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Spezialitäten im Vinschgau

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Spezialitäten im Vinschgau_Beitragsbild 960

Köstliche Spezialitäten im Vinschgau gibt es das ganze Jahr über: Brot, Obst, Gemüse und sogar Whiskey sind nur ein paar Beispiele. Der Vinschgau besticht nicht nur durch seine vielfältige Natur, sondern auch seinen unverfälschten Genuss.

Ur-Paarlbrot

Das Paarlbrot ist auch als „Vinschgerl“ bekannt und erfreut sich großer Beliebtheit. Das Brot darf bei keiner Marende (Brotzeit) fehlen. 2004 bekam das Qualitätserzeugnis das Siegel von Slow-Food verliehen. Die renommierte Organisation engagiert sich für nachhaltigen und bewussten Genuss, traditionelle Herstellung und die Erhaltung regionaler Kreisläufe. Im Falle des Paarlbrotes darf der verwendete Roggen ausschließlich auf den Ackerböden des oberen und mittleren Vinschgau nach alter Tradition angebaut werden. Die Bäcker haben sich an das überlieferte Ur-Paarl-Rezept aus dem Kloster Marienberg zu halten. Das Paarlbrot wird auch als „Brot der Brautleute“ bezeichnet, was auf einen alten Brauch zurückgeht. Die beiden zusammenhängenden, flachen Laibe wurden zu Hochzeiten gebacken und stehen sinnbildlich für Braut und Bräutigam.

Das Vinschgerl wird traditionell paarweise gebacken.

Vinschger Marille

Edel und gut – die Vinschger Marille wird im Vinschgau wieder verstärkt angebaut. Viele Bauern haben sich auf den Anbau der Edel-Aprikose besonnen und kultivieren die Zucht der köstlichen Frucht. Auf einer Höhe von 500 bis rund 1.000 Meter gedeiht sie besonders gut. Eine lange Reifezeit, die für das Tal typischen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie geringe Niederschläge sind verantwortlich für das intensive Aroma. Die süßen, gelb-orangen Marillen reifen langsam heran. Sie sollen allerdings nach der Ernte zügig verspeist werden, da die Frucht für eine lange Lagerung nicht geeignet ist. Am besten ist es, man kauft und isst sie vor Ort. Dafür wird man dann mit dem charakteristischen, sortentypischen Geschmack und einem intensiven Aroma belohnt, der die Vinschger Marille einzigartig macht.

Damit man das Aroma der edlen Frucht doch noch länger genießen kann, wurde begonnen sie zur exquisiten Marmelade zu verarbeiten. Aber auch Saft oder Hochprozentiges werden aus den delikaten Früchten produziert. Berühmt und ebenso verlockend sind die klassischen Vinschger Marillenknödel. Die Marillen werden im Vinschgau seit mehr als 100 Jahren angebaut. Mittlerweile sind es 120 Produzenten die hauptsächlich vier Sorten pflegen. Mit 85% der Erntemenge ist die Vinschger Marille die Hauptsorte. Außerdem werden auch kleine Mengen der Sorten Orangered, Goldrich und Hargrand angebaut.

Marillen 960

Fruchtig-süße Marillenknödel sind nur eine der vielen Spezialitäten, die im Rahmen von „Marmor & Marillen“ im Vinschgau serviert werden.

Palabirne

Zwischen dem siebentürmigen Mals im Obervinschgau und dem Feinschmeckerdorf Kastelbell am südlichen Ende können im Vinschgau noch alte Palabirnbäume erspäht werden, die einsam in der sonnigen Landschaft stehen. Die großen, knorrigen Bäume wachsen oftmals im Hofanger, dem letzten Rückzugsgebiet alter Apfel- und Birnensorten.

Die Palabirne oder auch Türkische Birne stand seit jeher im Ruf, besonders gesund zu sein. Sie trägt im Volksmund den Beinamen Sommerapothekerbirne. Einst wurde sie tatsächlich von Ärzten und Apothekern verschrieben. Hier im Vinschgau findet die Palabirne ideale Bedingungen für eine optimale Reifung vor.

Erstmals erwähnt wurde die Palabirne bei der ersten Vinschger Obstbaumzählung im „Churburger Anger und im Pfaffenegg Anno 1755“ als Pilli Palli Birne. Eine ebenso alte Spezialität der Region ist neben dem Weihnachtszelten das „Palabirnbrot“, bei dem die getrockneten Palabirnschnitze in den Brotteig gemischt werden.

Jeweils Anfang Septmeber steht die historische Kleinstadt Glurns im Obervinschgau ganz im Zeichen der Palabirne. Anlässlich der Vinschger Palabiratage werden Spezialitäten rund um die alte Birnensorte verkostet und verkauft. Die Besucher erwarten traditionelle Konzerte und Schaukochen, aber auch Märchennachmittage und Kochabende, Vorträge und Kulturwanderungen. Die kulturelle und informative Auseinandersetzung mit dieser einzigartigen Vinschger Obstsorte ist vor allem Ausdruck des Zeitgeistes der Nachhaltigkeit, der das Neue sucht, ohne das Alte zu zerstören.

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Nur im Obervinschgau gibt es die süße Palabirne Sie gilt seit jeher als gesund und trägt im Volksmund den Beinamen Sommer-Apothekerbirne.

Puni Whiskey

In der Nähe des Ortler-Massivs im Vinschgau befindet sich Italiens erste Whisky-Brennerei. Der Grundstein dafür wurde 2010 gelegt. Das Gebäude entstand nach einem Entwurf von Albrecht Ebensperger. Im Inneren arbeiten Original-Brennblasen aus Schottland. Nach zwei Jahren Bauzeit und Vorbereitungen, gab es 2012 den Startschuss für die Herstellung der ersten Auflage des italienischen Whiskys. Dabei setzt die Destillierie auf das saubere Wasser der Vinschgauer Alpen und lokal produziertes hochwertiges Getreide. Die Qualität des Roggens aus der ehemaligen Kornkammer Tirols prägt dabei den Charakter und den Geschmack des Brands. Außerdem wird Malz aus Gerste und Weizen für die Produktion des Whiskys verwendet. Der Anbau des „Vinschger Golds“ erfolgt in der Nähe des höchstgelegenen Klosters Europas ­– der Abtei Marienberg in Burgeis.

Bei Puni wird in zwei Durchgängen destilliert. Dabei verwendet Puni überhitztes Wasser, was die Kontrolle über die Temperatur beim Brennen erleichtert. Danach wird der Rohbrand zum Reifen in Holzfässer gefüllt. Puni setzt dabei unterschiedliche Typen: Bourbon Fässer aus den USA, Marsala Fässer aus Sizilien, Weinfässer aus Südtirol und Fässer aus Schottland. Für die Lagerung kommen die Fässer in alte Militärbunker aus dem zweiten Weltkrieg und Lagerhäuser in der Umgebung. Die Nutzung der kühlen Bunker – kombiniert mit deren hohen Luftfeuchtigkeit – verhindern Verluste durch Verdunstung bei langer Lagerung.

Die erste Abfüllung des italienischen Whiskys gab es 2015. Das schnell gereifte Puni-Produkt wurde in zwei verschiedenen Ausführungen angeboten. Puni Nova hat drei Jahre lang in amerikanischer und europäischer Eiche sein Geschmack entwickelt. Der zweite Puni-Whisky (Alba) reifte drei Jahre in Marsala- und Islay-Fässern. Familie Puni verwendet drei Sorten von Getreidemalz um ihren einzigartigen, italienischen Whisky zu kreieren. Gersten-, Roggen-, und Weizenmalz.

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Puni Whisky: In Glurns befindet sich seit 2010 die erste und einzige Whisky-Destillerie auf italienischem Boden.

Fotos: © Frieder Blickle, Vinschgau Marketing

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