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Rom – Largo di Torre Argentina

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Rom und der Largo di Torre Argentina führen zu antiken Tempeln und an einen Schauplatz, der eng mit Julius Caesar verbunden ist. Nur wenige Gehminuten vom Pantheon und der Piazza Navona entfernt öffnet sich zwischen den Häuserzeilen plötzlich ein großes archäologisches Areal. Mehrere Meter unter dem heutigen Straßenniveau liegen die Überreste von vier republikanischen Tempeln und weiteren antiken Bauten. Der Platz gehört damit zu jenen Orten in Rom, an denen die verschiedenen Schichten der Stadtgeschichte besonders eindrucksvoll sichtbar werden.

Vier Tempel aus der Zeit der Republik

Die archäologische Zone wird als Area Sacra di Largo Argentina bezeichnet. Ihre vier Tempel entstanden zwischen dem 4. und dem 1. Jahrhundert vor Christus und gehören damit zu den ältesten erhaltenen Sakralbauten im Zentrum Roms. Da ihre ursprünglichen Namen nicht zweifelsfrei bekannt sind, werden sie von Archäologen schlicht als Tempel A, B, C und D bezeichnet.

Antike Tempel, Säulen und Mauern machen den Largo di Torre Argentina zu einem eindrucksvollen Zeugnis der römischen Republik.

Antike Tempel, Säulen und Mauern machen den Largo di Torre Argentina zu einem eindrucksvollen Zeugnis der römischen Republik.

Entdeckt wurden die Ruinen erst in den 1920er-Jahren bei umfangreichen Bauarbeiten. Nach dem Abriss älterer Gebäude kamen Säulen, Podien und Mauerreste zum Vorschein. Statt das Gelände erneut zu bebauen, wurden die antiken Strukturen freigelegt und als archäologische Zone erhalten.

Besonders auffällig ist Tempel B mit seinem runden Grundriss und den noch aufrecht stehenden Säulen. Tempel C gilt als der älteste der vier Kultbauten. Gemeinsam vermitteln die Ruinen einen Eindruck davon, wie dicht Tempel, öffentliche Gebäude und Straßen bereits im republikanischen Rom nebeneinanderlagen.

Am Largo di Torre Argentina liegen die Überreste von vier Tempeln, die zu den ältesten Sakralbauten im Zentrum Roms zählen.

Am Largo di Torre Argentina liegen die Überreste von vier Tempeln, die zu den ältesten Sakralbauten im Zentrum Roms zählen.

Der Tod Julius Caesars

Seine besondere historische Bedeutung verdankt der Largo di Torre Argentina jedoch der Verbindung zu Julius Caesar. Am Rand des heutigen Grabungsareals befand sich einst die Curia des Pompeius. Sie gehörte zu einem großen Gebäudekomplex, den Pompeius Magnus im 1. Jahrhundert vor Christus errichten ließ.

Nachdem das traditionelle Senatsgebäude auf dem Forum Romanum durch einen Brand beschädigt worden war, tagte der römische Senat zeitweise in dieser Curia. Hier wurde Julius Caesar an den Iden des März, dem 15. März 44 vor Christus, von einer Gruppe von Senatoren ermordet. Zu den Verschwörern gehörten Marcus Junius Brutus und Gaius Cassius Longinus.

Nahe dem Largo di Torre Argentina wurde Julius Caesar im Jahr 44 vor Christus während einer Senatssitzung ermordet.

Nahe dem Largo di Torre Argentina wurde Julius Caesar im Jahr 44 vor Christus während einer Senatssitzung ermordet.

Die genaue Stelle liegt im Bereich des antiken Pompeiuskomplexes am westlichen Rand der heutigen Ausgrabungszone. Damit befindet man sich am Largo di Torre Argentina unmittelbar an einem der berühmtesten Schauplätze der römischen Geschichte.

Antike Ruinen und berühmte Katzen

Lange Zeit konnten Besucher das Gelände hauptsächlich von den umliegenden Gehwegen aus betrachten. Inzwischen führen Stege durch Teile der archäologischen Zone und ermöglichen einen wesentlich näheren Blick auf Tempelreste, Säulen und antike Bodenstrukturen.

Eine weitere Besonderheit sind die Katzen, die sich seit Jahrzehnten zwischen den Ruinen niedergelassen haben. Eine private Auffangstation kümmert sich um viele der Tiere und machte den Largo di Torre Argentina auch als „Katzenplatz“ von Rom bekannt.

Zwischen antiken Ruinen und modernem Stadtleben zeigt der Largo di Torre Argentina eindrucksvoll die vielen Schichten Roms.

Zwischen antiken Ruinen und modernem Stadtleben zeigt der Largo di Torre Argentina eindrucksvoll die vielen Schichten Roms.

Gerade der Kontrast macht diesen Ort so reizvoll. Busse und Straßenbahnen fahren rund um das Areal, Menschen eilen durch das moderne Rom – und wenige Meter tiefer liegen Tempel aus einer Zeit, als die Stadt noch Republik war. Der Largo di Torre Argentina ist deshalb nicht nur eine bedeutende Ausgrabungsstätte, sondern ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie selbstverständlich die Antike bis heute zum Alltag Roms gehört.

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