Suche
LADE...

Tippen um zu suchen

Reise Trentino Val di Non

Val di Non – Castel Thun

Teilen

Castel Thun erhebt sich auf einem Hügel über dem Val di Non und gehört zu den bedeutendsten Schlössern in Trentino. Seit dem 13. Jahrhundert prägt diese eindrucksvolle Burg das Tal, verbindet mittelalterliche Architektur mit kulturellem Erbe und gibt Einblicke in das Leben des lokalen Adels über viele Jahrhunderte hinweg.

Umgeben von weitläufigen Obstgärten, die im Frühling das Tal in ein weißes Blütenmeer verwandeln, und eingerahmt von den Gipfeln der Dolomiten, ist Castel Thun nicht nur ein historisches Monument, sondern heute ein lebendiger Ort für Ausstellungen, Veranstaltungen und kulturelle Begegnungen. Wer das Val di Non besucht, sollte dieses Wahrzeichen unbedingt erleben und in seine Geschichte eintauchen.

Castel Thun ist eine der besterhaltenen Burgen des Trentino und beeindruckt mit Türmen, Sälen und weiter Aussicht rundum.

Castel Thun ist eine der besterhaltenen Burgen des Trentino und beeindruckt mit Türmen, Sälen und weiter Aussicht rundum.

Geschichte des Schlosses

Castel Thun wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als Sitz der mächtigen Familie Thun errichtet, die über Jahrhunderte das soziale, wirtschaftliche und politische Leben im Val di Non mitprägte. Die Anlage entwickelte sich von einer ursprünglich militärischen Festung zu einer repräsentativen Residenz, in der Gericht, Verwaltung und herrschaftliche Lebensweise eng verwoben waren. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Schloss immer wieder erweitert, modernisiert und künstlerisch ausgestaltet, um sowohl den Verteidigungsbedürfnissen als auch repräsentativen Zwecken gerecht zu werden.

Nach dem Niedergang der Adelsprivilegien verblieb das Anwesen über Generationen im Familienbesitz, bis es 1992 von der Autonomen Provinz Trient erworben wurde. Nach umfangreichen Restaurierungen öffnete Castel Thun 2010 als Museum und kulturhistorisches Zentrum für die Öffentlichkeit.

Castel Thun wurde ab dem 13. Jahrhundert erbaut und über mehrere Jahrhunderte hinweg bis ins 17. Jahrhundert erweitert und umgestaltet.

Castel Thun wurde ab dem 13. Jahrhundert erbaut und über mehrere Jahrhunderte hinweg bis ins 17. Jahrhundert erweitert und umgestaltet.

Architektur und Innenräume

Das Schloss beeindruckt durch seine gut erhaltene wehrhafte Struktur im gotischen Stil, komplett mit Türmen, Mauern, einer Zugbrücke und dem charakteristischen Spanischen Tor am Eingang, das ein markantes Beispiel spätmittelalterlicher Baukunst darstellt.

Im Inneren erwarten Besucher über 40 original eingerichtete Räume mit Möbeln, Kunstgegenständen, Kachelöfen und einer umfangreichen Bibliothek, die das Leben des Adels über mehrere Jahrhunderte dokumentieren. Besonders sehenswert ist das Bischofszimmer, komplett mit feinen Zirbenholz‑Paneelen ausgestattet, sowie reich dekorierte Säle, die mit Familienporträts und historischen Objekten die Atmosphäre höfischen Lebens vermitteln.

Umgebung und Natur

Castel Thun thront hoch über dem Val di Non, eingebettet in die berühmten Apfelplantagen der Region, deren Blüte im Frühjahr das Tal in ein spektakuläres Farbenspiel taucht.Rund um die Burg führen Wander‑ und Radwege durch die Obstgärten und entlang grüner Hänge zu Aussichtspunkten mit beeindruckenden Blicken auf die umliegenden Dolomiten und das Nonstal. In der Umgebung liegen zudem historische Dörfer, kleine Kirchen und Kapellen, die die kulturelle Bedeutung des Tals ergänzen und ein lebendiges Bild der alpin‑ländlichen Lebensweise vermitteln.

Lust auf Italien Ausgabe 5/2025
Lust auf Italien 5/2025

Emilia-Romagna, Toskana, Trentino und Südtirol

Leseprobe   im Shop kaufen

Stichwörter
Nächster Beitrag

Das wird Sie vielleicht auch interessieren