Rom –Ponte Rotto
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Ponte Rotto ist die eindrucksvolle Ruine des antiken Pons Aemilius und erinnert an die wechselvolle Geschichte Roms am Tiber. Die Ponte Rotto war ursprünglich Teil des Pons Aemilius, der als erste gemauerte Brücke Roms gilt. Die erste Konstruktion entstand im 2. Jahrhundert v. Chr. aus Holz und wurde später durch einen steinernen Bau ersetzt.
Aufgrund ihrer Lage spielte die Brücke eine wichtige strategische Rolle und gehörte zu den längsten Verbindungen über den Tiber. Gleichzeitig war ihre Position problematisch, da sie schräg zur Strömung des Flusses lag und dadurch besonders stark von Hochwasser und den Kräften des Wassers getroffen wurde. Wiederholt wurde sie beschädigt und anschließend neu aufgebaut. Ihre Geschichte steht deshalb beispielhaft für den ständigen Kampf der Stadt gegen die zerstörerische Kraft des Tibers.

Ruinen der historischen Ponte Rotto über dem Tiber.
Von der antiken Brücke zur Ruine
Im Laufe ihrer Geschichte wechselte die Brücke mehrfach ihren Namen. Nach einem Umbau unter Kaiser Augustus wurde sie unter anderem als Pons Maximus bezeichnet. Im Mittelalter erhielt sie den Namen Ponte Santa Maria, nachdem der nahegelegene Tempel des Portunus in eine Kirche umgewandelt worden war. Später wurde sie als Ponte Senatorium bekannt.
Die wiederkehrenden Überschwemmungen führten jedoch dazu, dass Teile der Konstruktion immer wieder einstürzten. Im 16. Jahrhundert war die Brücke erneut so stark beschädigt, dass sie schließlich ihren heutigen Namen Ponte Rotto, also „kaputte Brücke“, erhielt. Weitere Versuche, die Verbindung wiederherzustellen, konnten den vollständigen Verfall des ursprünglichen Bauwerks letztlich nicht verhindern.

Ponte Rotto mit ihren erhaltenen Steinbögen.
Das letzte erhaltene Brückenstück
Heute ist nur noch ein einzelner großer Bogen des einstigen Bauwerks erhalten. Er ragt unmittelbar aus dem Tiber und bildet einen auffälligen Kontrast zu den modernen Ufermauern und den historischen Gebäuden der Umgebung. Besonders deutlich wird hier, wie stark der Fluss die Entwicklung der Stadt beeinflusst hat. Während andere antike Brücken Roms über Jahrhunderte vollständig erhalten und weitergenutzt wurden, blieb vom Pons Aemilius nur dieses markante Fragment.
Zusammen mit der nahegelegenen Tiberinsel und der Ponte Cestio gehört die Ponte Rotto damit zu den eindrucksvollsten historischen Relikten am Tiber. Gerade der fragmentarische Zustand macht sie zu einem ungewöhnlichen und besonders fotogenen Bestandteil des römischen Stadtbildes.
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