Suche
LADE...

Tippen um zu suchen

Dolci Genuss La Cucina Italiana Rezepte

Italienisches Weihnachtsgebäck

Teilen
italienisches Weihnachtsgebäck

Italienisches Weihnachtsgebäck -Die Weihnachtsbäckerei fällt in Italien meist eine Nummer größer aus als bei uns.

von Marion Trutter

Nein, Südtiroler Weihnachtszelten ist keine Freizeitbeschäftigung für hartgesottene Outdoor-Fans. Als Zelten bezeichnet man in der nördlichsten Region Italiens und der Nachbarregion Trentino das traditionelle Früchtebrot – bei uns auch als Schnitz-, Kletzen- oder Hutzelbrot bekannt. In früheren Zeiten verfeinerte man in der Weihnachtszeit das Brot mit getrockneten Früchten aus der Gegend. In Norditalien waren dies meist getrockneten Birnen- (Kletzen) oder Apfelschnitze, manchmal auch Rosinen oder Dörrpflaumen. Als dann immer mehr Südfrüchte importiert wurden, bereicherten bald auch Datteln, Aprikosen und kandierte Zitrusfrüchte das Gebäck, und heute kommt auch noch Zucker oder Honig dazu.
Je nach Rezept kann die Masse größtenteils aus Trockenfrüchten wie Feigen und Rosinen sowie Nüssen, Mandeln, Pinienkernen und kandierten Zitrusfrüchten bestehen. Dann sind Mehl, Butter und Zucker nur noch der Kleber. Andere Rezepte benutzen mehr Teig und weniger Früchte und Nüsse – je nach Geschmack eben. Typisch für den Zelten ist, dass er nach dem Backen mit Mandeln und kandierten Kirschen verziert wird. Und wenn er nicht gleich verspeist wird, ist er – wie das Panforte – sehr lange haltbar.

italalienisches Weihnachtsgebäck

Foto: (c) IDM Südtirol, Helmut Rier

Hier gibt es das Rezept zu den Südtiroler Weihnachtszelten:

Italienisches Weihnachtsgebäck – Mandelkekse in vielen Formen

Bei aller Liebe zum großen Auftritt gibt es in Italien natürlich auch weihnachtliches Kleingebäck. In Südtirol und im Trentino findet man häufig Plätzchen nach mitteleuropäischem Vorbild, und im ganzen Land kennt man die unterschiedlichsten Kekse auf Mandelbasis. In der Toskana gehören zu Weihnachten die beliebten Ricciarelli di Siena: rautenförmige Plätzchen aus Süß- und Bittermandeln, Eiweiß, Puderzucker und dem Aroma aus Orangenschalen.

Italienisches WeihnachtsgebäckAus der toskanischen Provinz Prato stammen die im ganzen Land begehrten Cantuccini, auch Cantucci oder Biscotti di Prato genannt. Außer Mandeln und Mehl enthalten sie auch noch verschiedene Gewürze wie Kardamom, Zimt, Nelken und Sternanis und meist auch noch einen guten Schuss Amaretto. Sie werden wie Zwieback doppelt gebacken und weil sie sehr hart sind, tunkt man sie gern in ein Gläschen Vin Santo – und das nicht nur zu Weihnachten.
Gute Zähne oder ein Glas Likör braucht man auch für Roccocò aus Kampanien. Der Name der harten Mandelkringel geht auf das italienische Wort roccia für Gestein zurück. Darüber hinaus sind zu Weihnachten im Süden auch die Mustaccioli sehr beliebt. Die rautenförmigen Kekse mit Honig und kandierten Früchten erinnern an Lebkuchen und werden üppig mit Schokolade überzogen.

Hier gibt es das Rezept für die Cantuccini.

Italienisches Weihnachtsgebäck – Struffoli: Weihnachtskugeln zum Essen

Diese goldenen Weihnachtskugeln werden´nicht an den Baum gehängt, sondern ganz genüsslich verspeist. Struffoli stammen aus Neapel und man sagt, dass schon vor 2500 Jahren die ersten griechischen Eroberer in Kampanien Teigkugeln in Öl frittiert und dann mit Honig genossen haben. Heute sind Struffoli ein beliebtes Weihnachtsgebäck, das hübsch aussieht und sehr lecker schmeckt. Hierfür werden kleine Teigbällchen im Öl ausgebacken, dann in einer Honig-Zucker-Mischung gewendet und zum Schluss mit kandierten Früchten, Aniskugeln und bunten Liebesperlen hübsch verziert, die durch die klebrige Hülle wunderbar haften bleiben. In der Vorweihnachtszeit zieren wahre Kegelberge aus Struffoli die Auslagen neapoletanischer Bäcker und auch so manchen Gabentisch zu Hause. Nach dem Weihnachtsessen genießt man Struffoli gern mit einem Gläschen Limoncello-Likör.

Italienisches Weihnachtsgebäck
Neben den Struffoli und Roccocò hat Kampanien noch jede Menge weitere leckere Kekse auf Lager – als eine Art Hochburg italienischer Weihnachtsbäckerei. Und auch jede andere Region
überrascht Reisende mit den unterschiedlichsten Süßigkeiten zum Fest. Es lohnt sich also überall im Lande zur Weihnachtszeit die pasticcerie, die Konditoreien, zu stürmen, sich genussvoll durchzuprobieren und die besten Köstlichkeiten mitzunehmen. Und wenn Sie es machen wollen wie die Italiener: Man genießt große und kleine Kuchen, Roccocò, Cantuccini und sonstige biscotti gern mit einem Gläschen Vin Santo. Eintunken erlaubt und erwünscht.

Hier gibt es das Rezept für die Struffoli.

 

Lust auf Italien: September/Oktober

Cover: Titel - Lust auf Italien 4/2022

Toskana

  • Florenz, Fiesole, Prato, Pistoia, San Gimignano, Massa Marittima, Arezzo

Piemont

  • Cuneo, Asti, Novara, Monferrato, Valsesia

Aostatal

  • Sommertour: Wandern, Biken & Raften

Südtirol

  • Burgen & Schlösser

Aktivsport

  • Biketour auf der Hohen Salzstrasse

"Lust auf Italien" im Online-Shop

 

 

Stichwörter
Nächster Beitrag

Das wird Sie vielleicht auch interessieren