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Oberitalienische Seen Reise

Cusio, der idyllische Ortasee

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Lust auf Italien, Reisen, oberitalienische Seen, Ortasee

Der Ortasee, früher auch Cusio genannt, bezaubert seine Besucher mit einem harmonischen Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur. Auch die kurzen Entfernungen zwischen den Ortschaften und Sehenswürdigkeiten sprechen für diesen wunderschönen kleinen See westlich des Lago Maggiore.

Der Ortasee, auch Lago d’Orta genannt, befindet sich zwischen den Provinzen Novara und und Verbano Cusio Ossola. Der Lago d´Orta liegt landschaftlich reizvoll in einem südlich ausgerichteten ehemals stark bewaldeten Tal im nördlichen Piemont, einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Italiens. Im Norden befindet sich mit dem Ort Omegna die größte Ansiedlung am See, weiter im Süden stellt Orta San Giulio das Zentrum des Tourismus und den aktuellen Namengeber des Sees. Der Ort beherbergt mit dem Sacri Monti sogar ein UNESCO Weltkulturerbe. Mit seinen gerade mal 18,2 km² Fläche zählt der Ortasee zu den eher kleineren Seen in Italien. Auch ist er mit der maximalen Tiefe von 143 Metern eher flach.
Der See wird nordöstlich durch den 1.490 m hohen Berg Mottarone vom Lago Maggiore getrennt. Die Bergkette Valsesia begrenzt den See nach Westen hin, die bis tief ans Ufer bzw. ins Wasser reicht. Das Westufer ist daher steil und rau, seine Berge gehören bereits zu den Ausläufern des Monte-Rosa-Massivs (4.633 m), des zweithöchsten Bergmassivs der Alpen. Das bedeutet, dass es am Ortasee keine Küstenstraße gibt, die direkt am See entlang rundherum führt.

Info
Länge: 13,4 km
Breite: 2,5 km
Fläche: 18,2 km2
Tiefste Stelle: 143 m
Höchster Berg: Monte Mottarone (1.490 m)

 

Im Süden verhindert eine Endmoräne den Abfluss nach Süden. Der Lago d`Orta ist damit der einzige See in Norditalien, der nach Norden abfließt. Das Wasser ergießt sich in den Bach Nigoglia und dann in die Strona und den Toce. Dieser wiederum mündet in den Lago Maggiore.
Da der Ortasee ein wenig abseits von den anderen Seen liegt, wird man hier in die vergangene Zeit zurückversetzt, ohne Massentourismus. Der Ortasee ist ein malerisches Schlaraffenland, wo das harmonische Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur sowie die kurzen Entfernung zu den anderen Ortschaften bzw. Attraktionen besser nicht sein könnte. Besonders am Ostufer ist das Klima bis weit in den Herbst hinein äußerst mild und über weite Flächen ziehen sich Wiesen und Wälder: vorwiegend Edelkastanien und Buchen und in den höheren Lagen Tannen- und Fichtenwälder.
Das Seeufer ist zum Teil befestigt, so dass der Zugang über Stufen erfolgt, vor allem im Süden wurden einige Kiesstrände mit Sand aufgefüllt. Die Wasserqualität des Ortasees ist sehr hoch, das Wasser ist klarer und frischer als an anderen oberitalienischen Seen. Auch die Farbe des Wassers erinnert bei günstigen Sonnenkonstellationen zuweilen ans Meer: azur, absolut klar, Sicht bis auf mehrere Meter zum Grund.

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In der Mitte des Ortasees befindet sich die Insel San Giulio. Ein Großteil der Fläche wird vom Kloster Mater Ecclesiae eingenommen.

Sehenswürdigkeiten

In der Mitte des Ortasees liegt das malerische San Giulio. Es handelt sich hierbei um eine kleine Insel die allerdings bewohnt ist und zur Gemeinde Orta San Giulio gehört. Das kleine Eiland ist 275 Meter lang und 140 Meter breit. Ein Großteil der Fläche wird vom Kloster Mater Ecclesiae eingenommen. Unbedingt besuchen sollte man Orta San Giulio. Es liegt auf einer in den See hineinragenden Landzunge und ist ein bedeutender Fremdenverkehrsort mit romantischer Altstadt. Die meisten Bürgerhäuser stammen aus der Zeit der Renaissance und des Barock. Der Hauptplatz des Ortes ist die Piazza Motta, an der auch die Schiffe zur Isola San Giulio anlegen. Seit 1228 findet hier jeden Mittwoch der Wochenmarkt statt. An der nördlichen Schmalseite liegt das ehemalige Rathaus aus dem Jahre 1582, jetzt Palazotto della Comunitá. An der Ostseite des Platzes steigt man die Gasse Salita della Motta auf, an deren oberem Ende die Kirche Santa Maria Assunta thront. Sie wurde erstmals im Jahre 1485 erbaut und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wiedererrichtet.
Jahrhunderts wiedererrichtet.
Für Filmfreunde sei der Ortsteil Legro erwähnt. Er ist als „bemaltes Dorf ” bekannt. Die Wände vieler Häuser sind geschmückt mit gemalten Szenen aus Spielfilmen, die im Bereich des
Ortasees gedreht wurden. Oberhalb des Ortes San Giulio erhebt sich der Sacro Monte d‘Orta. Er ist Teil des UNESCO-Welterbes Sacri Monti, dessen 20 Kapellen aus dem Jahr 1590 alle dem heiligen Franziskus von Assisi gewidmet wurden.

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Die Kirche Santa Maria Assunta thront am oberen Ende der Gasse Salita della Motta. Das Gotteshaus wurde erstmals im Jahre 1485 erbaut und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wieder errichtet.

Sport & Freizeit

Das Leben, sei es kultureller Art oder durch sportliche Aktivitäten geprägt, spielt sich in großen Teilen im Norden, Süden und am Ostufer ab. Überall da, wo es auch landschaftlich flach genug ist, um ein einigermaßen breites Ufer zu bilden und Ortschaften ansässig sind.
An Wassersport und Freizeitmöglichkeiten bieten sich diverse Aktivitäten. Unter anderem kann man hier Tauchen, Kajakfahren oder Segeln, es gibt aber auch Wasserski, Windsurfen oder Motorboot. Zum Angeln bzw. Fischen sollte man nach Nonio bzw. Oira, eine der wenigen kleinen Ortschaften, die es direkt am Westufer gibt. Denn hier haben sich einige Angelclubs angesiedelt.
Wer die Ufer vom Wasser aus erkunden möchte, kann sich entweder ein Boot mieten oder an einer Sightseeingtour teilnehmen, die eine Besichtigung der Villen vom Wasser aus erlaubt und einen Zwischenstopp auf der Insel San Giulio einlegt. Wer gerne den See zu Lande erkunden möchte, leiht sich in einem der verschiedenen Reitclubs ein Pferd. Und wer das Reiten lernen oder verbessern will: Reitkurse gibt es in den Ortschaften Invorio, Miasino und Egro.
Im Norden des Sees in Omegna gibt es jeden Donnerstag ein Markt unter freien Himmel. Hier findet sicherlich jeder etwas Passendes. Wenn man schon mal dort ist. lohnt noch eine kurze Fahrt nördlich von Omegna nach Crusinallo. Hier ist der Alessi Factory Store zu Hause, der moderne Design-Einrichtungen sowie flippige Küchengeräte und vieles Extravagantes für die Aha- Effekt zu Hause anbietet.
Für diejenigen, die Natur und Aussicht lieben, ist eine Tour mit dem Auto zum höchsten Punkt zu empfehlen, hinauf zum Monte Mottarone. Von hier kann man den zweithöchsten Berg der Alpen sehen, den Monte Rosa sowie die sieben Seen: Orta, Maggiore, Mergozzo, Varese, Comabbio, Monate und Biandronno. In den Hügeln um Novara gibt es guten Wein und gute Restaurants.

Hotels & Camping

Da der See nicht groß und die umgebende Landschaft zum Teil hügelig ist, gibt es am Ortasee nur fünf Campingplätze: Campeggio Orta, Campeggio Allegro, Campeggio Cusio, Campeggio Royal und Campeggio Verde Lago. Besonders nördlich von Orta San Giulio folgen einige kleinere Ortschaften mit Hotels, Ferienwohnungen und den schönen Campingplätzen, die größtenteils
direkt am See liegen. Hotels befinden sich zudem rund um den See in den verschiedenen Ortschaften, es gibt Ein-Sterne-Hotels sowie welche mit zwei, drei oder vier Sterne. Zwei der drei Vier-Sterne-Hotels befinden sich in der Ortschaft Orta San Giulio.

 

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