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Weihnachten in Italien

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In Italien wird die Weihnachtszeit mit einer Vielzahl von Traditionen feierlich eingeläutet und es ist das Familienfest des Jahres.

Bereits Wochen vor dem Fest werden überall in Italien die Straßen und Geschäfte mit Lichterketten geschmückt. Vor den Läden in den Innenstädten werden immer öfter auch kleine Weihnachtsbäume aufgestellt. Auch die aus nördlicheren Ländern eingeführte Sitte, einen großen, festlich geschmückten Weihnachtsbaum auf den größeren öffentlichen Plätzen aufzustellen, hat sich durchgesetzt.
Die weihnachtlichen Festtage beginnen mit dem italienischen Feiertag Mariä Empfängnis (8.12.). An diesem Tag bereiten sich die Familien auf Weihnachten vor und die wichtigste Aufgabe ist einen Tannenbaum zu besorgen, der dann festlich geschmückt wird. Es werden jedoch meist keine Bäume geschlagen, sondern die Bäume werden mitsamt ihren Wurzeln in die Wohnung gebracht. Dort bleiben sie bis zum 6. Januar.

Weihnachten & La Befana

24 Stunden vor Heilig Abend wird in Italien nach katholischem Brauch Streng gefastet. Das Weihnachtsfest selbst findet am 25. Dezember mit großen Familientreffen und Festessen statt. An diesem Tag wird das Jesus-Kind in ganz Italien ausgiebig gefeiert. Aus diesem Grund sagt man auch „Buon Natale“, was wörtlich „Guten Geburtstag“ bedeutet und auf die Geburt Jesus hinweist. Die Kinder finden dann ihre Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Ein typisches italienisches Weihnachtsessen wie die Weihnachtsgans mit Blaukraut und Knödel gibt es nicht, da die regionalen Unterschiede zu groß sind. Was sich aber italienweit durchgesetzt hat, ist der süße Abschluss Panettone (Kuchen mit gehackten kandierten Früchten), der mit Supmante (Schaumwein) begossen wird.
Eine zweite Bescherung findet am 6. Januar statt, wenn die Hexe La Befana nachts durch die Schornsteine saust und Geschenke verteilt. Den Erzählungen nach tut sie das, weil sie in jedem Haus das Jesuskind versteckt glaubt. Dazu stellen die Kinder Schuhe vor die Haustür, je nachdem ob die Kinder das Jahr brav oder ungezogen waren bekommen sie Geschenke oder Kohle hineingelegt. La Befana stammt aus einer traditionellen, ländlichen Legende, trägt kaputte Schuhe und fliegt auf einem Besen. Mit diesem Tag lässt die Hexe die Festlichkeit verschwinden und läutet somit das Ende der Weihnachtszeit ein.

Weihnachtszauber Südtirol

Eine etwas andere Art Weihnachten zu feiern findet man in Südtirol. Überall duftet es nach frischgebackenem Zelten und Apfelstrudel. Es leuchtet wie im Märchen auf den Weihnachtsmärkten und viele Bräuche sind hier zu finden. Am 1. Adventsonntag wird ein Adventkranz aus Tannenzweigen aufgestellt und mit vier Kerzen und Schleifen verziert. Jeden Sonntag vor Weihnachten wird im Rahmen einer kleinen Andacht eine der Kerzen angezündet.
Am Nikolaustag, dem 6. Dezember findet in vielen Ortschaften ein Umzug statt. Begleitet wird der Zug von weißgekleideten Engeln und den „Krampussen“. Diese Teufelsgestalten verbreiten mit ihren Masken und Ruten Schrecken unter den Kindern. Besonders traditionell ist dieser Umzug in Stilfs im Vinschgau. Beim  „Klosn“ wird der Nikolaus von bunten Gestalten mit Schellen und Ketten begleitet.

Bräuche & Tradition

In manchen Orten wird noch das Klöckeln (= klopfen) gepflegt, welches sich in seiner urtümlichen Form bis auf den heutigen Tag erhalten hat. In den drei Klöckelnächten im Advent vor der Wintersonnenwende ziehen mit Lärm und Getöse Gruppen vermummter Männer von Haus zu Haus und bitten mit zwei alten Liedern, dem Klöckellied und Danklied, um Gaben.

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Weihnachtsmärkte

Wenn Sie in Südtirol unterwegs sind,sollten Sie unbedingt die fünf Original Südtiroler Christkindlmärkte in Bruneck, Brixen, Sterzing, Bozen und Meran besuchen. Sie gehören zur weihnachtlichen Südtiroler Tradition dazu. Etwas weiter südlich in Trento ist der Weihnachtsmarkt zu einem beliebten Ziel von Touristen geworden, die auf der Suche nach echter Weihnachtsstimmung sind. Zum Verkauf stehen Christbaumschmuck und Krippen, handwerkliche Gegenstände, Backwaren, landestypische Produkte und originelle Geschenkartikel. Mitten auf dem Platz befindet sich der schon zur Tradition gewordene Gastro-Sektor mit Trentiner Spezialitäten aus Küche und Keller. An den 16 Ständen der Sapori del mercatino kann der Besucher Strudel und die „treccia mòchena“ kosten, die „polenta brustolada“, traditionelle, süße wie salzige Trentiner und Tiroler Köstlichkeiten und typische Gerichte wie den „tortel di patate“.

Weihnachtsfest

Einige Tage vor Weihnachten wird dann in den Häusern die Weihnachtskrippe aufgestellt. Holz- oder Tonfiguren stellen die Situation der biblischen Weihnachtsgeschichte dar – die heilige Familie im Stall umgeben von Hirten und Engel. Ab 6. Januar gesellen sich zur Krippe die Heiligen Drei Könige dazu.
Während an Weihnachten anderswo der Weihnachtsmann, Santa Claus oder die Befana die Geschenke bringt, ist es in Südtirol seit ewigen Zeiten das
Christkind. Bevor das Christkind am 24. Dezember abends kommt, geht es noch in die Christ- oder Kindermette. Nach dem Gottesdienst kommen alle mit dem „Betlehem-Lichtchen“ in der Hand zurück nach Hause. Bevor der Einlass in die wohlig-warme Stube und zu den Geschenken gegeben wird, muss das Christkind nur noch sein OK mittels des Glöckchen-Klingen geben. Nach der Bescherung gibt es anschließend Essen.
In den letzten Tagen des Jahres ziehen Sternsinger von Haus zu Haus und singen Lieder um Spenden zu sammeln. Kinder oder Erwachsene verkleiden sich als die Heiligen Drei Könige, die der Weihnachtsgeschichte nach aus dem Morgenland kamen um das Christkind zu beschenken. Mit geweihter Kreide werden die jeweiligen Jahreszahlen und die Initialen C+M+B (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) auf die Haustür geschrieben. Mit diesem Brauch endet die Weihnachtszeit.

 

Lust auf Italien: Juli/August

Cover: Titel - Lust auf Italien 3/2022

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