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Genuss Schinken Spezialitäten

Lardo

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Guter Lardo ist viel mehr als fetter Speck zum Kochen oder Braten – es ist ein besonders gereifter, fetter Speck der italienischen Küche. Je nach Herkunft und Verarbeitung gilt er als echte Delikatesse, die auch einfach so zu Brot verzehrt werden kann und dabei förmlich auf der Zunge schmilzt. Schon die Römer reiften fetten Schweinespeck in Trögen aus Marmor und nutzten ihn in der Küche.

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Lardo di colonnata, eine typisch italienische Spezialität aus Carrara in der Toskana.

Heute liegt das Geheimnis für erstklassige Qualität vor allem in der Aufzucht der Schweine sowie im Herstellungs- und Reifungsverfahren. Am besten schmeckt Lardo von Landschweinen, da sich hierbei die Fettschicht richtig dick ausbilden kann und nicht – wie bei normalen Mastschweinen – der Fokus auf dem Magerfleisch liegt. Verwendet wird meist der feste äußere Teil des Rückenspecks, der direkt unter der Schwarte zu finden ist. Er wird in große rechteckige Stücke geschnitten, kräftig mit Salz eingerieben und dann gewürzt. Je nach individueller Rezeptur kommen dabei Pfeffer, Wacholderbeeren, Knoblauch, Muskatnuss, Salbei und andere Kräuter zum Einsatz. Dann schichtet man die Speckstücke übereinander, beschwert sie mit Steinen und lässt sie drei Monate oder länger reifen.

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Lardo,Pancetta & Co. sind mittlerweile auch bei Gourmets beliebt.

Lardo – besonders gereifter fetter Speck

Der berühmte Lardo di Colonnata aus der Toskana wird bis heute für mindestens sechs Monate in Tröge aus grobporigem Carrara-Marmor gepackt. Diente der fette Speck aus dem toskanischen Ort Colonnata früher als kalorienreiche Kost für die Arbeiter in den Steinbrüchen von Carrara, so trägt er mittlerweile das EU-Siegel einer geschützten geographischen Angabe (g.A., ital. IGP) und gilt längst auch in unseren Breiten als Delikatesse. Er zeichnet sich durch eine schneeweiße Farbe mit leicht rosafarbenem Schimmer sowie eine feste und dennoch cremige Konsistenz aus, schmeckt nussig, leicht salzig und auch ein wenig süßlich.

Zu den besonderen Spezialitäten zählt auch der Lard d’Arnad aus dem unteren Aostatal. Zwar eignet sich Lardo durchaus für Kochtopf und Pfanne, denn er gibt Pasta, Reisgerichten, Polenta, Suppen und Eintöpfen ein wunderbares Aroma und kurz gebratenem Fleisch den letzten Pfiff. Die edleren Varianten aber sind zum Verkochen viel zu schade. Sie schmecken hervorragend als Brotbelag – oder ganz einfach pur.

Autor: Marion Trutter

Lust auf Italien: September/Oktober

Cover: Titel - Lust auf Italien 4/2022

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