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Reise Trentino Val di Non

Cles

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Cles liegt auf einer sonnigen Terrasse über dem Lago di Santa Giustina im Val di Non und verbindet Geschichte mit Natur. Der Ort war und ist politisches, wirtschaftliches und kulturelles Herz des Tals und hat sich diesen Stellenwert bis heute bewahrt.

Nicht nur als Verwaltungssitz, sondern auch als lebendiger Treffpunkt prägt Cles das Alltagsleben der Region. Eingebettet in eine weite Landschaft aus Apfelgärten, Hügeln und Bergen bietet die Ortschaft einen idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in die Brenta-Dolomiten, ins benachbarte Val di Sole sowie zu Seen und Hochplateaus der Umgebung.

Die Chiesa Parrocchiale di Santa Maria Assunta beeindruckt mit gotisch-renaissance Architektur, Fresken und reicher Geschichte.

Die Chiesa Parrocchiale di Santa Maria Assunta beeindruckt mit gotisch-renaissance Architektur, Fresken und reicher Geschichte.

Geschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von Cles reichen weit in die Vergangenheit zurück. Archäologische Funde belegen Siedlungsspuren bereits aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Ein herausragendes Zeugnis aus der Römerzeit ist die berühmte Tavola Clesiana, ein Bürgerrechtsedikt Kaiser Claudius aus dem Jahr 46 n. Chr., das den Bewohnern des Tals das römische Bürgerrecht zusprach. Eine Kopie dieser Bronzetafel ist heute im Palazzo Assessorile zu sehen und unterstreicht die frühe Bedeutung des Ortes.

Im Mittelalter entwickelte sich Cles unter dem Einfluss einflussreicher Adelsfamilien und kirchlicher Autoritäten zu einem regionalen Machtzentrum. Besonders prägend war die Familie Clesio. Der aus Cles stammende Bernardo Clesio, Fürstbischof von Trient, spielte im 16. Jahrhundert eine Schlüsselrolle in Politik, Verwaltung und Kultur des Fürstbistums und hinterließ weit über das Tal hinaus Spuren der Renaissance.

Architektur und kulturelles Erbe

Das Ortsbild von Cles ist geprägt von Bauwerken verschiedener Epochen. Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta im historischen Zentrum vereint gotische und Renaissance-Elemente und beeindruckt mit Fresken, Altären und kunstvollen Ausstattungsdetails. Sie gilt als eines der wichtigsten sakralen Bauwerke des Val di Non.

Rund um die Altstadt finden sich zahlreiche historische Häuser und Adelspaläste. Der Palazzo Assessorile dient heute als kulturelles Zentrum mit Ausstellungen und Veranstaltungen. Oberhalb des Sees erhebt sich Castel Cles, dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert, ist heute jedoch in Privatbesitz und nicht regulär zugänglich. Ergänzt wird das kulturelle Erbe durch kleinere Kirchen und Kapellen in den Ortsteilen, die von der tief verwurzelten religiösen Tradition zeugen.

Landschaft, Natur und Lebensart

Cles ist von weitläufigen Apfelplantagen umgeben, die das Landschaftsbild des Val di Non prägen. Die berühmten D.O.P.-Äpfel zählen zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen des Trentino und sind eng mit Identität und Wirtschaft der Region verbunden.
Ein dichtes Netz aus Wander- und Radwegen führt durch Obstgärten, Wälder und zu aussichtsreichen Punkten mit Blick auf die Brenta-Dolomiten sowie die Mendel- und Ortlergruppe.

   

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