Vatikan – Museo Gregoriano Etrusco
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Im Vatikan präsentiert das Museo Gregoriano Etrusco kostbare Zeugnisse einer Kultur, die das antike Italien nachhaltig prägte.Das Museo Gregoriano Etrusco gehört zu den faszinierenden Abteilungen der Vatikanischen Museen. Gegründet wurde es 1837 von Papst Gregor XVI., nach dem das Museum bis heute benannt ist. Anlass für seine Einrichtung waren bedeutende archäologische Entdeckungen, die in den Jahren zuvor vor allem im Gebiet des damaligen Kirchenstaates gemacht worden waren. Zahlreiche Grabbeigaben, Keramiken und Kunstgegenstände gelangten auf diese Weise in die päpstlichen Sammlungen.

Antike Vasen im Museo Gregoriano Etrusco zeigen kunstvolle Szenen aus Mythologie und Alltag.
Im Mittelpunkt steht die Kultur der Etrusker, die insbesondere in Mittelitalien zwischen etwa dem 9. und 1. Jahrhundert v. Chr. eine bedeutende Rolle spielte. Ihr Kerngebiet umfasste große Teile der heutigen Toskana, des nördlichen Latiums und Umbriens. Lange bevor Rom zur beherrschenden Macht aufstieg, verfügten etruskische Städte bereits über eine hoch entwickelte Kultur, weitreichende Handelsbeziehungen und bemerkenswerte handwerkliche Fähigkeiten.

Das kunstvolle Bodenmosaik im Museo Gregoriano Etrusco beeindruckt mit Farben und Himmelsmotiven.
Kostbare Funde aus etruskischen Gräbern
Ein großer Teil der ausgestellten Objekte stammt aus Grabanlagen und vermittelt einen eindrucksvollen Eindruck vom Alltag, vom Glauben und von den Bestattungsritualen der Etrusker. Zu sehen sind kunstvoll verzierte Keramikgefäße, Schmuckstücke, Waffen, Bronzegegenstände und persönliche Gebrauchsgegenstände. Besonders wertvoll sind die zahlreichen Goldarbeiten, die von der hohen Kunstfertigkeit etruskischer Goldschmiede zeugen.
Zu den bekanntesten Exponaten zählt der Mars von Todi, eine nahezu lebensgroße Bronzestatue eines Kriegers aus dem späten 5. Jahrhundert v. Chr. Das außergewöhnlich gut erhaltene Werk wurde Anfang des 19. Jahrhunderts nahe Todi in Umbrien entdeckt und gehört heute zu den bedeutendsten etruskisch beeinflussten Bronzearbeiten der Sammlung.
Griechenland, Etrurien und Rom
Das Museum beschränkt sich nicht ausschließlich auf etruskische Kunst. Die Ausstellung verdeutlicht auch die engen kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Völkern des Mittelmeerraums. Besonders sichtbar wird dies bei den griechischen Keramiken, die durch Handel nach Etrurien gelangten und häufig als kostbare Grabbeigaben verwendet wurden.
Gleichzeitig lässt sich nachvollziehen, wie stark die etruskische Kultur das aufstrebende Rom beeinflusste. Architektur, Religion, politische Symbole und gesellschaftliche Bräuche der Römer übernahmen zahlreiche Elemente ihrer nördlichen Nachbarn. Mit der zunehmenden Ausbreitung Roms verloren die etruskischen Städte schließlich ihre politische Selbstständigkeit und gingen schrittweise in der römischen Welt auf.
Kunstschätze in historischen Räumen
Einen besonderen Rahmen erhält die Sammlung durch ihre Lage im ehemaligen Palast von Innozenz VIII. und angrenzenden Räumen. Historische Fresken und prachtvoll ausgestattete Säle bilden einen reizvollen Kontrast zu den teilweise mehr als zweitausend Jahre alten Exponaten.
Das Museo Gregoriano Etrusco zählt damit zu jenen Bereichen der Vatikanischen Museen, in denen sich ein genauerer Blick besonders lohnt. Abseits der berühmtesten Meisterwerke des Vatikans eröffnet es einen faszinierenden Zugang zu einer Kultur, deren Spuren bis heute in Italien sichtbar sind.
Weitere Informationen zum Museo Gregoriano Etrusco finden Sie hier.
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