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Vongole

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Vongole Beitragsbild

Venusmuscheln werden heute nicht so häufig gekocht wie Miesmuscheln, sind aber Bestandteil klassischer Rezepte wie Spaghetti alle vongole.Bei der Venusmuschel ist die deutsche Sprache ausnahmsweise mal poetischer als die italienische. Das Wort erinnert an die Mythologie, laut derer die Liebesgöttin Aphrodite beziehungsweise die römische Venus in einer Muschel aus dem Schaum des Meeres geboren wurde.

Die Familie der Venusmuscheln unterteilt sich in etwa 400 Arten. Die meisten davon sind essbar, und sogar innerhalb einer einzigen Unterart können Farbe und Muster sehr stark variieren. Allen Venusmuscheln gemein sind die konzentrischen Rippen oder Rillen in der Schale. Da die Tierchen sich gern im Sand vergraben, findet man sie vor allem an sandigen Küsten. An den Stränden der Adria sammeln die Leute bis heute gern kleine Venusmuscheln, die sie dann zu Hause einfach mit Knoblauch und ein paar Kräutern in den Kochtopf werfen.

Vongole – Die Muscheln der Venus

Als Eldorado für Venusmuschelfans gilt das Städtchen Chioggia, das auf der Isola dei Cantierei im Süden der Lagune von Venedig liegt. Hier werden die begehrten Weichtiere gezüchtet, und im Dunkel der Nacht hört man immer wieder auch die Schnellboote, mit denen Muschelräuber über die Lagune jagen, um einen Teil der begehrten Ware abzugreifen und illegal zu verkaufen. Wichtiger Umschlagplatz für die legale Ausbeute an Venusmuscheln ist der Mercato Ittico in Chioggia, der größte Fischmarkt Italiens. Von dort kommen die Weichtiere auch in unsere Läden und Restaurants. Auf dem Teller landet meistens entweder die Vongola verace (Teppichmuschel) mit ihrem bräunlichen Fleckenmuster oder die Vongola gialla (Goldene Teppichmuschel). Wie ihr Name schon sagt, gibt es letztere in vielen gelblichen Farbtönen – von beige über gelb bis bräunlich. Man muss sich also nicht wundern, wenn im Restaurant unter dem Begriff vongole ein buntes Kaleidoskop an Muscheln auf dem Teller liegt: mal hell, mal dunkel, mal einfarbig, mal wild gemustert, mal klein, mal groß.

Vongole_02Die ursprünglichste Art frische Venusmuscheln zu genießen ist roh. Vor allem in Apulien isst man in den Meeresfrüchte-Bars gern alle möglichen Muscheln einfach mit etwas Zitronensaft beträufelt. So entfaltet sich das ganze Aroma des Meeres im Mund. Ganz einfach mit Knoblauch, Petersilie und Olivenöl kurz gegart, findet man Vongole in den Antipasti-Theken und sie passen auch wunderbar in einen gemischten Meeresfrüchtesalat.

Ein absoluter Pasta-Klassiker sind die beliebten Spaghetti alle vongole. Die Fischer haben sie früher sogar an Bord gegessen, denn für die einfachste Variante braucht man nichts als Pasta, frische Muscheln, etwas Olivenöl, Weißwein, Knoblauch und Petersilie. Heute isst man Spaghetti vongole bis in die Bergregionen, und auch nördlich der Alpen – gern auch noch bereichert durch Tomaten oder ein paar schwarze Oliven.

Autor: Marion Trutter

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