San Marino – 10 Euro Fauna
Teilen
Mit „Fauna di San Marino“ startet die Republik San Marino 2026 eine Münzserie, die ganz der heimischen Tierwelt gewidmet ist. Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen insgesamt neun verschiedene Ausgaben erscheinen. Im Mittelpunkt stehen geschützte Tierarten, die im kleinen Staatsgebiet am Monte Titano ihren Lebensraum haben. Den Auftakt bilden drei besonders unterschiedliche Vertreter: die auffällige Marienkäferspinne, der farbenprächtige Eisvogel und der kleine Gartenschläfer, der auch als Haselmaus beziehungsweise Moscardino bekannt ist.
Die neue Serie verbindet Numismatik mit Natur- und Artenschutz. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt vom Naturzentrum San Marino. Dabei sollen die Münzen nicht allein Sammler ansprechen. Poste San Marino möchte insbesondere auch jüngere Menschen für die Tierwelt der Republik begeistern und ihnen über die Münzmotive einen Zugang zur Numismatik ermöglichen. Hinter jeder dargestellten Art stehen deshalb nicht nur ein attraktives Motiv, sondern auch ein Lebensraum und eine eigene Geschichte. Eine Besonderheit der Serie ist die farbige Gestaltung der Tiere. Die natürlichen Farben heben einzelne Details hervor und machen die drei Motive besonders lebendig. Produziert werden die Münzen von der Münze Österreich AG. Die Entwürfe der Rückseiten stammen von der Künstlerin Nina Schwarzer.
Marienkäferspinne – klein, selten und außergewöhnlich
Den wohl ungewöhnlichsten Vertreter des ersten Jahrgangs zeigt die Münze mit der Marienkäferspinne. Ihren Namen verdankt das Tier dem auffälligen Erscheinungsbild der männlichen Exemplare. Der leuchtend rote Hinterleib trägt mehrere schwarze Punkte und erinnert damit tatsächlich an einen Marienkäfer. Gerade diese charakteristische Zeichnung eignet sich hervorragend für die farbige Umsetzung auf einer Münze.
Die Spinne gehört zu den weniger bekannten Bewohnern der europäischen Natur und führt ein weitgehend verborgenes Leben. Umso reizvoller ist ihre Wahl für den Auftakt der Serie: Statt ausschließlich bekannte oder besonders große Tiere zu präsentieren, rückt San Marino bewusst auch kleine Arten in den Mittelpunkt, die leicht übersehen werden. Die intensive rote Farbgebung bildet dabei einen starken Kontrast zum metallischen Untergrund der Münze.
Eisvogel – ein schillernder Bewohner am Wasser
Deutlich bekannter ist das zweite Tier des ersten Ausgabejahres. Der Eisvogel zählt aufgrund seines außergewöhnlichen Gefieders zu den auffälligsten europäischen Vogelarten. Vor allem seine kräftigen Blau-, Türkis- und Orangetöne machen ihn unverwechselbar. Genau diese Farben kommen bei der kolorierten Darstellung auf der Münze besonders zur Geltung.
Der Eisvogel ist eng an Gewässer gebunden und ein hervorragender Jäger. Von einem Ansitz aus beobachtet er die Wasseroberfläche und stößt blitzschnell hinab, um kleine Fische zu erbeuten. Seine Aufnahme in die Serie steht damit zugleich für einen völlig anderen Lebensraum als bei der Marienkäferspinne. Das Motiv erweitert die numismatische Reise durch die Natur San Marinos um die Vogelwelt und die Lebensräume an Gewässern.
Moscardino kleiner Bewohner der Wälder
Die dritte Münze ist einem besonders sympathisch wirkenden Bewohner der Wälder gewidmet. Der italienisch „Moscardino“ genannte kleine Nager ist vor allem durch sein gold- bis orangebraunes Fell, die großen dunklen Augen und seinen langen Schwanz gekennzeichnet. Im Deutschen ist das Tier als Haselmaus bekannt.
Der überwiegend nachtaktive Waldbewohner hält sich bevorzugt in dichter Vegetation auf und ernährt sich unter anderem von Früchten, Samen und Nüssen. Gerade sein zurückgezogenes Leben macht ihn zu einem Tier, das viele Menschen trotz seines Vorkommens in Europa nur selten in freier Natur zu Gesicht bekommen. Auf der Münze erhält der kleine Waldbewohner nun einen prominenten Platz und steht stellvertretend für die Säugetierwelt der Republik.
Neun Münzen in drei Jahren
Mit diesen drei Motiven ist die Serie erst am Anfang. Insgesamt neun Tierarten sollen innerhalb von drei Jahren vorgestellt werden. Damit entsteht nach und nach eine kleine numismatische Bestandsaufnahme der Biodiversität San Marinos. Die Verbindung aus Tiermotiven, Kolorierung und vergleichsweise niedriger Auflage dürfte die Serie auch für Sammler außerhalb der Republik interessant machen.
Von jeder der drei ersten Ausgaben werden lediglich 7.500 Exemplare hergestellt. Die erste Ausgabe der Serie „Fauna di San Marino“ erschien am 15. September 2026. Damit bilden Marienkäferspinne, Eisvogel und Moscardino zugleich den ersten Jahrgang einer Sammlung, die bis 2028 auf insgesamt neun Tiermotive anwachsen soll.
Weitere Informationen
Autor: Nina Schwarzer
Wert: 3 Münzen à 10 Euro
Auflage: à 7.500
Ausgabe: 15. September 2026
Metall: Kupfernickel 25
Rand: glatt
Gewicht: 16 g
Durchmesser: 34 mm
Münzprägung: Münze Österreich AG
Südtiroler Weinstrasse
Eppan · Terlan · Kaltern · Tramin· Südtirols Süden · Bozen























