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Basilikata Reise

Matera

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Matera Beitragsbild

Bis in die 1950er-Jahre lebten in Matera in der Region Basilikata die Menschen unter erbärmlichen Bedingungen in Höhlenwohnungen. Inzwischen wurden in der Europäischen Kulturhauptstadt von 2019 viele der Wohnungen saniert. Die Höhlen sind heute ein absoluter Publikumsmagnet.

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Die Chiesa di Santa Maria de Armenis ist ein hervorragendes Beispiel für eine Felsstruktur, die die Überreste einer benediktinischen Siedlung  darstellt.

Die Stadt Matera befindet sich rund 200 km östlich von Neapel, ca. 70 km westlich von Bari und ebenso 70 km nördlich von Tarent am Ionischen Meer. Die Geschichte von Matera reicht weit zurück bis in die Jungsteinzeit, wo das Gebiet um ca. 7500 v. Chr. besiedelt wurde. Im Jahr 251 v. Chr. wurde die Stadt dann vom Konsul der römischen Republik als Matheola gegründet. Bis 1663 gehörte Matera zu Apulien, bevor es dann zur Region Basilikata zugeordnet wurde. 1806 war es noch die Hauptstadt der Region Basilikata und heute ist es Hauptstadt der Provinz Matera. Hauptstadt von Basilikata ist heute Potenza.

Matera ist bekannt für die Grotten und Höhlensiedlungen (Sassi di Matera) in den Felsen auf dem die Stadt steht, wo die Menschen schon vor tausenden Jahren ihre Wohnbereiche mit Weinkeller, Kühlschränke und auch Kirchen geschaffen haben. Diese Höhlen befinden sich in den steilen Felsen des Flusstales der Gravina.
Wenn man über Matera spricht, hat jeder einen gigantischen Berg von Häusern vor den Augen – aufgetürmt wie eine Pyramide. Oben an der Spitze lebten einst die reichen Leute in villenähnlichen Gebäuden, während die sozial schwächeren unten in den Höhlenwohnungen untergebracht waren. Die hygienischen Zustände in diesen Höhlen waren so schlecht, dass die Italienische Regierung Anfang der 1950er-Jahre beschloss, diesen „Schandfleck“ zu beseitigen und hat neuen Wohnraum geschaffen, indem man in der Umgebung von Matera neue Dörfer für die Höhlenbewohner aus dem Boden stampfte.

Ende der 1950er-Jahre wurde die Altstadt dann geschlossen, um für die Nachwelt zu konservieren. Die Altstadt wurde inzwischen sehr aufwendig renoviert und gleicht nun einem modernen Viertel mit Hotels, B&Bs, Restaurants und Boutiquen. Ein Tipp ist eine Übernachtung in einem der geschmacksvoll eingerichteten Höhlenhotels.

So war es dann auch logisch, dass man bei der Feier „Matera – Europäische Kulturhauptstadt 2019“ das Motto „Open Future“ wählte, um eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen. Dabei standen Theater- und Musikaufführungen wie Kunstinstallationen und Diskussionsrunden auf dem Programm.

      

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