Pappardelle al cinghiale
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Pappardelle al cinghiale vereint breite Nudeln mit Wildschweinragout und verkörpert die herzhafte Küche der Toskana pur. Dieses Gericht ist eine Ikone der toskanischen Landküche und entstand in Regionen, in denen Wildschweine traditionell zum natürlichen Landschaftsbild gehören.
Die breiten Bandnudeln, Pappardelle genannt, nehmen die sämige Sauce besonders gut auf und machen das Gericht gleichzeitig rustikal und elegant. Es ist ein typisches Herbst- und Winteressen, das Wärme spendet, satt macht und mit tiefen Aromen begeistert. In vielen Trattorien wird es als Hausrezept gepflegt, jede Familie hat ihre eigene Variante, doch der Kern bleibt gleich: lang geschmortes Wildschwein und gute Pasta.

Pappardelle al cinghiale: breite Nudeln mit Wildschweinragout, kräftig, aromatisch und ein klassisches toskanisches Traditionsgericht.
Die Grundlage bilden Wildschweinfleisch, Rotwein, Tomaten, Zwiebeln, Karotten, Sellerie und aromatische Kräuter wie Rosmarin, Lorbeer und Wacholder. Olivenöl, Knoblauch, Pfeffer und Salz runden ab. Oft wird das Fleisch zuvor in Wein und Gewürzen mariniert, um es zarter zu machen und den typischen Wildgeschmack fein zu harmonisieren. Für die Nudeln verwendet man frischen Pastateig mit Eiern und Weizenmehl, dessen Breite namensgebend ist und der Sauce eine große Oberfläche bietet.
In der Zubereitung wird zunächst ein Soffritto aus fein gehacktem Gemüse in Olivenöl angedünstet. Dann kommt das in Stücke geschnittene Wildschweinfleisch hinzu und wird kräftig angebraten. Mit Rotwein abgelöscht, schmort es langsam mit Tomaten und Kräutern über längere Zeit, oft mehrere Stunden. Durch dieses sanfte Garen zerfällt das Fleisch beinahe faserig und verbindet sich mit der Sauce zu einem dichten Ragout. Die frisch gekochten Pappardelle werden direkt mit der Sauce vermengt, sodass sie sich vollständig überziehen lässt.

Pappardelle al cinghiale vereinen zartes Wildschweinragout mit breiten Nudeln und stehen für herzhaften, ursprünglichen Toskana-Genuss.
Serviert wird das Gericht meist ohne große Verzierungen, denn sein Reiz liegt im Aroma: Noten von Wald, Kräutern, Wein und Tomaten verbinden sich zu einem tiefen, runden Geschmack. Ein Faden Olivenöl oder etwas gereifter Pecorino Toscano kann hinzugefügt werden, mehr braucht es nicht. Pappardelle al cinghiale steht für die toskanische Küchenphilosophie: naturverbunden, ehrlich, reich an Geschmack und doch ohne Schnörkel – ein Gericht, das Landschaft und Tradition auf dem Teller spürbar macht.























