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Massa-Carrara Reise Toskana

Marmor von Carrara

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Marmor von Carrara Beitragsbild

In über 300 Steinbrüchen rund um den Ort Carrara in der Provinz Massa-Carrara wird das berühmte weiße Gold abgebaut – Weißer Marmor. Von weitem wirken die funkelnden, weißen Berghänge der Marmorbrüche wie schneebedeckte Alpen in der Sonne. Die größten Marmorvorkommen der Welt scharen sich dabei um Arni (Provinz Lucca).

Schon im Mittelalter verwendeten begnadete Künstler und Bildhauer wie Michelangelo den einzigartigen Marmor aus Carrara. Die Innenstadt ist übersäht mit Werken aus dem weißen Produkt. Sämtliche Gebäude, Straßen und Palazzi greifen die Marmorkunst auf, so auch der eindrucksvolle Dom Sant’Andrea. Über drei Jahrhunderte dauerte der Bau, weshalb er einige Baustile in sich vereint. Ebenfalls sehenswert ist die berühmte Bildhauerakademie „Accademia di Belle Arti Carrara“, die sich natürlich in Carrara befindet.

Marmor von Carrara Fliestext

Die Steinbrüche von Carrara befinden sich in schwindelerregenden Höhen vor einer atemberaubenden Kulisse.

Nicht nur Michelangelo und vor ihm die Römer nutzten den weißen Marmor für ihre Skulpturen und Paläste, auch heute noch wird der wunderbare Stein aus den Bergen geschlagen und verarbeitet. Wer sich in die Gefilde der Steinbrüche begibt, der taucht in eine völlig andere Welt ein. Spannend ist hier vor allem die Marmortour in das Bergwerk von Ravaccione.

Marmor von Carrara – das weiße Gold Italiens

Mit einem klapprigen Bus und Helm auf dem Kopf geht es in die Cava di Ravaccione, wo man den fleißigen Arbeitern zusehen kann, während erfrischend immer wieder ein Tropfen Wasser von der Decke fällt. Die Fräsen der Bergarbeiter schaffen fünf Zentimeter in der Minute oder auch 9 bis 15 Quadratmeter pro Stunde. Im Inneren können bis zu 15 Meter hohe Marmorblöcke erarbeitet werden, außen hingegen wegen der Beschaffenheit der Terrassen nur sechs Meter hohe Blöcke. Die Führung durch das Marmorparadies dauert 40 Minuten. Das Werk öffnet vormittags um 11 Uhr und schließt zwischen 17 Uhr und 18.30 Uhr. Weitere Infos: www.marmotour.com

Dafür ist das ganzjährig geöffnete Marmormuseum von Walter Danesi daneben kostenlos. Zwischen 1876 und 1964 fuhr die dampfbetriebene Marmor-Eisenbahn (Ferrovia Marmifera) auf rund 10 Kilometern die Marmorblöcke hinunter ins Tal bis ans Meer nach Marina di Carrara. Die abenteuerliche Marmorfahrt ging durch 15 Tunnel und über 16 Brücken. Eindrucksvoll sind hier auch noch heute der Tunnel zwischen Fantiscritti und Ravaccione sowie die Brücken von Vara, Vezzala und Ravaccione. Auf hohen Pfeilern und Bögen ruht das majestätische Viadukt von Miseglia, von dessen Anmut man sich vor Ort ein Bild machen sollte.

 

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