am Monte Baldo bei Malcesine zu sehen.
Die Römer besiedelten den See etwa 200 Jahre vor Christus und nannten ihn „Lacus Benacus“, nach einer keltischen Gottheit, die hier eine blauhaarige Nymphe verführt haben soll. Es soll auch eine gleichnamige Stadt am Ufer des Sees gegeben haben. Man vermutet, dass sie sich in der Nähe des heutigen Toscolano befunden habe. Sie wurde durch ein Unwetter oder Erdbeben zerstört.

Sage zur Entstehung – Gardasee

Benacus jedenfalls hatte, so will es die Sage, einst das Meer verlassen und streifte durch die Welt. Dabei führte ihn seine Reise auch in die magische Bergwelt des Monte Baldo. Hier wohnte die Bergnymphe Engadina, in deren blaues Haar sich Benacus sofort verliebte. Kurzerhand entführte er die Schönheit, die fürchterlich an Heimweh litt und vor Sehnsucht nach ihrer Bergwelt mit kleinen Bergseen und Almen vor Sehnsucht fast verging. Benacus versprach, ihr einen größeren See zu schenken und rammte seinen Dreizack in die Felsen. Sofort strömte klares Wasser in die Schlucht und Benacus ließ es zu einem riesigen See aufstauen. Von Glück erfüllt gab sich Engandina ihrem Wassergott in den Fluten des Sees hin und schenkte dem Wasser das tiefe Blau ihrer Haare. Das Kind, das sie Benacus gebar, nannten sie Garda.

Name des Sees

Soweit zur Sage, der heutige Name des Sees kommt allerdings aus dem Germanischen. Namensgeber ist der gleichnamige Ort, der ursprünglich eine mittelalterliche Burg besaß, die auf einem Felsen stand. Da das germanische „Garda“ soviel wie „Warte“ oder „Beschützerin“ bedeutet, bekam der Ort unter der Burg seinen Namen und diente dann später als Namensgeber des ganzen Sees. Der Name „Benacus“ ist aber nicht verschwunden, sondern findet sich rund um den See als Hotel-, Restaurant- oder Straßenbezeichnung wieder. Und auch beim Ort „Torri del Benaco“ taucht der keltische Wassergott wieder auf.

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