Rom – Fontana di Trevi
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Mitten im historischen Rom zählt die Fontana di Trevi zu jenen Orten, an denen sich Geschichte und Lebensgefühl begegnen. Kaum ein anderer Platz der italienischen Hauptstadt besitzt eine vergleichbare Anziehungskraft. Zwischen den dicht stehenden Häusern der Altstadt öffnet sich überraschend die Piazza di Trevi, beherrscht von einer monumentalen Kulisse aus hellem Travertin, bewegtem Wasser und barocker Architektur. Wer sich durch die schmalen Gassen nähert, hört häufig schon das Rauschen des Wassers, bevor der Brunnen überhaupt zu sehen ist.

Die Fontana di Trevi zählt zu den berühmtesten Wahrzeichen Roms und beeindruckt mit monumentaler barocker Architektur.
Gerade die Lage macht einen großen Teil der Faszination aus. Die Fontana di Trevi steht nicht auf einem weitläufigen Platz, sondern scheint beinahe mit den umliegenden Häuserfassaden zu verschmelzen. Der Brunnen bildet die prächtige Schauseite des Palazzo Poli und nimmt einen großen Teil der kleinen Piazza ein. Dadurch wirkt die Szenerie besonders imposant: Erst wenige Schritte vor dem Ziel gibt die enge Bebauung den Blick auf das monumentale Ensemble frei.

Im Zentrum der Fontana di Trevi steht Oceanus, dessen imposante Figur von Meerespferden und Tritonen eindrucksvoll begleitet wird.
Seinen heutigen Charakter erhielt der Brunnen im 18. Jahrhundert. Papst Clemens XII. beauftragte 1732 den Architekten Nicola Salvi mit der Neugestaltung. Nach dessen Tod wurde das Werk unter anderem von Giuseppe Pannini weitergeführt und 1762 vollendet. Im Zentrum steht der Meeresgott Oceanus, dessen von Meerespferden gezogener Wagen die Macht und Wandelbarkeit des Wassers symbolisiert. Die Wasserversorgung reicht jedoch wesentlich weiter zurück: Bereits in der Antike führte die Aqua Virgo frisches Wasser nach Rom.
Ein Ort voller Leben und Traditionen
Heute gehört die Piazza di Trevi zu den lebendigsten Orten der Stadt. Vom frühen Morgen bis in die Abendstunden treffen hier Reisende aus aller Welt auf Römer, Stadtführer und Spaziergänger. Besonders reizvoll zeigt sich der Platz am frühen Morgen, wenn es noch ruhiger ist und die ersten Sonnenstrahlen die Fassaden erreichen. Am Abend wiederum sorgt die Beleuchtung für eine fast theatralische Atmosphäre.
Untrennbar mit der Fontana di Trevi verbunden ist eine der bekanntesten Traditionen Roms: Wer eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter ins Wasser wirft, soll eines Tages nach Rom zurückkehren. Millionen Besucher folgen diesem Brauch und machen ihn zu einem festen Bestandteil ihres Aufenthalts in der Ewigen Stadt.

Eine Münze über die Schulter in die Fontana di Trevi zu werfen, soll der Legende nach eine spätere Rückkehr nach Rom sichern.
Filmkulisse und Symbol für Rom
Auch das Kino hat entscheidend zum weltweiten Ruhm des Brunnens beigetragen. Unvergessen ist die Szene aus Federico Fellinis Film „La Dolce Vita“, in der Anita Ekberg nachts in das Wasser steigt und Marcello Mastroianni zu sich ruft. Seitdem steht die Fontana di Trevi wie kaum ein anderer Ort für das romantische, elegante und manchmal verträumte Bild Roms.
Doch selbst ohne Filmgeschichte und Münzritual wäre dieser Platz außergewöhnlich. Es ist das Zusammenspiel aus Architektur, Wasser, engen Altstadtgassen und italienischem Stadtleben, das seinen besonderen Reiz ausmacht. Die Fontana di Trevi ist deshalb weit mehr als eine berühmte Sehenswürdigkeit: Sie gehört zu jenen Bildern, die für viele Menschen untrennbar mit Rom verbunden sind.
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